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 Abenteuer in Leaf Town

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Ielena
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BeitragThema: Abenteuer in Leaf Town   Di Apr 19, 2016 2:17 am

Ielena wälzte sich in dem Bett von Sice hin und her. Immer noch lebte sie in dem Zimmer, da sie keine Lust darauf hatte sich ein eigenes Zimmer zu suchen in der Stammkneipe von Shining Falcon, sie war einfach faul diesbezüglich und außerdem war es viel schöner, wenn sie morgens immer neben Sice aufwachte und abends neben ihr einschlief und in der Nacht, wenn Ielena träumte, sich an sie kuscheln konnte. Immerhin hatte Ielena eine sehr belebte Traumwelt, von Albträumen belebt, darauf basierte auch ihre Magie.
Letzte Nacht hatte sie wieder einen ganz tollen Albtraum gehabt. Ielena war einen laaaangen und dunklen Gang entlang gegangen. Überall an den Wänden waren Augen erschienen, welche jeden von Ielenas Schritten beobachtet hatten. Danach war der ganze Gang verlaufen und Ielena war gefallen. Sie landete dann irgendwann auf dem Boden und ging danach wieder einen langen, dunklen Gang entlang, nur dieses Mal ohne Augen. Dennoch spürte Ielena, wie sie von etwas verfolgt wurde und sie kicherte aufgeregt, da sie wissen wollte was, sie war einfach neugierig. Irgendwann erblickte sie dann das Wesen, was sie verfolgt hatte, doch plötzlich stand es vor ihr, nicht mehr hinter ihr, so wie Ielena es zu Anfang vermutet hatte. Nun erblickte sie also das Wesen, was nun vor ihr stand. Es war ziemlich groß, hatte aber einen menschlichen, männlichen Körperbau. Es trug nicht viel Kleidung, nur eine Lendenschurz und der Körper war ziemlich muskulös. Besonders auffällig an dem Wesen war wohl der Kopf, denn dort war kein Kopf, nein, sondern eine große Pyramide aus Metall und in der Hand trug das Wesen ein großes Messer? Oder ein Schwert? Zumindest eine große, gefährliche Waffe hatte das Wesen in der Hand. Ielena quietschte vergnügt, als sie das Wesen sah und klatschte in die Hände, als das Wesen langsam und schlürfend auf sie zu kam. Dabei macht es metallene, schleifende Geräusche, da es seine Waffe auf dem Boden schleifen ließ. Doch dann blieb das Wesen plötzlich stehen und sah sich verwirrt um, so als würde es etwas bemerkt haben. Der ganze Gang leuchtete plötzlich in einem feurigen Rot auf. Es war so plötzlich, dass Ielena die Augen schließen musste, wegen dem Helligkeitsunterschied, der damit entstand. Ein roter, feuriger Spalt, aus dem Flammenzüngelchen hervorstießen und in dem sich glühende, fließende Lava vermuten ließ, öffnete sich unter den Füßen von dem Wesen vor Ielena. Dieser Erdspalt verschluckte dann das Wesen, welches sich nicht rührte und auch sonst keinen Mucks von sich gab, was schon irgendwie unheimlich war. Nachdem das Wesen dann im Erdspalt verschwunden war, blubberte es im Abgrund und es sah danach aus, als würde sich etwas mühsam aus der Lava hinaus arbeiten wollten, da diese seltsam lebendig anfing sich zu bewegen und sogar zu zucken. Ielena wich einen Schritt vom Spalt zurück, nicht aus Angst, eher aus instinktiver Vorsicht, selbst wenn ihr in ihren Albträumen nichts passieren konnte.
Aus der Lavaspalte stieg dann ein riesiges, dämonenhaftes Wesen. Es war viel größer als das Wesen von zuvor und es sah selbst aus, als wäre es es auf Lava geschaffen, Lava und Finsternis. Es war sehr muskulös, hatte einen langen Schweif und große Hörner auf dem Kopf. Gefährliche Krallen und Zähne zierten die Hände, Füße und das große Maul, aus welchem glühender Atem kam. Rot leuchtende Augen starrten Ielena an und das Wesen stieß ein Brüllen aus, während es den Kopf gen Himmel reckte und einen furchteinflößenden Strahl aus spie, gemacht aus Blitz und Feuer. Doch durch das ganze Feuer hier an diesem Ort fiel Ielena etwas wichtiges ein und sie schüttelte den Traum ab...
Weshalb sie einige Augenblicke später aus ihrem Traum aufwachte und die Augen aufschlug. Sie war immer noch ein wenig schläfrig und blieb deswegen noch eine Weile an die noch schlafende Sice gekuschelt, doch es war bereits morgens und deswegen würde sie bald aufstehen. Schon komisch, dass Ielena inzwischen so an die Körpernähe von Sice gewöhnt war und ja geradezu danach verlangte. Früher hatte sie jegliche Körperkontakt abgelehnt und das tat sie weiterhin, nur bei Sice war das etwas anderes. Als sie sich wach genug fühlte, rieb sie sich die Augen, streckte sich und stand dann auf. Nachdem sie sich fertig gemacht hatte und angezogen war, kümmerte sich Ielena darum, was ihr durch das ganze Feuer in ihrem Traum eingefallen war. Sie hatte ja noch ein Geschenk für Sice... ein kleines, magisches Orb, in dem man magische Flammen tanzen sehen konnte. Ielena hielt das für eine hübsche Idee, doch dabei dachte sie gar nicht mehr daran, dass Sice ja höllische Angst vor Feuer hatte... Ielena eben, ihre Aufmerksamkeitsspanne war so kurz und das Gedächtnis war noch kürzer, in vielen Fällen. So verpackte Ielena das Geschenk nun und legte es auf den Tisch... danach bereitete sie noch ein einfaches Frühstück vor, damit Sice etwas Essen konnte, nachdem sie aufgewacht war und auch während sie ihr Geschenk auspackte. Freudig erwartete Ielena schon die Reaktion von Sice und nachdem sie dann das Frühstück fertig zubereitet hatte, weckte sie Sice auf. Sie summte erst einmal eine Weile nur eine schöne Melodie vor sich hin, so hatte sie Sice schon öfter geweckt und irgendwie wurde es zu einer Angewohnheit. Dann stupste sie ihre Freundin an der Schulter an und meinte in einem fröhlichen und lauten Tonfall: "Aufwachen Schlafmütze, heute gibt es wieder viel zu tun und ich habe dir ein Frühstück zubereitet. Außerdem liegt ein kleines Geschenk auf dem Tisch für dich bereit." Irgendwann stand dann Sice auch auf und setzte sich an den Tisch. Da Ielena sie dazu drängte, dass Geschenk auf zu machen, mit den Worten: "Sice, Sice, Sice, du musst unbedingt das Geschenk auf machen", machte sie es auch bald und frühstücken konnten sie dann auch. Doch Sice wirkte alles andere als erfreut über das Geschenk, als sie es auspackte, eher das Gegenteil von erfreut. "Stimmt etwas nicht?",fragte Ielena dann etwas verwirrt und verständnislos, als sie die Reaktion von Sice bemerkte und als Sice die Sache dann erklärt hatte, entschuldigte sich Ielena ernsthaft, da sie nicht an Sice' Angst vor Feuer gedacht hatte... "Wie wäre es, wenn wir das Orb einfach irgendwo verstecken, wo du es nicht sehen musst, es tut mir wirklich leid, ich habe einfach nicht an deine Angst vor Feuer gedacht, ich bin einfach immer so vergesslich", schlug Ielena eine Lösung vor und beteuerte ihre Unschuld. Als die Sache dann geklärt war, konnten sie endlich das Frühstück beenden und dann machten sie sich bald in den Hauptraum von Shining Falcons Stammkneipe.
Dort suchten die beiden jungen Söldnerinnen dann eine ganze Weile nach einem geeigneten Auftrag, bis sie dann schließlich einen fanden. Sie sollten einen Verbrecher fangen, in einem Ort, der nicht allzu weit weg von Hargeon Town waren, dennoch mussten sie ein Stück dort hin reisen. Da Ielena vor kurzem von dem Konzept der Züge erfahren hatte, wollte sie dieses Mal nicht ihren Dämonenhund Doom benutzen um dorthin zu fliegen, nein dieses Mal wollte sie mit dem Zug zum Auftragsziel fahren. "Auja, Zug fahren", war Ielenas freudig quietschendes Kommentar dazu, als die Sache beschlossen war. Es war auch immer mal wieder interessant andere Reisemöglichkeiten heraus zu finden und nicht immer nur die Gleiche zu nutzen, in dem Fall von Ielena und Sice ja die Beschwörung von Ielena. Irgendwie kam etwas an dem Phantombild, welches auf den Auftrag gezeichnet war, des Verbrecher auch Ielena bekannt vor, doch sie wusste nicht was es war. Vielleicht täuschte sie sich auch nur, immerhin war die Zeichnung keine besonders Gute und so schüttelte sie den Gedanken wieder ab. Bereits einige Wimpernschläge später, fragte sich Ielena schon etwas ganz anderes. Wie sollten sie den Verbrecher eigentlich gut wieder erkennen, wenn die Phantomzeichnung so schlecht war? Aber darüber konnten sich die beiden Söldnerinnen auch noch Gedanken machen, wenn sie dann am Auftragsziel waren, was in dem Fall die kleine Stadt Leaf Town war. Nun gingen die beiden Söldnerinnen also gemeinsam zur Zugstation in Hargeon Town und sie suchten sich den Zug raus, welchen sie nehmen mussten. Nachdem sie dann Fahrtickets gekauft hatten, mussten sie noch eine Weile auf den Zug warten. Doch dann kam er endlich und die beiden Söldnerinnen konnten einsteigen und sich Plätze suchen, damit sie die Zugfahrt, die sich doch immerhin auf eine Stunde belaufen würde, ruhig verbringen konnten. Wobei das Wort ruhig bei Ielena eher relativ ist, da sie vermutlich niemals still halten konnte und sie auch niemals wirklich still sein konnte. Wenn sie nicht gerade aufgeregt und lustig vor sich hin brabbelte, so summte sie meist vor sich hin. Auch diese Zugfahrt konnte Ielena nicht wirklich still sitzen, sie zappelte oft und schaute immer wieder aus dem Fenster um die Landschaft zu sehen. Doch auf Dauer konnte sie das auch nicht machen, denn so schnell wie sich die Landschaft teilweise an ihr vorbei bewegte, hörte sie mit dem Landschaft angucken immer auf, wenn ihr schlecht wurde. Außerdem überlegte sie die ganze Zeit, zu welchem Thema sie sich mit Sice unterhalten konnte. Auf jeden Fall wollte sie etwas los werden: "Weißt du was Sice? Ich hatte letzte Nacht wieder einen ganz tollen Albtraum! Der hat mir wieder genug Material gegeben, für mindestens drei neue Beschwörungen, ist das nicht klasse?", wollte Ielena aufgeregt wissen, sie fragte sich nur, wann es soweit sein würde und sich diese Beschwörungen in ihrer Magie manifestierten. Irgendwann fiel Ielena noch ein ganz anderes Thema ein: "Ich würde gerne mal ein Theater besuchen. Ich habe davon gehört, dort führen Menschen in Kostümen Geschichten auf und das klingt sehr interessant für mich. Ich denke das lässt sich sicher einmal einrichten ein Theater zu besuchen", meinte Ielena neugierig und aufgeregt. "Sicherlich führen sie da ganz interessante Geschichten bei auf... meinst du unsere Geschichte wäre auch interessant, um ein Theaterstück daraus zu machen?", fragte Ielena scherzhaft und kicherte. Mit solchen und ähnlichen Gesprächen schlug Ielena die Zeit der Zugfahrt tot, irgendwie hatte sie es sich auch aufregender und interessanter vorgestellt. Auch wenn sie das Gefühl und die Geräusche mochte, die man mit bekam, dadurch dass der Zug über die Gleise fuhr. Immerhin konnte sie auch immer wieder aus dem Fenster schauen, aber gegen Ende der Fahrt wurde ihr dann endgültig langweilig... "Ich glaube ich geh mal ein wenig durch den Zug und vertrete mir die Beine, bin gleich wieder da", mit diesen Worten ließ Ielena nun Sice an ihrem Platz zurück und ging durch den Abteil zum nächsten Abteil.
Irgendwann traf sie auf eine Gruppe Besoffene, welche ihr im Weg standen. Ielena hatte bisher kaum Erfahrungen mit Alkohol gemacht und noch weniger Erfahrung mit Betrunkenen. Doch diese Gruppe Betrunkene waren halbwegs harmlos und sie waren nur lustig drauf. Da Ielena manchmal selbst so drauf war, hielt sie die Betrunkenen für ganz Normale Leute und als einer der Betrunkenen Ielena einen Schluck aus seiner Flasche anbot, sagte sie nicht Nein, da sie sich nichts dabei dachte. Ielena nahm einen großen Schluck, einen viel zu großen Schluck. Und da sie noch nie wirklich mit Alkohol zu tun hatte, schlug dieser eine Schluck schon ein wie eine Bombe. Plötzlich drehte sich vor Ielenas Blickfeld alles und sie meinte ein wenig schwerfällig zu den anderen Leute hier: "Ich fühle mich plötzlich...hihi, so komisch...hihi, ich glaub ich geh besser zu Sice zurück." Vorsichtig und leicht schwankend machte sich Ielena auf den Weg zurück, brauchte aber länger als auf dem Hinweg, weil sie unter anderem gegen eine Wand des Zuges lief, als sie zurück lief. Als sie an der Glasscheibe klebte murmelte sie: "Hallo, Glasscheibe", bevor sie wieder weiter zu Sice schwankte. Dort angekommen versuchte Ielena erst einmal zu erklären, was eigentlich passiert war und weshalb sie sich jetzt komisch fühlte: "Da waren irgendwie so Leute und die haben mir etwas zu Trinken angeboten. Das hat irgendwie interessant gerochen... und das hat auch komisch geschmeckt... und jetzt fühle ich mich komisch, Sice und alles dreht sich ein wenig... geht das wieder weg, oder werde ich davon sterben, hihihi?", fragte Ielena etwas seltsam kichernd und starrte Sice an.
Da sie inzwischen an ihrem Zielort angekommen waren, stiegen die beiden Söldnerinnen aus dem Zug aus. Als Ielena draußen war, fühlte sie sich wieder besser, auch wenn sie sich immer noch nicht ganz wieder normal fühlte. Sie beschwor dennoch Chester, da sie es gern mochte, wenn er ihr hinter her hüpfte und es hatte den Vorteil, dass sie eine Beschwörung parat hatte, falls man mal eine brauchte und außerdem hatte Chester noch andere Vorteile, zum Beispiel konnte man Gegenstände in ihm verstauen, oder Menschen, zum Beispiel gefangene Verbrecher.
Vom Bahnhof aus mussten Ielena und Sice noch ein Stück laufen, damit sie in der Stadt ankamen, wo sie den Verbrecher suchen mussten. Zwischen dem Bahnhof und der Stadt lag auch noch eine Schafweide, wo Ielena und Sice dran vorbei kamen. Die Weide war voller flauschiger Schafe und Ielenas Augen funkelten groß auf, als sie das sah. Es lag zum Teil am Alkohol, zum Teil einfach daran, dass sie Ielena war, was nun folgte. Ielena krabbelte kurzerhand unter den Weidenzaun durch und näherte sich vorsichtig einem Schaf. "Ganz ruhig, Mäh Mäh", sagte Ielena belustigt und als sie nah genug an einem Schaf dran war, fing sie an die weiche Wolle zu streicheln. Plötzlich kam Ielena auf eine ganz doofe Idee. Sie hielt das Schaf leicht fest und auf einmal schwang sie sich auf den Rücken des Schafes und wollte darauf reiten. Das Schaf war erst mal total verwirrt, dann rastete es ziemlich aus und rannte im Volltempo los. Das Schaf war so verwirrt, dass es nicht merkte, dass es direkt auf einen Baum zu rannte. Mit Ielena auf dem Rücken rannte das Schaf gegen einen Baum und warf Ielena dagegen ab. Zuerst blieb die Beschwörerin eine Weile am Baum liegen, da ihr Kopf dröhnte, den hatte sie sich nämlich angeschlagen. Während sie am Baum lag, sah sie: "Oh ich sehe Karotten! Die reden mit mir und überall sind Schafe und Bäume, die sich um mich herum drehen. Die Karotten haben scharfe Zähne und sie sagen mir sie kommen aus der Unterwelt. Irgendwo dazwischen zieht sich ein Mann aus und... ich sehe tote Menschen", murmelte Ielena verwirrt vor sich hin und beschrieb, was sie in ihrem benommenen Zustand halluzinierte. Es dauerte eine Weile, bis sie sich von der Aktion erholt war, danach war sie aber auf jeden Fall wieder nüchtern und sobald sie sich aufgerappelt hatte, konnten Sice und Ielena endlich nach Leaf Town gehen. Vorher kam aber noch ein Kerl an, vermutlich der dazu gehörige Schäfer zu den Schafen, welcher mit seinen Hirtenstab wedelte und lauthals meckerte: "Runter von meinem Rasen!"
Ielena kicherte, als sie dann mit Sice sich von der Schafswiese entfernt hatte. Immerhin hatte sie irgendwie ihren Spaß gehabt und deshalb kicherte sie. Da sie auch einiges an Durchhaltevermögen hatte, war es für sie auch nicht so schwer, sich von der Aktion zu erholen. Inzwischen waren sie auch in Leaf Town angekommen. Jetzt mussten sie sich langsam ausdenken, wie sie den Verbrecher fanden, doch das würde vermutlich nicht leicht werden.Den einzigen Anhaltspunkt den sie hatten war das schlecht gezeichnete Phantombild auf dem Auftragszettel. Nun erst einmal sahen sich die beiden Söldnerinnen gemeinsam in der Stadt um, jedenfalls grob, um sich eine grundlegende Übersicht über die Stadt zu machen. Danach überlegten sie sich Orte, welche man einmal genauer unter Beobachtung nehmen konnte, zum Beispiel diverse Restaurants, Cafes oder Kneipen, eben Plätze wo sich viele Leute versammelten. Die eher dunkleren Gassen der Stadt waren auch noch ein Ziel, doch das konnte man sich immer noch später vornehmen. Ielena und Sice suchten den ganzen restlichen Tag gemeinsam nach dem Verbrecher, den sie suchten, doch sie fanden keinerlei Anhaltspunkt. Sie fragten sogar einige Leute, doch jeden den sie fragten konnte nichts mit dem Phantombild anfangen. Es war ein wenig enttäuschend, an diesem Tag zu keinem wirklichen Ergebnis gekommen zu sein, doch sie hatten Zeit und am nächsten Tag würden sie ihre Suche einfach fort führen. Ielena und Sice suchten noch ein Gasthaus, in dem sie übernachten konnten. Dort aßen sie dann auch zum Abendbrot und als Ielena Alkohol in der Kneipe des Gasthauses entdeckte, meinte sie lautstark: "So schnell werde ich das Zeug vermutlich nicht mehr anrühren, brrr, die Erlebnisse heute haben mir da ziemlich gereicht." Chester war die ganze Zeit Ielena größtenteils gefolgt, zumindest so gut es ging. Doch da sich jetzt der Tag dem Ende zu neigte, schickte Ielena ihn erst einmal wieder weg, morgen konnte er ihr ja wieder folgen, hüpfend, wie er es immer tat.
Als die beiden Söldnerinnen dann alleine auf ihrem Zimmer war, fing Ielena plötzlich an wieder seltsame Vorschläge zu machen: "Sice, wir haben doch einmal in einer Quest ein Kleid für eine Prinzessin gemacht, das sah echt gut aus. Ich will irgendwann mal noch mehr Kleidung mit dir zusammen machen, oder Schmuck oder magisches Zeug.... oder irgendwas in der Richtung... lass uns irgendwann mal vielleicht sogar zusammen einen Kuchenbasar machen... am besten ohne Kuchen von dem man einen schlechten Magen bekommen. Ich hab von Kuchenbasaren gehört, das Geld was man davon einnimmt kann man Leuten spenden, die es nötiger brauchen, ich finde das sehr nützlich. Ich habe mit dir zusammen auf Quests so vielen Leuten geholfen, dass hat immer sehr Spaß gemacht, vor allem wenn die Leute dankbar waren, also lass uns in Zukunft noch viel mehr Leuten helfen." Irgendwann war Ielena müde und beide jungen Frauen gingen zu Bett. Natürlich schlief Ielena, wie denn auch sonst, in einem Bett mit Sice und kuschelte sich an sie.
Die Albträume von Ielena in dieser Nacht fielen eher langweilig aus, wenn man sie mit dem Durchschnitt verglich. Ielena stand auf einer großen Wiese auf der sie einige Geistermädchen sah, doch dieser Zustand hielt nicht lange an. Schon bald veränderte sich das Bild und Ielena fand sich in einem Labyrinth wieder, in dem sie sich irgendwie beobachtet fühlte. Außerdem bestand das Labyrinth, zumindest die Wände davon aus Menschenleichen, Blut, Knochen und Körperteilen, was schon ein wenig gruselig war. Als Ielena eine Weile durch das Labyrinth ging und eine ganze Weile nichts passierte, wurde ihr langsam langweilig. Doch dann veränderte sich das Bild plötzlich wieder und sie kroch plötzlich durch einen langen Schacht aus Metall, irgendwas verfolgte sie, es war hinter ihr, doch der Schacht war zu eng, Ielena konnte sich nicht umsehen, was sie verfolgte, sie spürte nur die Anwesenheit eines Wesens. Als Ielena den Ende des Schachtes aus Metall erreichte, endete der Traum und sie wachte auf...
Am nächsten Morgen blieb alles wie so oft gehabt. Ielena hatte heute kein Geschenk für Sice, so ein Glück aber auch, aber Ielena wachte, wie so oft, vor Sice auf. Sie holte ein Frühstück, nachdem sie sich fertig gemacht hatte, dieses Mal aus der Kneipe des Gasthauses und servierte es im Zimmer. Dann fing Ielena an zu Summen, bis sie Sice damit wach gemacht hatte und als sie dann zusammen Frühstückten... machte Ielena einen Vorschlag: "Ich weiß das ich mich gestern daneben benommen habe, wenn auch nicht mit Absicht, aber lass uns heute getrennt nach dem gesuchten Verbrecher suchen, dann schaffen wir das Doppelte in der halben Zeit oder so", Ielena kannte sich kein Stück mit Mathe aus, hoffte derweil aber, dass es irgendeinen Sinn ergab, was sie sagte. Aber sie glaubte wirklich daran, dass es nützlicher war, wenn sie getrennt suchten, so schafften sie mehr. Ielena machte sich zwar keine Gedanken wie sie sich benahm, aber sie machte sich Gedanken darum, dass Sice sich Gedanken darum machte, wie sich Ielena benahm. "Ich werde mich auch nach Möglichkeit benehmen, wir schaffen getrennt halt nur mehr und alleine bin ich auch nicht... ich hab zum Beispiel Chester!", meinte Ielena entschlossen, alleine los zu ziehen und Chester erschien kurz darauf, neben Ielenas Stuhl. Ielena sah nur Vorteile daran, getrennt weiter zu suchen, deshalb beharrte sie weiterhin darauf, bis sie dann alleine los gehen durfte. Immerhin hatten die beiden jungen Frauen ja auch ihre Kommunikations-Lacryma, für Notfälle.
Ielena suchte erst eine Weile am Fluss entlang, denn ein Fluss floss durch die Stadt und daran konnte sie sich ganz gut orientieren. Irgendwann schlenderte sie eine Einkaufsstraße entlang, suchte ein paar Cafes ab, blieb jedoch eine ganze Weile Erfolgslos. Irgendwann wanderte sie wieder gedankenverloren eine Straße entlang, bis sie dann von einer Person angerempelt wurde. "He, pass doch auf!", beschwerte sich Ielena. Die Person war ein großer Mann, was Ielena nur dadurch erkennen konnte, da sie einen kurzen Blick auf das Gesicht der Person erhaschen konnte, jedoch nur für einen Wimpernschlag, denn die Person war in einen Kapuzenmantel eingehüllt. Genannter Mann machte sich auch auffällig schnell vom Acker, was Ielena seltsam fand, weshalb sie den Mann nun versuchte unbemerkt zu verfolgen. Sie beschattete ihn eine ganze Weile, doch dann verlor sie ihn plötzlich aus den Augen... Als sie sich umdrehte stand der Mann dann hinter ihr und sah sie an, scheinbar war sie nicht ganz so unbemerkt gewesen, wie sie gedacht hatte... den nächsten geeigneten Moment würde sie nutzen, um Sice zu rufen, dass nahm sie sich vor.
Der Mann funkelte sie jedoch wütend an und er hatte inzwischen seine Kapuze abgesetzt. "Wieso folgst du mir, kleines Gör?", fragte der Mann wütend. Ielena musterte den Mann, dann vergas sie die Welt um sich herum und vergas auch Sice zu kontaktieren... Er? Wie konnte er noch am Leben sein? Es war vollkommen unmöglich... und Ielena sah in das Gesicht ihres verschollenen Vaters, welchen sie tot glaubte. Und nicht nur das, er war auch der gesuchte Verbrecher von dem Auftrag. "Du... du? Wie kann das sein... du warst tot, oder nicht?", stotterte Ielena traumatisiert vor sich hin und in ihrem Kopf brannte eine Sicherung durch, da sie sich urplötzlich in ihre Kindheit zurück versetzt fühlte, eine Kindheit voller Blut, Schmerz und Folter... eine Kindheit, welche keine Kindheit gewesen war. Als der Mann sie musterte und ihr Gesichtsausdruck war, schien auch er sie endlich zu erkennen. "Du kleines Gör!", brüllte Wolfgang Akumu, Ielenas Vater, "dir habe ich dieses Leben zu verdanken, du Miststück, was sich meine Tochter nennt. Vollkommen unnütz warst du für mich und sieh dir an, was dank dir, aus mir geworden ist!" Ielena war wie erstarrt und stand einfach nur mit aufgerissenen Augen da, starrte ihren Vater an und atmete flach. Es spielte keine Rolle wie er überlebt hatte und es spielte keine Rolle was er all die Jahre gemacht hatte, Tatsache war, er stand nun vor ihr und Ielena hatte keine Ahnung was sie tun sollte, sie hatte überhaupt keine Ahnung von irgendetwas im Moment, ihr Gehirn war vollkommen abgeschaltet.
Wer war sie überhaupt? War sie immer noch das kleine Kind, im Keller ihres Vaters, tagtäglich gequält von seiner Folter? Sie fühlte sich gerade so, als würde sie jeden Tag ihrer Kindheit neu erleben, jede Erinnerung kam zurück, welche längst Begraben geglaubt war, nur durch den Anblick ihres Vaters. Dieser wusste scheinbar auch nicht so recht, was er mit seiner wieder gefundene Tochter machen sollte, doch er war sehr wütend. Dennoch wollte er nicht unbedingt die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und deswegen zerrte er, die immer noch erstarrte, Ielena ein Stück von der belebten Straße weg in eine Seitengasse. "Sice...", stammelte Ielena vor sich hin, einen kleinen Strohhalm nennend, an den sie sich klammerte, um nicht ganz die Realität zu verlieren. "Was murmelst du da?", murrte ihr Vater wütend, "bist genau so nutzlos wie deine tote Mutter es war. Keine Ahnung was du die ganze Zeit gemacht hast, aber für das, was du mir angetan hast, wirst du jetzt bezahlen...", schnaubte Wolfgang wütend und legte seine Hände um den Hals von Ielena und drückte zu. Er hatte tatsächlich die Absicht sie umzubringen, da er großen Groll gegen sie hegte, mehr als nur Groll, er war fuchsteufelswild und hatte die Absicht Ielena zu erwürgen. Diese röchelte bereits und ihr wurde allmählich schwarz vor Augen, doch sie war immer noch unfähig sich zu wehren. "Sice..", stammelte sie erneut und vor ihrem inneren Auge manifestierte sich ein Bild ihrer Freundin, was den Horror ihrer Kindheit für den Moment unterbrach. Mehr noch, es geschah noch etwas. Chester war die ganze Zeit Ielena gefolgt und als er nun seine Beschwörerin in Gefahr bemerkte, wurde er... wütend, wenn man es so nennen konnte. Er nahm seine Kampfgestalt an und dann riss er Ielenas Vater von seiner Tochter weg. Ielena atmete tief durch und realisierte dann erstmals wieder wo sie war und was geschehen war. Gedankenverloren tätschelte sie Chester, zum Dank für ihre Rettung und dann wandte sie sich an ihren Vater, der sich gerade erholte. Immerhin war Chester groß und kräftig in seiner Kampfgestalt und er hatte den Mann zu Boden geschlagen. "Wa...was ist das?", fragte Wolfgang, das Entsetzen war ihm ins Gesicht geschrieben, als er Chester erblickte.
Nun knallte in Ielena etwas endgültig durch und ihr Gesicht verzerrte sich zu einer wahnsinnigen Fratze. In ihr kam das vor, was ihr Vater quasi in ihr gezüchtet hatte, dass dunkle Etwas, was sich 'Nightmare' nannte, die Ielena, die mit einem Killerinstinkt gesegnet war. "Das hier? Das ist eine meiner Schöpfungen. Dank dir, oder auch nicht, habe ich dann am Ende doch Magie gelernt und Chester hier gehört zu meinen Kreationen, närrischer alter Mann... hihi, hihihi... du bist schon ein toter Mann, weißt du?", meinte Ielena und kicherte, während sie ihren am Boden liegenden Vater wahnsinnig anstarrte. "Sie entstehen aus meinen Albträumen und weißt du was? Sie sind meine Freunde... sie dich nur an, du bist ganz alleine... und so wirst du auch sterben, ganz alleine..." trällerte die Beschwörerin vor sich hin, "du hast es doch so gewollt, du wolltest doch unbedingt das ich Magie beherrsche! Nun bist du ein Nichts gegen mich! Du wolltest mich umbringen! DOCH ICH WERDE DICH TÖTEN!", wurde Ielena immer lauter, doch dann wurde sie auf einmal wieder verdächtig ruhig... "doch vorher werde ich dich leiden lassen, so wie du deine Tochter hast leiden lassen... dein Tod wird langsam und qualvoll... voller Schmerzen und du wirst dich alleine fühlen, hilflos und alleine, hihihihih... hahahahaha!" Chester verschwand plötzlich, doch an seiner statt erschien Slendy als Beschwörung von Ielena, welcher sofort mit seinen Finsternistentakeln nach Ielenas Vater griff. "AAAH!", schrie Wolfgang, "du bist ja vollkommen verrückt! Ein Monster, was Monster erschafft!" Ielena sah ihn traurig an, doch der Wahnsinn blieb allgegenwärtig: "So bin ich das? Und wem habe ich das zu verdanken?", fragte sie ihren Vater, doch sie erwartete keine Antwort, Tentakeln von Slendy legten sich über den Mund von Wolfgang, was Ielena auch kommentierte: "Ich will deine Stimme nicht mehr hören... du wertloses Wurm... du Stück Dreck..." Sie gab Slendy entsprechende Anweisungen und dann fing die Beschwörung an, an den Gliedmaßen von Wolfgang zu ziehen, bis seine Knochen knackten und vermutlich einige Gelenke so ausrenkte, jedoch zog er nicht so weit, dass es Wolfgang tötete... dieser würde sich jetzt aber vermutlich nicht mehr wirklich bewegen können...
Slendy legte Ielenas Vater nun wieder auf dem Boden ab."Na, fühlst du dich schon hilflos und mir ausgeliefert... wie ein Kind? Ich kann dir nicht das Leid zufügen, was du mir jahrelang zugefügt hast, aber ich kann dich davon kosten lassen." Inzwischen hatte Wolfgang bereits Angst um sein Leben und wenn Menschen Angst um ihr Leben hatten, so wurden sie meist sehr kleinlaut, dann winselten und bettelten sie meist um ihr Überleben, so auch Ielenas Vater. "Bitte, bitte, lass mich Leben... ich tu auch alles was du willst..." Ielena grinste ihn nur frech an und gab die Antwort: "Alles was ich will ja?" Wolfgang nickte. "Nun, ich will von dir nur eine Sache, dass du stirbst..." Wolfgang riss die Augen vor Schreck auf, doch Ielena blieb ungerührt, starrte ihn eher nur weiterhin wahnsinnig an. Doch dann wandte sie sich kurz von Wolfgang ab und wühlte in einer nahen Mülltonne, bis sie fand, was sie suchte. In der Hand hielt Ielena nun eine recht große Glasscherbe. Ihr war es dabei auch egal, dass sich das Glas auch in ihre eigene Hand bohrte, den Schmerz spürte sie durch das Adrenalin aktuell gar nicht. Danach hockte sie sich neben den Kopf ihres Vaters und meinte zu ihm: "Kannst du für mich schreien? Kannst du für mich... verrotten?" Danach fing sie langsam an die Haut von Wolfgangs Gesicht auf zuschneiden, sodass er tatsächlich für sie schrie. Sie genoss das ganze richtig und ließ sich mit der Phase eine ganze Weile Zeit... doch dann erhob sie ihre Hand plötzlich und rammte die Glasscheibe dann in ein Auge ihres Vaters. Diese Tätigkeit faszinierte sie so sehr, dass sie es wiederholte und immer wieder schnell auf das Gesicht ihres Vaters ein stach, ganz lange, ganz oft... bis man sein Gesicht nicht mehr erkennen konnte und er tot war...
Das Ganze war Ielena wie eine Ewigkeit vorgekommen doch eigentlich hatte sich das Alles in wenigen Minuten abgespielt... Sie saß dort, neben der Leiche ihres Vaters und starrte ins Leere, während sie leise vor sich hin summte. Slendys Beschwörung hatte sie mittlerweile aufgelöst. Plötzlich hörte sie dann jemand hinter sich, es war ein weiterer Mann, welcher zischend aufatmete, als er die Leiche erblickte: "Was zum...? Was ist hier passiert? Warst du das?" Ielena fühlte sich in ihrer Ruhe gestört und sie war immer noch nicht ganz bei Sinnen. Schneller als der Mann reagieren konnte, sprang Ielena auf, direkt auf den Mann zu und stach auch auf diesen mit der Glasscherbe ein, welche sie immer noch in der Hand hielt, die war inzwischen rot von ihrem Blut... es dauerte nicht lange, da hatte sie auch den zweiten Mann kurzerhand getötet... Was Ielena nicht wusste: Der zweite Mann war ein Schmuggler, welcher mit ihrem Vater Schmuggelware handeln wollte, also ebenfalls ein Verbrecher, der gesucht war. Beide hatten sich hier in der Gasse verabredet, damit sie sich Treffen und Handeln konnten.
Als Ielena nun beide Leichen betrachtete, wachte sie langsam aus ihrer Trance auf. Sie spürte wie die Glasscheibe in ihre Haut schnitt und warf diese erst einmal davon... dann betrachtete sie entgeistert die beiden Leichen, bei denen sie saß. Sie wusste nicht genau was sie machen sollte... doch dann fiel ihr Sice wieder ein und der Kommunikations-Lacryma... Sie kontaktierte sofort Sice und murmelte in den Lacryma... dabei klang sie ziemlich verwirrt und aufgelöst. "Sice, bitte komm ganz schnell her. Ich weiß nicht genau was passiert ist... aber ich habe dir doch mal von meinem Vater erzählt... ich habe ihn wieder getroffen und er war der Verbrecher den wir gesucht haben. Und ich dachte er sei tot, aber er war nicht tot... und ich glaube... ich habe was Schlimmes gemacht..." Nachdem Ielena das gesagt hatte, beschrieb sie Sice noch in etwa, wo sie sie sich aufhielt...
Der Lärm war den Leuten von der Straße, von der die Seitengasse abzweigte, nicht entgangen. Zumindest einige Schaulustige wurden langsam auf Ielena aufmerksam, trauten sich jedoch nicht näher an das Blutverschmierte Mädchen und die beiden Leichen ran. Sie sammelten sich einfach nur, diskutierten und tuschelten, aus sicherem Abstand. Ielena rührte sich derweil nicht weiter, auch wenn sie in ihrer Hand starke Schmerzen hatte. Sie wartete einfach auf Sice, die wüsste sicherlich, was zu tun war. Sicher... Ielena hatte auch schon andere Menschen getötet und sie hatte hier auch wieder einen Verbrecher getötet. Aber der andere Mann? Über den wusste Ielena gar nichts. Eigentlich sollte ihr Vater ja auch dem Gericht ausgeliefert werden, aber das war jetzt wohl kaum mehr möglich, so tot wie er war.... Ielena blieb einfach sitzen und hoffte einfach darauf, dass Sice sie bald finden würde.

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BeitragThema: Re: Abenteuer in Leaf Town   Fr Nov 25, 2016 4:45 pm

Es war schon hell und nicht mehr allzu früh am Morgen, als Sice das erste mal aufwachte. Wie üblich war das erste, was sie bemerkte, dass sie feste an Ielena gedrückt dalag. Etwas anderes war sie ja auch garnicht mehr gewöhnt, außer von den Nächten, wo sie schwer verletzt irgendwo herum lag. Doch moment, das stimmte nicht ganz. Ielena richtete sich gerade auf und wuselte dann durch das Zimmer. Nun ... sie würde sicher nichts dagegen haben, wenn Sice einfach noch ein paar Minuten ...
Noch bevor sie den Gedanken beendet hatte, war sie wieder weg gedämmert, nur um nicht allzu lange danach dann richtig von Ielena geweckt zu werden. Verblüffend war aber, wie sie dieses mal geweckt wurde. Das typische Summen und so war ja nichts besonders und sorgte dafür, dass sie langsam aus dem Reich der Träume heraus kam. Was sie dann jedoch beinahe schlagartig weckte, waren die Worte, ein Geschenk für sie läge auf dem Tisch. Das war nichts allzu übliches, deshalb öffnete sie nun auch die Augen und schaute Ielena an, ehe sie sich langsam aufsetzte, sich erstmal die locker sitzende Schlafkleidung wieder zurecht rückte - man wusste ja nie ob jemand durchs Fenster hinein schaute oder so - und sich dann erst einmal streckte und gähnte.
Es dauerte danach nicht mehr lange, da saß die Silberhaarige schon am Tisch, wo es ein paar belegte Brote gab und ein schlicht verpacktes Geschenk wartete. Und natürlich drängte Fräulein Ungeduld, auch bekannt als Ielena, sofort dazu, dass Geschenk auszupacken. Und um Ielena glücklich zu machen würde sie das auch tun, doch zumindest ein bisschen musste sie sich auch erstmal zum Frühstück einverleiben, weshalb sie erst einmal ein wenig aß, ehe sie dann irgendwann dazu über ging, mit einem Stück Brot im Mund, das Geschenk auszupacken. Kurz nachdem sie geschluckt hatte, hatte sie dann die gesamte Packung entfernt und sah eine an sich wunderschöne Kugel mit darin tanzenden Flammen.
Sice saß jedoch erst einmal mit geweiteten Augen da und gab ein ganz kurzes, erschrockenes Wimmern von sich. Es war ein Wunder, dass sie die Kugel nicht fallen ließ oder dergleichen. Es war nicht so, dass sie vor den paar Flammen in der Kugel wirklich Angst hatte, aber vollkommen unvorbereitet und noch im Halbschlaf auf wild lodernde Flammen zu treffen, war doch etwas unschön.
Und das erklärte sie auch, als Ielena dann fragte, ob etwas nicht stimmte.
"Du weißt doch, ich hab' ein wenig Angst vor Feuer. Das hier ist zwar nicht so schlimm, aber es war vollkommen unvermittelt, das es mich ein wenig erschrocken hat."
Kurz darauf meinte Ielena dann auch schon, man könne die Kugel ja weg tun, wo Sice sie nicht sehen musste, und entschuldigte sich dafür, doch die Silberhaarige lächelte einfach nur.
"Nein, nein, schon gut. Man kann sowas auch mal vergessen. Aber wir müssen sie nicht verstecken oder so. An sich ist sie ja ganz schön, aber ich kann sie mir halt nur anschauen, wenn ich darauf vorbereitet bin.", gab sie von sich. Dass sie am liebsten die Kugel doch verstecken würde, behielt sie für sich. Sie wollte Ielenas freundliche Geste nicht vollständig ablehnen, deshalb stand sie auf, ging zu ihrem Nachtschrank und legte den Feuer-Orb dort hinein.
"Siehst du, so leicht geht das. Jetzt erschreckt sie nicht mehr, weil ich die Schublade auf machen muss, um daran zu kommen und dazu stört sie uns auch nicht nachts, indem sie uns ins Gesicht leuchtet oder so. Aber wenn ich sie mir anschauen will, ist sie immer griffbereit. Ich kann ja auch nicht ewig Angst haben, vor allem nicht vor so kleinen Flämmchen.", meinte sie ein wenig aufgesetzt fröhlich, doch zumindest ein bisschen gut gelaunt war sie ja weiterhin noch.
Nach diesem ersten, kleinen Schreck am Morgen, war es dann bald soweit, dass sie sich richtig fertig machten und dann einen Auftrag anfangen wollten. Hierbei suchten sie sich eine Verbrecherjagd in einer kleinen Stadt aus und entschieden sich schon bald dafür, dass sie heute mal ausnahmsweise mit dem Zug fahren würden, da Ielena das scheinbar unbedingt wollte. So weit, so gut. Es ging alles recht Ereignislos ab, bis sie dann im Zug saßen, wo Ielena die ganze Zeit herum zappelte, ehe sie schließlich auf ein doch interessantes Thema zu sprechen kam. Drei neue Beschwörungen in einem einzigen Traum ... das war eine Menge ... Sice fragte sich, ob das wieder irgendwelche Dinge waren, die dafür sorgen würden, dass sie am liebsten auf Distanz blieb, oder doch mal wieder etwas eher harmloses wie Haunt und Doom. Irgendwie wirkte es für Sice nämlich so, dass jede neue Beschwörung nur noch abstrakter wurde, als die letzte davor. Auf die Frage, ob das mit den Beschwörungen nicht klasse war, nickte Sice.
"Ich denke schon, ja. Bis auf die ein oder andere Ausnahme kam ich ja letztendlich auch mit jeder deiner Beschwörungen gut klar. Von daher bedeutet das an sich nur, dass wir neue Freunde bekommen, sobald du sie denn rufen kannst.", gab sie mit einem Schmunzeln von sich, ehe Ielena dann noch auf einmal anfing über das Theater zu reden. Als sie damit fertig war, kam dann auch Sice' Antwort recht schnell.
"Eins besuchen wäre kein Problem. Es gibt ein paar gute, die ich kenne. Und es gibt ja auch genug verschiedene Sachen, damit wir irgend etwas finden, was uns beiden gefällt. Ich habe sogar gehört, es würde eine Kabuki-Truppe in Hargeon auftreten, irgendwann in den nächsten Tagen, aber ich bin mir nicht so sicher, ob uns das gefallen würde. Und was das mit unserer Geschichte angeht, ich denke Teile davon würden in der Tat gute Stücke machen. Alles aber nicht, denke ich."
Sie behielt jedoch erst einmal für sich, welche Teile sie genau meinte. Das waren größtenteils keine allzu tollen Geschichten für sie gewesen, aber einem Publikum würde so etwas gefallen. Die Spannung und Aufregung, die dramatischen Wendungen ... Andererseits brachte dieser Gedanke Sice auf eine Idee ... Etwas, was sie schon seit langem mal versuchen wollte, aber jetzt hatte sie endlich mal einen Ansporn dazu.
Nicht lange später meinte Ielena, sie würde sich die Beine vertreten gehen, was Sice nur abnickte.
"Ich warte hier. Aber pass auf, nicht das du noch hinfällst, wenn der zug zu sehr ruckelt oder so."
Und dann war Ielena schon weg, während Sice ein wenig nachdenken konnte. Ein wenig verträumt schaute sie aus dem Fenster und grübelte über all die Ereignisse der letzten Zeit nach. Ja, ihre Idee von eben war doch in der Tat etwas. Sie beschloss, es wirklich mal durch zu ziehen.
Sie würde ein kleines Buch über ihre Ereignisse als Söldner schreiben, vielleicht ein paar kleine Anleitungen dazu, um aufstrebenden Magiern zu helfen oder dergleichen. Das war doch etwas. Sie hatte genug erlebt, um sich erlauben zu können, ein wenig die Lehrerin für diejenigen zu spielen, die noch nicht so viel Erfahrung hatten.
Nicht lange, nachdem sie den Entschluss gefasst hatte, kam Ielena jedoch schon wieder ... angetorkelt ? Moment, warte, was war passiert !?
Genau das erklärte die Beschwörerin dann auch schon. Sie ... war also betrunken ... ?
Sice hätte im Bett bleiben sollen, dieser Tag versprach sehr, sehr unschön zu werden.
Und in der Tat, die nachfolgende Zeit bestand aus Dingen, welche Sice einfach nur hinnahm, damit Ielena vielleicht von selbst lernte, dass man nicht einfach Getränke von Fremden annahm. Oder überhaupt etwas von Fremden ...
Und verdrängt wurde im Nachhinein auch alles, denn Ielena war betrunken wirklich die Definition des Wortes "fremdschämen" ... Es war fast ein wenig peinlich für die Silberhaarige, mit Ielena unterwegs zu sein, weshalb sie auch einen Großteil der Zeit über ein leicht gerötetes Gesicht hatte.
Ein jöher Zusammenprall mit einem Baum und dergleichen schienen sie jedoch wieder ein wenig klarer im Kopf werden zu lassen. Der Beweis dafür, dass Schläge auf den Kopf manchmal helfen konnte.
Als sie jedoch endlich anfingen, für ihren Auftrag zu arbeiten, stellte sich auch das als ernüchternd heraus. Das Phantombild des Verbrechers war schlecht gezeichnet, niemand konnte helfen und das durchsuchen einer ganzen Stadt war anstrengend. Und so kam es, dass sie auch nichts fangen, bis es schon spät war. Zu spät, um noch einen Zug nach Hargeon zu ergattern, wie Sice auffiel, da Leaf Town ja interessanterweise ziemlich früh den Bahnhof schloss ... super ... Zurück fliegen wäre in tiefster Nacht riskant, also würden sie wohl hier übernachten müssen. Eben deshalb suchten sie sich ein Gasthaus, aßen noch zu abend und zogen sich dann auf ein gemeinsames Zimmer zurück, wo Ielena noch ein wenig vor sich hin brabbelte. Das wichtigste war wohl die Tatsache, dass Ielena unbedingt mehr Leuten helfen wollte, wo sie nun auf den Geschmack gekommen war. Es fühlte sich nunmal wirklich gut an, hilfreich zu sein und etwas für diejenigen tun zu können, die etwas nicht alleine schaffen würden. Und eben deshalb war es auch keinerlei Frage, dass sie noch weiter Menschen helfen würden. Bevor Sice mit so etwas aufhörte, musste sie schon zu einem Krüppel werden oder sterben. Ihr Leben bestand an sich darin, Leuten zu helfen, die es nicht selbst konnten. Und daran würde sie nichts ändern. Denn so stark sie auch immer tat, irgendwo war sie doch nichts weiter als ein Mädchen, welches Anerkennung suchte.

Am nächsten Tag sollte die Suche dann weiter gehen. Nach dem üblichen Ablauf des Morgens, wurde also der Plan für den Tag erstellt. Und Ielena hatte sogar einen Gedanken gehabt, der Sice nicht gekommen war. Sie sollten sich aufteilen.
Ein wenig mulmig war der Silberhaarigen bei dem Gedanken doch zumute, aber Ielena war kein Kind, auch wenn sie sich so benahm. Sie würde schon klar kommen. Und Sice war ein wahres Naturtalent, wenn es um Solo-Einsätze ging. Sie hatte lang genug nur allein gearbeitet, da würde sie das heute auch wieder hinbekommen.
Dennoch war es nur widerwillig, dass sie zustimmte. Sie hoffte, dass alles gut werden würde, als die beiden sich dann voneinander trennten, um in unterschiedlichen Teilen der Stadt zu suchen.
Leider verlief die Suche für Sice nicht groß anders, als am gestrigen Tag. Sie tappte im Dunkeln und lief theoretisch im Kreis, da niemand etwas zu wissen schien. Absolut niemand. Das war schon fast etwas verdächtig in einer Kleinstadt, aber auch nur fast. Es gab immerhin noch genug Leute, die sie allein zeitlich ja bisher noch nicht hatte befragen können. Irgendwann würde sie doch sicher auf etwas stoßen.
Und so flog die Zeit dahin, während Sice mühselig nach einem Anhaltspunkt suchte, jedoch keinen einzigen fand. Etwas frustriert hatte sie sich also irgendwann für eine kleine Pause durch Magie auf ein Dach gebracht und beobachtete nun einfach die Umgebung, in der Hoffnung etwas auffälliges zu sehen.
Und dann ertönte plötzlich Ielenas Stimme aus dem Kommunikations-Lacryma, welcher an dem Ohrring baumelte, den die beiden Mädchen sich einst gegenseitig gekauft hatten. Und sie klang gar nicht gut.
Sice blieb fast das Herz stehen, als Ielena mit den Worten anfing, Sice solle ganz schnell her kommen. Was war passiert ?
Mit allen möglichen, rasenden Gedanken war Sice auf einmal hoch in der Luft und schlug mit den Flügeln ihrer gerade beschworenen Rüstung, um noch höher zu kommen und einen guten Überblick zu gewinnen, während sie in Ielenas Areal flog. Und währenddessen erklärte Ielena dann auch, was passiert war. Ihr verdammter Vater hatte also doch noch gelebt ? Und er war ihr Ziel gewesen ? Scheiße ! Scheiße ! Scheiße !!!
Hätte sie das gewusst, dann hätte sie sich alleine um den Auftrag gekümmert und nicht Ielena so einer Prüfung ausgesetzt. VERDAMMT NOCHMAL !!!
Und dann beendete Ielena ihre Erklärung mit den Worten, dass sie glaubte, sie habe etwas schlimmes gemacht ...
Sie erhöhte ihr Tempo auf das absolute Maximum, welches sie erreichen konnte, ehe sie schließlich einen Ort sah, wo scheinbar einige Leute etwas anstarrten. Sie ging in den Sinkflug und sah nach einer kurzen Zeit eine Menge rot ... und mitten in dem ganzen rot hockte eine Person mit langen Haaren, die zu zwei gleichmäßigen Zöpfen frisiert waren.
Es war wohl überflüssig anzumerken, mit was für einem ungeheuren Tempo Sice auf einmal geradewegs Richtung Erde flog. Und dabei sah sie auch, wie nun einige Stadtwachen herbei eilten, alle bewaffnet, wobei einige davon Bögen in der Hand hielten, vermutlich um Ielena im Falle, dass sie sich wehren würde, einfach nieder zu schießen.
Und dann krachte Sice mit derartiger Wucht zwischen den Wachen und Ielena auf den Boden, dass sie auf allen vieren landete und die Pflastersteine unter ihr Risse bekamen und barsten. Die Wachen und Schaulustigen sprangen geradezu ein Stück zurück, allesamt, und blickten auf den geflügelten Rücken des gerade herabgestürzten Schutzengels.
Mit dem Gesicht zu Ielena gewandt zeigte Sice ein schwaches, wehmütiges Lächeln, ehe sie plötzlich die Arme um ihre beste Freundin legte und die Flügel wieder nach oben streckte, um sich in die Lüfte zu erheben. Doch wie zu erwarten brüllten die Wachen augenblicklich, dass Ielena eine Komplizin hatte und die beiden nun fliehen wollten. Einen Augenblick später kam der Befehl, zu schießen.
Ohne Rücksicht auf mögliche Verluste ...
Die Sehnen wurden gespannt, Pfeile flogen, Flügel schlugen mit ungeheurer Kraft und einen Augenblick später waren Ielena und Sice in der Luft, wobei sie genauestens darauf achtete, dass sie Ielena auch so fest hielt, wie überhaupt möglich.
"Keine Sorge, ich hab' dich, alles ist in Ordnung.", kam Sice' beinahe tränenerstickte, jedoch unendlich sanfte und liebevolle Stimme zwischen ihren Lippen hervor. Gleichzeitig damit sickerte ein dünnes Rinnsal aus Blut aus ihrem Mundwinkel.
Sie flog ein gutes Stück über die recht tief hängenden Wolken und brachte die beiden auf eine gute Distanz zu Leaf Town, ehe sie wieder langsam zu Boden flog und schließlich in einem kleinen Waldstück landete, indem sie erst Ielena vorsichtig absetzte und dann selbst auf dem Boden zum hocken kam. Die Flügel behielt sie ausgebreitet, für den Fall doch schnell wieder los zu müssen, ehe sie einige Bandagen aus ihre Pocket Dimension beschwor. Es war immerhin kaum möglich, diesen blutenden Schnitt in Ielenas Hand zu übersehen.
Sie ging also daran, Ielenas Hand nach und nach zu verbinden, während sie selbst immer schwerer atmete und ihr auch langsam aber sicher Schweiß auf die Stirn trat. Als sie endlich fertig damit war, sich um die Verletzung von Ielena zu kümmern, legte sie ihr eine Hand auf den Kopf und streichelte ihr übers Haar. Dabei grinste sie und wischte sich mit einer zitternden Hand das Blut von Mund und Kinn ab.
"Da, alles erstmal wieder gut. Wir reden nachher darüber was passiert ist, ja ? Und egal, was es auch ist, ich bin dir nicht böse oder so, sorg dich darum nicht."
Dann sackte Sice nun endlich ein wenig kraftlos nach vorne und hustete schmerzerfüllt.
"Alles ... in Ordnung ... ich brauche nur ein ... ein bisschen Ruhe ...", gab sie noch ein wenig stockend und schwach von sich, dann kippte sie vollständig nach vorne und schlug auf den Boden auf. Und nun endlich konnte Ielena auch an den noch immer ausgebreiteten Flügeln vorbei sehen ... und damit das gute dutzend Pfeile, welches aus Sice' Rücken ragte, erstmals erblicken.

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BeitragThema: Re: Abenteuer in Leaf Town   So Jan 01, 2017 2:20 pm

Die Leute um sie herum interessierten Ielena überhaupt nicht, sie saß nur da und starrte auf einen Punkt, den sie gar nicht ansah, viel mehr durch ihn hindurch sah. Es war als wäre sie wie in der Zeit erstarrt und könnte nicht mehr handeln. Sie atmete auch nur flach und zitterte ein wenig, obwohl ihr gar nicht kalt war... nur in ihrem Inneren, da war ihr kalt...
Kurz darauf passierte dann doch etwas, aber es ging alles so schnell, erst realisierte Ielena gar nicht, dass Sice sie gefunden hatte, sie merkte nur, wie sie sich bewegte, ohne sich selbst zu bewegen... als wäre sie im Moment gar nicht in der realen Welt. Sie hörte Sice' Stimme, als diese meinte, alles sei in Ordnung, wie in weiter Ferne. Doch das Warme, was Ielena fühlte, daran hielt sie sich fest, es gab ihr halt... irgendwie.
Irgendwann landeten sie dann auf dem Boden und ein wenig bekam Ielena sogar davon mit, wie Sice sich um sie kümmerte und ihre spärlichen Wunden versorgte... so schlimm verletzt war Ielena doch gar nicht, oder? Schmerz spürte sie jedenfalls nicht, da sie immer noch wie betäubt war. Sice sprach auch mit ihr, wie durch Watte und irgendwie hatte Ielena das Gefühl, dass sie daraufhin nicken sollte, also nickte sie, auch wenn sie die Worte nicht ganz verstanden hatte...
Erst als Sice dann nach vorne kippte, handelte Ielena wieder. Sie zuckte zusammen, konnte aber immer noch nicht ganz reagieren... Jedoch beschwor sie Doom und irgendwie schaffte sie es, Sice auf seinem Rücken zu platzieren. Sie wusste nicht wie lange es gedauert hatte und sie wusste auch nicht wie sie es geschafft hatte, aber irgendwie hatte sie Sice in das Krankenhaus von Hargeon Town geschafft... wo man sich um ihre Freundin kümmerte... irgendwie kannten die Ärzte dort Sice auch schon und nun wachte Ielena am Bett der versorgten Sice und sah diese an... ob sie wohl bald aufwachte? Wieder hatte sich Sice nur wegen ihr verletzt, weil sie dumm gewesen war... Sie ballte die Fäuste zusammen, sodass sie die Wunde in ihrer Handinnenfläche spürte, wo sie die Glasscherbe gehalten hatte...

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BeitragThema: Re: Abenteuer in Leaf Town   Mi Mai 03, 2017 11:37 am

Als sice nach ihrer Ohnmacht wieder aufwachte, fühlte sie, dass sie auf etwas weichem lag. Und zugedeckt war sie auch.
Schwach öffnete sie die Augen und blickte sich erst einmal um, woraufhin sie Ielena am Bett sitzen sah. Ein leises "Hey ...", drang aus dem Mund der Silberhaarigen.
Scheinbar war sie in einem Krankenhaus. Und sie deutete den Druck um ihren gesamten Oberkörper so, dass man ihr enge Verbände angelegt hatte. Und in der Tat war das der Fall, auch wenn man wenigstens so nett gewesen war, ihr einen weites Hemd darüber zu ziehen, damit sie hier abgesehen von den Bandagen nicht oben herum nackt herum lag. Aber auch ohne hätte das keinen großen Unterschied gemacht, vermutete sie. Sie brauchte nicht hinschauen um zu wissen, dass sie oben rum vollständig verbunden war. Sie erinnerte sich genau, wo sie die Pfeile gespürt hatte.
In der Tat war es ein Wunder, dass keines der Geschosse einen ihrer vitalen Punkte getroffen hatte. Sie hatte doch immer wieder Glück im Unglück.
Doch Blut verloren hatte sie sicher eine ganze Menge. Das spürte sie alleine daran, wie schwach sie war.
Doch für sie gab es etwas viel wichtigeres, als ihren Zustand.
"Bei dir alles okay ?", war also die Frage, die sie an die Beschwörerin stellte. Es war ihr wichtiger als alles andere im Moment, zu wissen, ob es ihrer besten Freundin gut ging. Sie hatte diese Wunden auf sich genommen um sie zu beschützen. Und sie würde es wieder tun, solange nur Ielena nichts geschah. Eine Tatsache, die man ihr sehr gut ansehen konnte, da ihr Blick wirklich besorgt auf der Beschwörerin ruhte und alles an ihr genauestens musterte.

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BeitragThema: Re: Abenteuer in Leaf Town   So Jun 25, 2017 4:00 am

Als Sice die Augen endlich wieder aufschlug fiel Ielena ein Stein vom Herzen. Schwach klang sie immer noch, als sie ein leises Wort von sich gab, welches wie 'hey' klang. "Ja bei mir ist alles in Ordnung", sagte Ielena mit erstickter Stimme, als Sice sich bei ihr erkundigte, ob bei ihr denn alles okay war.
Plötzlich brach Ielena in Tränen aus, große kullernde Tränen rannen ihr über die Wangen, während sie die bandagierte und geschwächte Sice im Krankenhausbett ansah. "Wieder einmal bist du schwer verletzt und wie immer bin ich daran Schuld... es ist viel wichtiger, dass bei dir alles okay ist, nicht bei mir, verstanden?", sagte sie und wurde durch ihre Emotionen getrieben ziemlich laut beim Sprechen. "Würdest du nicht immer versuchen mich zu retten, wärst du bestimmt nicht so oft schwer verletzt", meinte sie weiter und es klang fast wie eine Beschwerde, eine Beschwerde an ihrer Person. "Ich sollte auf mich selbst aufpassen können inzwischen, ich bin schon groß und stark...", verfiel sie nun in kindliches Jammern, während sie sich auch langsam wieder beruhigte und die Tränen weg wischte. Zum Glück gab es auf diesem Krankenhauszimmer eine Box mit Kosmetiktüchtern, die sich optimal als Taschentücher verwenden ließen. So wischte sich Ielena damit Gesicht und vor allem die Augen ab, danach schnaubte sie ihre Nase aus. Mit geröteten Augen sah sie nun Sice an und wartete auf eine Reaktion.

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BeitragThema: Re: Abenteuer in Leaf Town   Di Jul 11, 2017 10:29 am

Sice lächelte, als Ielena von sich gab, dass alles bei ihr in Ordnung war. Augenblicklich war jeglicher Zweifel von ihr abgefallen, dass sie alles richtig gemacht hatte. Sie erinnerte sich an die Wunden an Ielenas Händen, was ihr einen leichten Stich versetzte, doch solange insgesamt alles okay war, gab es es kein Bedauern über das Geschehene in Sice.
Auch als Ielena anfing zu weinen und ihr Herz auszuschütten, hörte Sice demnach keine Sekunde auf zu lächeln.
Als Ielena sich nach einer Weile wieder soweit beruhigt hatte, antwortete Sice dann auch darauf, ob sie verstanden hatte, dass viel wichtiger war, dass bei ihr selbst alles in Ordnung war.
"Nein, nicht verstanden.", gab sie leise zurück. Und trotz der Gedanken, die ihr kamen, hörte sie nicht auf zu lächeln.
"Du weißt genau, was damals passiert ist. Denkst du wirklich ich könnte einfach dabei stehen und zuschauen, wie dir etwas passiert, wenn ich irgendwie etwas dagegen machen könnte ?"
Sie stockte ein wenig, bevor ihr nun doch ein paar Tränen über das Gesicht liefen.
"Mein Leben ist wertlos, wenn ich nicht Darius' Andenken würdige. Meine Zeit auf dieser Welt ist ein Geschenk von ihm. Wie könnte ich dieses Geschenk also besser würdigen, als ebenfalls bereit zu sein, alles zu geben, um die Leute, die ich liebe, zu beschützen ? Es ist also ganz egal, ob du auf dich selbst aufpassen kannst, oder nicht. Wenn es sein muss, werde ich immer bereit stehen, um mich für dich jedem Gegner und jedem Angriff entgegen zu stellen."
Sie bekam nun wirklich ein kurzes, schwaches Kichern heraus, trotz der eher düsteren Stimmung und ihrem Zustand.
"Inzwischen solltest du dich daran gewöhnt haben, dass ich auf dich aufpasse, als wäre ich deine große Schwester. Denk zurück an den Kampf damals mit diesem seltsamen Geschöpf der Finsternis in der Höhle. Schon damals bin ich für dich in die Bresche gesprungen und das tue ich bis heute. Und ich werde es auch immer tun."
Und diese Worte meinte Sice auch so. Komme, was da wolle, sie würde niemals aufhören, auf Ielena aufzupassen. Sie würde niemals aufhören, sich um die Beschwörerin zu kümmern. Sie hatte sie inzwischen viel zu sehr in ihr Herz geschlossen, um auch nur die winzigste Bedrohung an sie heran zu lassen. Nicht solange sie atmete.

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BeitragThema: Re: Abenteuer in Leaf Town   Do Jul 13, 2017 11:49 pm

Ielena konnte nicht wirklich verstehen, warum Sice lächelte, zumindest nicht zu Anfang. Sice lag einfach da und lächelt und lächelte... sie sprach leise und wirkte schwach und sie widersprach Ielena. Sie unterbrach Sice nicht, als sie ihr Handeln erklärte. Sie wollte nicht hilflos dabei stehen, wenn Ielena etwas geschah, weil sie das Andenken an Darius ehren wollte und nicht mit Füßen treten. Sie war Ielenas große Schwester, zumindest wirkte es immer so und egal was geschah und auch aus welchem Grunde... sie würde immer für Ielena in die Bresche springen und sie retten. "Ja, aber du solltest auch ein wenig auf dich aufpassen... ich hab kaum was abbekommen und du musstest wieder in ein Krankenhaus. Ich kann und will dich nicht verlieren, du willst doch sicher nicht mich alleine zurück lassen, oder? Und ich habe immer Angst, dass du mir weg stirbst, bei all den Sachen die du abbekommst und das wegen mir... ich mag das nicht", jammerte Ielena, doch wieder etwas ruhiger als vorher. "Ich will dich einfach nur nicht verlieren, so wie du mich nicht... deswegen wirst du damit Leben müssen, wenn ich in Zukunft auch für dich vor Waffen springe...", meinte Ielena nun etwas patzig. "Und hast du verstanden was da eigentlich los war, wo du mich gerettet hast...?", meinte Ielena nun mit belegter Stimme, denn sie wollte auch Sice daran Teil haben, "sicher wäre es besser gewesen, wenn wir uns nicht getrennt hätten, dann wäre es bestimmt besser aus gegangen..."

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