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 Toumas Yacht

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Touma Mayuzumi
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BeitragThema: Toumas Yacht   So Apr 02, 2017 9:16 pm

Touma Mayuzumis privates Schiff, mit welchem er nach Fiore gereist ist. Es stellt auf höchst beeindruckende Weise den Besitzer dar, welcher es sich natürlich nicht nehmen lassen konnte, seinen Erfolg zu signalisieren.
Das Schiff ist groß genug um eine Mannschaft von fast zweihundert Personen zu beherbergen ohne in irgend einer Weise beengt zu wirken. Im Gegenteil, es gibt sogar noch einige im normalfall unbewohnte Gästezimmer, mehrere große Speisesäle, ein paar Hobbyräume und an sich alles, was man je benötigen könnte.
Zudem ist das Schiff selbst sehr stark an Touma angepasst. Es ist vollständig aus tiefschwarzem Ebenholz gefertigt, mit vielen goldenen und silbernen Verzierungen an allen möglichen Stellen des Schiffs. Jegliche Metalle sind auf hochglanz poliert und ein recht ansehlicher Teil des Schiffs ist mit Bannern behangen, welche entweder seinen Namen in silberner Schrift, oder sein Wappen darauf tragen. Selbst die Segel sind nicht normal gefärbt sondern in einem kräftigen violett gehalten. Zudem befinden sich sowohl auf, als auch unter Deck immer wieder ebenso violette Teppiche.
Toumas eigene, kleine Residenz befindet sich genau in der Mitte des Schiffs, direkt unter Deck, und ist eher eine kleine Wohnung als eine einzelne Kajüte, welche, wie ein Großteil des restlichen Schiffes auch, beinahe ausschließlich in kräftigem violett gehalten ist.
Trotz der doch eher düsteren Erscheinung wirkt das Schiff jedoch anhand heller, weiß leuchtender Lacryma-Lampen äußerst einladend und angenehm.

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   So Apr 02, 2017 9:42 pm

CF: Quest

"Ja, wenn ich ehrlich bin, dann bin ich ziemlich nervös", gab Marisa offen hinzu, "aber ist das denn so ungewöhnlich?" Sie hatte ja auch noch keinen Plan davon, was genau auf sie zukommen würde. Sie flogen und Touma hatte die Führung übernommen. Er mit seinen schönen, schwarzen Federflügeln und sie flog mit ihren Fledermausflügeln, die sie sich wachsen lassen konnte.
Es verschlug ihr dann den Atem, als sie sich der riesigen Yacht näherten, die äußerlich ziemlich eindeutig zeigte, dass sie Touma gehörte. Sie hatte ja geahnt, dass er als Berühmtheit, viel Geld hatte, allerdings hatte sie nicht geahnt, dass es so viel Geld war... Sie sah mit offenen Mund und staunendem Blick die Yacht an, während sie darauf zu flogen.
Ein wenig unsicher landete sie dann auch wenig später auf dem Schiff und bekam weiterhin kaum den Mund zu, während sie sich staunend in dem ganzen Prunk umsah. Touma mochte es wohl auch im Luxus zu Leben... für Marisa war dies wie eine fremde Welt, schließlich hatte sie nie viel gehabt und hatte sogar einen Teil ihres Lebens auf der Straße verbracht. Sie hatte es immer nur einfach und normal gekannt...

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   So Apr 02, 2017 10:05 pm

"Nein, ungewöhnlich ist es nicht. Du wirkst jedoch nicht sonderlich nervös, sollte ich vielleicht anmerken.", gab Touma nach Marisas Worten an sie zurück.
Nicht allzu viel später landeten sie schließlich an Deck seines Schiffes, wo er seine großen, düsteren Schwingen verschwinden ließ. Locker strich er sich die Haare zurück und blickte dann zu seiner, schon seit einer Weile staunenden, Begleiterin.
Kaum waren sie nun gelandet, wurde Touma auch schon von einem lauten Krächzen angekündigt, als eine gewisse Krähe, welche heute einen Ruhetag gegönnt bekommen hatte und nun auf dem Steuer des Schiffes saß, ihn bemerkte und natürlich erst einmal seine Angestellten auf den Plan rief.
Sofort stürmten ein paar Frauen herbei, die erst einmal seine Kleidung in Augenschein nahmen, ehe man ihm auch schon seine Jacke abnahm, die er locker auszog. Als man scheinbar keinen Schmutz an seiner Kleidung fand, außer wie es schien an der Jacke, machte man ihm Platz und ein Mann zog eine Tür auf, durch welche sie ins Innere des Schiffes kamen, genauer gesagt durch eine Treppe unter Deck.
Touma gab ein paar schnelle Anweisungen, größtenteils recht leise, woraufhin die meisten der Angestellten davon eilten um seinen Wünschen zu entsprechen.
Nun oben herum nur noch mit halb offenem Hemd dastehend beduetete er nun Marisa, dass sie ihm folgen sollte. So ging es die Treppe hinunter, durch einen kurzen Korridor und bis vor eine Tür, welche reich verziert war.
"Die kleine Unterbrechung tut mir leid, aber das ist hier immer so. Vor allem die Damen nehmen ihren Job sehr ernst und lassen nicht das geringste Krümelchen Dreck an meiner Kleidung oder mir zu. Nun ja, ich habe meine Stylisten rufen lassen, die Köche angewiesen etwas kleines, leichtes zu Essen zu zaubern und auch meine persönlichen Schneider beauftragt, gleich her zu kommen, deine Maße zu nehmen und dir etwas zurecht zu machen. Bei ihrem Tempo dürften sie fertig sein, bevor du neu frisiert bist. Wir haben also ein paar Minuten um uns auszuruhen, bevor für dich ein recht langer Abend beginnen dürfte."
Nach diesen Worten stieß er die Tür auf, vor welcher sie standen, und verbeugte sich, um Marisa zuerst hinein zu lassen. Er folgte allerdings auf dem Fuße, es waren ja immerhin auch seine Räumlichkeiten.
Ohne große Umschweife marschierte er auf einen äußerst bequem wirkenden Sessel zu und ließ sich in diesen hinein sinken, seitlich, mit einem Bein über eine Armlehne hängend. Er bedeutete Marisa, dass sie sich setzen konnte, wo sie es wollte. Es gab Stühle, weitere Sessel und sogar eine große Couch. Und selbst die Stühle sahen mehr als nur einladend und bequem aus.
"Nimm Platz wo immer du willst. Wenn du Durst hast, neben der Tür ist eine kleine Bar, sowohl mit Alkohol, als auch mit normalen Getränken, da kannst du dich bedienen an was auch immer du möchtest. Fühl dich auf jeden Fall wie zuhause, meine Liebe. Entspannung ist der erste Schritt, damit du bald äußerlich wie ein anderer Mensch bist. Und vermutlich auch ein wichtiger Schritt, um deine Paranoia los zu werden."

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   So Apr 02, 2017 10:28 pm

"Das ich aktuell nicht nervös wirke liegt wohl daran, dass ich ab und zu dazu neige unterbewusst meine Emotionen zu verstecken. Oft in Situationen, wo es zur reinen Abwehr dient. Vielleicht war die letzte Quest einfach so nervenaufreibend, dass man es mir jetzt gar nicht mehr ansieht. Dann handel ich mehr aus dem Verstand heraus", versuchte Marisa sich zu erklären. Das stimmte aber wohl. Nach aussen hin wirkte sie vermutlich recht ruhig, innerlich wollte Marisa sich aber am liebsten verbuddeln, vor allem da sie sich ohne die Augenklappe so nackt fühlte.
Marisa blieb dann ziemlich ruhig und recht stocksteif, als die ganzen Angestellten von Touma angewuselt kamen und dann seine Jacke entführten. Sie bemerkte auch aufmerksam, wie Touma seinen Angestellten etwas zuflüsterte und dann folgte sie Touma schweigend zu der Tür, weil er ihr es angedeutet hatte.
Dann sprach er wieder zu ihr und erklärte, dass seine Stylisten wohl bald eintreffen würde, ebenso wie seine Schneider, während seine Köche schon angefangen hatten etwas zuzubereiten. Marisa nickte schüchtern, da sie verstanden hatte. Dann nickte sie, immer noch recht steif, erneut, als er ihr einen Platz anbot und sie suchte sich einen der Stühle aus. Dort seufzte sie erst einmal, atmete tief durch und versuchte sich zu entspannen. Inzwischen konnte man ihr wohl deutlich ansehen, dass sie nervös wie sonst was war. Aber das lag nicht nur an dem auf sie zukommenden Umstyling, sondern sie war einfach viel zu beeindruckt von dieser fremden Welt des Luxus, in der sie sich nun wiederfand. Alles war so befremdlich für sie, sodass es ihr schwer fiel sich zu entspannen, geschweige denn sich wie zu Hause zu fühlen. Marisa lächelte schüchtern Touma zu, als sie nun ihr Schweigen endlich brach und ein paar leise Worte sprechen konnte: "Ich hoffe doch, dass ich auch ein wenig ohne meine Paranoia leben kann, in Zukunft."

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   So Apr 02, 2017 10:55 pm

Marisas Erklärung war angekommen und nickend aufgenommen worden. In der Tat ein Verhalten, welches recht selten war. Die meisten hatten diese 'Zustände' eher anders herum. Auch wenn er es nicht zeigte, sie beeindruckte ihn doch hin und wieder, zumindest ein bisschen. Bei einem kritischen Menschen wie ihm, der gerne die Fehler von den Leuten hervor hob, um sie dazu zu bewegen, diese zu überdenken oder sofort zu ändern, war das durchaus keine leichte Sache.
Auf seinem Schiff war sie dann jedoch spürbar nervöser. Und ganz schön angespannt, selbst als er sagte, dass sie sich entspannen sollte. In der Tat saß sie ziemlich verklemmt da und wirkte eher wie vor einer lebenswichtigen Gerichtsverhandlung als vor einem zwar unruhigen, doch an sich nicht allzu unangenehmen Abend.
Als sie dann auch noch anfing zu sprechen und dabei so leise war, dass sie fast ein wenig ängstlich wirkte, seufzte er kurz, ehe er sich wieder von seinem Sessel aufrichtete.
"Ich sagte entspannen, nicht verspannen. Noch ein wenig mehr und du bist steif genug um dich als Planke an diesem schwarz-violetten Schätzchen hier zu verwenden.", gab er locker von sich, ehe er zu ihr herüber ging und jetzt einfach alles selbst in die Hand nahm.
"Du lässt es dir jetzt gut gehen. Wenn du nachher immernoch so verspannt bist, wirst du noch bevor deine Maße genommen sind vor Schmerzen im Nacken oder so wimmern.", tadelte er mit sanfter Stimme, ehe er sich plötzlich vor ihr auf ein Knie herunter ließ und ihr doch tatsächlich die Schuhe auszog. Er glaubte selbst kaum, dass er das hier gerade machte, obwohl er so etwas sonst nur tat, wenn danach gewisse Dinge passierten. Aber wenn sie sich richtig entspannen sollte, dann musste er halt auch seinen Teil dafür tun, vermutete er. Und da sie heute noch eine ganze Weile ziemlich still stehen und sitzen musste, würde sie die Entspannung bitter nötig haben, das hatte er nicht nur so daher gesagt.
Nachdem er also diese Tätigkeit vollzogen hatte, stand er wieder auf, marschierte kurzerhand um sie herum, so dass er hinter ihr stand, und legte ihr sanft die Hände auf die Schultern, ehe er behutsam anfing, eben diese zu massieren. Dabei redete er beruhigend auf sie ein.
"Denk dir einfach nur, dass du nichts zu befürchten hast. Kontaktlinsen kann man - und sollte man auch hin und wieder - heraus nehmen, deine alte Kleidung wird nicht weg geworfen, du kannst deine Haare einfach wieder in den normalzustand bringen und wenn du ein einziges Wort sagst, kann ich dir auch die Augenklappe wiedergeben. Wenn nicht alles funktioniert und du irgend einen Grund zur Annahme hast, dass die Änderung dir nicht gut tut, kannst du sie jederzeit rückgängig machen. Tief im Inneren bleibst du noch immer du selbst und du musst dich nicht für jemand anders ändern, sondern nur wenn du selbst es willst."
Nach diesen Sätzen fuhren seine Hände dann ihren Hals herauf und an ihren Hinterkopf, welchen er ebenfalls sanft massierte um sie weiter zu entspannen. Man merkte, dass er Ahnung vom menschlichen Körper hatte, so wie es sich für einen Beinahe-Arzt gehörte. Und seine Worte sprachen auch dafür, dass er seine angefangene Psychologie-Ausbildung ernst genommen hatte.
"Und sicher bist du hier auch. Alle Leute hier sind meine angestellten, die ich aus Bellum kenne. Ich habe von jedem von ihnen sämtliche Informationen vorliegen, niemand ist eine Gefahr. Und ich bin für den Notfall auch noch hier. Ich weiß zwar nicht, ob ich groß mit meinem Können prahlen darf, aber schnell genug um eine einzige Person davon abzuhalten, dir etwas anzutun, bin ich allemal. Vor allem da so gut wie niemand auf diesem Schiff Magie beherrscht. Und du brauchst dir auch keine Sorgen machen, dass dich hier irgend jemand beim Styling anfasst, wo es sich nicht gehört oder dergleichen, da ich nur die Damen meiner Angestellten für dich her gerufen habe. Und wenn du einen Wunsch hast, dann kannst du den auch einfach mitteilen, ich gebe mein bestes um ihn zu erfüllen, egal was es ist. Wie du also sicher verstehst, es gibt hier absolut keinen Grund, warum du dich nicht vollends entspannen und gehen lassen solltest."

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   So Apr 02, 2017 11:38 pm

Marisa musste doch schmunzeln, als Touma nun den Scherz machte, dass man sie bald als Planke verwenden konnte. Das sie ziemlich angespannt war, konnte man ihr jetzt wohl sehr gut ansehen. Er erhob sich von seinem Platz und jetzt tat es Marisa fast leid, dass er sich wegen ihr nun aus einer bequem aussehenden Haltung bewegt hatte. Sie quietschte kurz darauf verlegen auf, als er dann anfing ihre Schuhe auszuziehen... das sollte er wirklich nicht machen müssen. Ihr fuhr eine Hand an den Mund, um das Quietschen zu unterdrücken. Shclißelich hatte sie sich doch ein wenig erschrocken. "Tut mir leid...", meinte sie dann aufgeregt, als er plötzlich anfing ihren Hals, ihren Nacken, ihren Kopf und ihre Schultern zu massieren. Es tat ziemlich gut was er da machte und deswegen gab sie kurz darauf schon ein wohliges Stöhnen von sich und ließ etwas entspannter ihre Schultern hängen. Seine Hände wirkten geübt... Doch mit seiner Vermutung lang er ein wenig falsch. Er dachte vermutlich, dass sie wegen ihrer Veränderung so extrem nervös war, doch die Nervosität rührte woanders her. Schließlich fing er davon an, dass man zur Not die ganze Stylingsache auch wieder rückgängig machen konnte, wenn es ihr nicht zusagte. Sie schüttelte leicht mit dem Kopf, damit sie Touma nicht beim Massieren störte. Dann gab Marisa zu: "Ich freue mich weiterhin auf das Umstyling und daher rührt meine Nervosität nicht...", fing sie an zu sprechen, "das Problem ist eher das alles hier. Dieser Prunk, dieser Luxus, ich fühle mich wie in einer fremden Welt, ich bin so etwas einfach nicht gewohnt... viel mehr doch das genaue Gegenteil. Früher hab ich manchmal tagelang nichts zu Essen gehabt, als ich noch auf der Straße lebte, verfolgt von dieser Sekte... oder ich hab mich von Abfällen ernährt, um überhaupt etwas zu haben." Jetzt fühlte sie sich etwas erleichtert, als sie dies gesagt hatte... ein wenig entspannter war sie nun auch. Ein wohliger Schauer machte sich auf ihrem Rücken breit, Touma war wirklich geschickt darin. Sie seufzte entspannt und sie hoffte, dass Toumas Angestellten wirklich schweigen würden. "Im Moment habe ich keine Wünsche. Ich bin recht genügsam in meinem Leben geworden. Eigentlich habe ich nie Ansprüche an andere Leute, nur an mich selbst... Deswegen habe ich auch den Anspruch an mich, dass ganze hier durch zu ziehen und an mir hart zu arbeiten, damit es ein Erfolg wird", sagte Marisa nun wieder mit fester Stimme... kurz darauf fiel ihr etwas ein.
Es erschien ein großer Bildschirm mitten im Raum und dort erschienen alle Informationen drauf, die Marisa bereits über diese Sekte heraus gefunden hatte, welche sie verfolgte. "Hier, dies wolltest du doch nach lesen, jegliche Infos übersichtlich auf einem Bildschirm. Er ist recht eindeutig gestaltet, sodass man auch erkennen sollte, wo man welche Info nachlesen kann", meinte Marisa und zeigte auf den Bildschirm kurzerhand. Sie hatte auch Bilder dem Archiv beigefügt, so gut dies möglich war.

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Mo Apr 03, 2017 12:06 am

Touma war in der Tat ein wenig verblüfft, als er doch ausnahmsweise mal falsch mit seinen Vermutungen lag. Das geschah nicht sehr oft ... Marisa war in der Tat etwas besonderes.
Nach ihrer Erläuterung, woran es lag, dass sie so nervös war, murrte er nachdenklich.
"So ist das also ... das tut mir leid zu hören."
Und wirklich, es tat ihm leid. Er hatte schon immer Mitgefühl für die empfunden, die ein schweres Leben in solchen Dingen hatten. Eben deshalb verschenkte er ja auch häufig Tickets zu seinen Konzerten oder trat kostenlos irgendwo auf. Er wusste, wenn er einfach Geld spendete, würde dieses mit hoher Wahrscheinlichkeit an die falschen Personen gehen, während die, die es brauchten, es nicht bekamen. Mit seinen Auftritten bereitete er ihnen jedoch meist Freude und unvergessliche Erlebnisse. Ein kleiner Funken der Fröhlichkeit in einem sonst eher bedrückenden Leben.
Und die, die Geld hatten, waren in den meisten Fällen die Leute, die es nicht verdient hatten. Rücksichtslose Geschäftsmänner, Adelige die es aufgrund ihres Geburtsrechts und ohne einen Funken Arbeit erhalten hatten oder sogar Kriminelle, die andere dem bisschen beraubten, was sie hatten.
Als Marisa dann sagte, sie habe meist eigentlich nur Ansprüche an sich selbst, nie an andere, runzelte er die Stirn. Er wartete jedoch ab, bis sie dann auch kurz darauf den Bildschirm herauf beschwor, auf welchem die Informationen zu dieser Sekte standen. Toumas Augen weiteten sich ein Stück, als sein Blick zuerst darauf fiel, was für Uniformen sie trugen. Zuerst reagierte er jedoch auf das vorherige Thema, wobei er allerdings nicht aufhörte, weiter für Marisas Entspannung zu arbeiten.
"Vielleicht ist es gerade diese Tatsache, die dich auch ein wenig anspannt: du stellst zu hohe Ansprüche an dich selbst. Sieh dir an, wie weit ich es gebracht habe. Und dann sieh dir an, wie ich lebe. Ich genieße das Leben in vollen Zügen. Ich mache meine Arbeit, weil sie mir Spaß macht. Ich arbeite nicht um der beste zu sein, sondern einfach nur, damit es mir und anderen gefällt. Und eben dadurch bin ich zu einem der besten geworden. Wer das Leben nimmt, wie es ist, wer die kleinen Dinge genießt und dennoch an seinen Idealen, Zielen und Wünschen festhält, der hat das Leben gemeistert. Harte Arbeit ist zwar ein Schlüssel zum Erfolg, doch wenn es dir keine Freude bereitet, dann solltest du an etwas anderem arbeiten. Was ich damit sagen will: gib nicht so viel darauf, was du von dir selbst erwartest und gib absolut garnichts darauf, was andere von dir erwarten. Das Leben ist düster genug, da muss man jeden Augenblick auskosten, wo man auch nur den winzigsten Lichtschimmer sieht. Und ... stell auch ruhig mal Anforderungen an andere. Ich werde in der nächsten Zeit ein Lehrer für dich sein. Und deine erste Aufgabe wird es sein, hohe Anforderungen an mich zu stellen und mir zu sagen, wenn du dich fühlst, als würdest du keine Fortschritte machen. Und bevor du jetzt sagst, dass ich mir widerspreche, da ich ja meinte, man solle die Erwartungen anderer an einen selbst ignorieren: solange es mir eine Freude bereitet, ist doch alles in Ordnung, dann hat es einen Sinn dafür zu arbeiten. Wie du merkst geht alles irgendwo Hand in Hand ... und diesen Punkt, wo alles perfekt ausbalanciert ist, musst du erreichen. Dann wirst du merken, dass die Welt auf einmal ein gutes Stück freundlicher wirkt."
Nach seiner langen und komplizierten, aber doch ziemlich aufschlussreichen Erläuterung, war es nun jedoch an der Zeit eine einzige, weitere Information an Marisa weiter zu geben. Eine, die äußerst bedeutsam für sie sein dürfte.
"Und was die Sekte betrifft ... ich habe reichlich Personen mit dieser Kleidung hier im Hafen gesehen. Zwar ein gutes Stück weiter südlich, aber ich denke, das wäre ein guter, erster Anhaltspunkt für mich, um nach ein paar Informationen zu suchen. Zu dem Rest der Daten dort mache ich mir ein paar wichtige Stichpunkte um nichts zu vergessen und dann gebe ich alles an ein paar Leute weiter, die uns helfen. Wenn ich Glück habe, dann wissen wir schon in ein paar Tagen mehr. Und dann organisiere ich einen kleinen Präventivschlag gegen diese Hunde, mal sehen wie es ihnen gefällt, wenn sie selbst in die Enge getrieben und bis zum letzten niedergemacht werden. Feuer mit Feuer, wie man so schön sagt."

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Di Apr 04, 2017 1:11 am

"Ich empfand es aber nie als schlecht, hohe Ansprüche an mich selbst zu stellen", widersprach Marisa nun, "sie haben mir immer den Ansporn gegeben weiter zu machen und hart an mir zu arbeiten, dadurch bin ich nur so weit gekommen und habe so lange überlebt...", meinte sie nachdenklich. "Ich mache das was ich mache ja auch mit Freude und weil ich Spaß daran habe. Ich würde mich manchmal sogar als Informationsjunkie bezeichnen, so verrückt bin ich nach Wissen. Und viel zu genießen gab es nie, doch was ich wirklich genieße an meinem Leben, dass sind die Tierformen. Ich genieße es wirklich ein Tier zu sein und würde es gegen keine Magie tauschen, dass ist nicht nur wegen dem Tarnen so", erwiderte Marisa nun fröhlich. Sie strich sich einige Haare hinter ein Ohr und lächelte dann vor sich hin. "Oh, keine Sorge, an meine Lehrer habe ich schon immer hohe Ansprüche gestellt, denn ich will ja auch etwas davon haben. Und danke für die netten Tipps", meinte Marisa und ein Kribbeln ging durch ihren Körper, als sie über ihre nächsten Worte nach dachte... "es tut wirklich gut, dass ich mich mal jemanden wirklich so viel öffnen kann, dass habe ich bisher noch nie gemacht... und allein darüber zu reden gibt mir das Gefühl, dass ich an mir arbeiten kann und es auch schaffe." Sie nickte und ihre Stimme klang dabei sehr entschlossen, als sie sprach. Klar hatte Marisa immer noch Geheimnisse vor Touma, vor allem ihr Wohlbehaltenes. Jedoch fühlte sich wirklich wohl dabei, sich mal alles von der Seele reden zu können, was ihr so einfiel und das sah man ihr auch wirklich an.
"Du kannst dich gerne an dieser Datenmenge bedienen und gut das ich den komischen Leuten nicht über den Weg gelaufen bin, sondern du... wobei sie mich vor einigen Tagen bereits einmal gefunden hatten. Doch die entsprechenden Sektenmitglieder sind dank einer sehr tollen Frau gestorben, ich weiss ja nicht ob dir Sice Williams was sagt, ich konnte über sie in Erfahrung bringen, dass sie oft mit einer Beschwörerin namens Ielena unterwegs ist, nur eben zu dieser Zeit nicht. Ich bin sehr gespannt wie die Sekte reagieren wird, bisher habe ich bei ihren Reaktionen kein Muster erkannt... es wirkte sehr willkürlich auf mich", erzählte Marisa noch einige Fakten, die ihr zu Toumas Worten einfielen. Kurz darauf klopfte es an die Tür...

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Di Apr 04, 2017 1:50 am

Touma hörte auch Marisas Ausführungen aufmerksam zu, so wie sie den seinen. Sie sagte jedoch etwas ganz bestimmtes, was ihm eindeutig machte, dass er richtig gelegen hatte. Und das würde er ihr auch erklären, sobald sie ausgesprochen hatte.
Dann horchte er jedoch ein wenig mehr auf als man es meinen sollte, als die Worte "Sice Williams" fielen. Sein Gedächtnis rief ihm natürlich sofort ein gewisses Gespräch von vor ein paar Tagen in den Sinn. Und dann fiel auch der entsprechende Name der Person, mit welcher er gesprochen hatte: Ielena.
Ausnahmsweise wusste er mal einen Augenblick wirklich nicht, was er jetzt sagen sollte, bis er sich schließlich auf etwas beschränkte, was nicht zu viel verriet.
"Interessanter Zufall. Denn ich war dann wohl zur selben Zeit eben mit Ielena unterwegs. Ein fand also eine Art Partnertausch statt, wie es scheint ... und wenn diese Sice auch nur halb so interessant ist wie Ielena, dann kann ich das mit dem 'tolle Frau' nachvollziehen."
Als es dann an der Tür klopfte, sagte Touma noch ein paar abschließende Worte zu dem vorherigen Thema. Er beugte sich nach vorne und näherte seinen Mund Marisas Ohr um ihr, unter dem Vorwand, dass niemand es so durch die Tür hören konnte, ein paar zweideutige Worte mit verführerischer Stimme ins Ohr zu flüstern, wobei er gekonnt darauf achtete, dass man ihm nichts nachsagen konnte, sondern es einfach nur so wirkte, als wäre diese Stimme normal, wenn er flüsterte.
"Und du hast dich verraten, als du meintest, du würdest deine Zeit als Tier genießen. Du kannst zwar zum Tier werden und dich damit vor deinen Häschern verstecken und gleichzeitig mal ausnahmsweise unbeschwert leben, aber du bist und bleibst ein Mensch. Und auch als Mensch gibt es unzählige Wege, wie man Spaß haben, sich wohlfühlen und das Leben genießen kann. Das ist es, was ich bei dir bewirken will, zumindest früher oder später."
Nach diesen Worten begab er sich davon und marschierte zur Tür, welche er schwungvoll öffnete. Davor stand bereits die gesamte Truppe an Schneiderinnen und Stylistinnen.
"Ausgezeichnetes Timing !", gab er in seiner Muttersprache von sich. Er ließ die Frauen eintreten, nahm jedoch zwei davon kurz beiseite, mit welchen er leise ein paar Worte wechselte. Um genau zu sein seine Gedanken, wie Marisas neues Styling aussehen sollte, wobei er stark darauf pochte, dass sie sich nur an einen groben Grundriss zu halten hatten und sonst tun durften, was sie wollten, solange Marisa keinen Einwand brachte.
Dann wandte er sich wieder an Marisa und klatschte sich einmal kurz in die Hände.
"Gut, soweit ich das sehe sind alle bereit. Jetzt wartet man nur noch auf deinen Startschuss."
Mit einem Lächeln stand er da und schaute zu Marisa, während die Frauen erst einmal alle Spiegel in der Umgebung verhangen, ein kleines Podest aufstellten und auch sonst alles vorbereiteten.

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Di Apr 04, 2017 9:50 pm

Marisa fragte sich, warum Touma so seltsam reagierte, als der Name Ielena fiel, doch kurz darauf erklärte er es bereits. Touma war wohl, so wie er sagte, zur gleichen Zeit mit Ielena unterwegs, wie Marisa mit Sice. Das war wirklich ein witziger Zufall und die junge Frau musste schmunzeln. "Auch Sice hat so gesprochen, als würde ihr Ielena sehr viel bedeuten. Die beiden Frauen stehen sich wohl sehr nahe, da könnte man ja glatt neidisch werden", meinte Marisa.
Nun bekam Marisa Gänsehaut, als Touma mit so einer verführerisch klingenden Stimme ihr ein paar sehr zweideutige Worte ins Ohr sprach. Ob er beabsichtigte, dass man genau das hinein interpretieren konnte, was Marisa gerade dachte? Vermutlich, sonst würde er so etwas nicht so gezielt machen. Marisa war nicht ganz unerfahren auf dem Gebiet, was körperliche Nähe mit einschloss und daran dachte sie nun mal, als Touma so etwas sagte... auch als Mensch gab es Dinge die man genießen konnte... oh ja... Sie murmelte kurz ein paar unverständliche Worte und wusste nicht so recht, wie sie reagieren sollte. Dann zog sie einen Schmollmund. Touma dachte doch nicht wirklich, dass sie sich von ein paar Worten ausser Fassung bringen lassen würde! "Oh, ich weiß, dass man auch eine Menge Spaß als Mensch haben kann und zudem das ganze genießen kann", gab sie leise zurück und ebenfalls mit zweideutigem Unterton.
Dann ging Touma zur Tür und ließ die Fauen hinein, vermutlich seine Stylistinnen und Schneiderinnen. Er sagte irgendwas in seiner Muttersprache zu ihnen, was Marisa nicht verstand, aber heraus hören konnte, dass es seine Muttersprache war.
Dann wurde Marisa ein wenig rot, als Touma meinte, alle warteten nur noch auf ihren Startschuss. Sie unterdrückte das Zittern an ihrem Leib und dann stand sie von ihrem Platz auf, um los zu legen. Kurz darauf wurde sie aber wieder auf den Stuhl platziert, von den Stylistinnen. Sie bauten eine Art Kabine um den Platz auf, damit Touma sie nicht sehen konnten. Scheinbar sollte er erst das Endwerk sehen, da waren die Frauen ziemlich eigen. Zuerst wurde nach Marisas Schuhgröße gefragt, dann tuschelten die Frauen miteinander und kicherten, was Marisa ein wenig nervös machte. Dann ging eine Frau los, keine Ahnung was sie machte... dann wurde an Marisa Maß genommen, dafür musste sie wieder aufstehen hin und wieder... die Schneiderinnen verließen daraufhin den Raum wieder, vermutlich für das Outfit. Kurz darauf ging es richtig los und die Frau verlor den Überblick, was man an ihr machte... ein paar machten was an ihren Fingernägeln, einige an ihren Haaren, jedoch schnitten sie nicht nur... und einige waren auch an Marisa Gesicht beschäftigt... Scheinbar waren sie so geschickt und geübt, dass sie sich nicht in die Quere kamen. Marisa blieb nichts anderes übrig als zu warten und die Frauen machen zu lassen... dann kamen irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, die Schneiderinnen wieder und halfen Marisa beim umziehen. Die eine Frau, die zu Anfang los geschickt wurde, kam mit Schuhen und Kontaktlinsen wieder... Marisa musste lachen, als sie die Farbe der Kontaktlinsen sah... lila Augen, wie ein Großteil des Schiffes. Man half ihr die Kontaktlinsen einzusetzen und dann ließen die Frauen von ihr ab, scheinbar waren sie fertig und sie bauten die Kabine ab...
Marisa suchte mit den Augen nach einem Spiegel, doch sie fand keinen. Dann sah sie Touma an und fragte ihn: "Sehe ich sehr verändert aus? Sehe ich gut aus? Hast du einen Spiegel für mich parat?"

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Di Apr 04, 2017 11:28 pm

Touma musste zugeben, diese Antwort hatte er nicht erwartet. Er hätte gedacht, dass er sie damit ein wenig aus dem Konzept bringen könnte. Ihre Reaktion war zwar regelrecht als niedlich zu bezeichnen, doch überrascht war er trotzdem. Entweder, Marisa war so unschuldig, dass sie die zweideutigkeit nicht direkt erkannt hatte, was er nicht vermutete, oder sie war bei weitem nicht so unschuldig, wie sie wirkte. Durchaus ein Gedanke, der ihm sehr gefiel. Ob sie ihm für seine Bemühungen wohl ... angemessen danken würde ?
Nun war es jedoch erst einmal soweit, den großen Schritt zu tun. Scheinbar hatte man jedoch kurzerhand entschieden, dass Touma erst das Ergebnis sehen durfte. Nun, er ließ den Frauen ihre Freiheit. Außerdem konnte er so einfach wieder auf seinem Sessel eine bequeme Haltung annehmen, ohne früher oder später eben diese ändern zu müssen, da Marisa immerhin ja auch umgezogen werden musste. Er war auf jeden Fall schon sehr gespannt, wie sie aussehen würde, wenn alles fertig war.
Er blieb jedoch vorerst einfach hier sitzen, schaute sich noch weiter den Bildschirm an und machte Notizen. Und irgendwann holte er dann eine kleine Scheibe zu sich, welche eindeutig eine kristallene Beschaffenheit hatte. Einen Augenblick später wurden darauf ein paar Leute sichtbar, welche allesamt fragten, was er denn wollte. Als er sich sicher war, dass genug Lärm gemacht wurde, dass man ihn nicht hörte, sprach er ein paar knappe Worte an seine Kontakte.
"Ich habe ein paar neue Ziele, die ihr für mich ausfindig machen müsst. Wenn ihr jemanden davon bereits ausschalten könnt, dann wird das natürlich wie üblich einen kleinen Bonus einbringen. Ansonsten gibt es für jedes Ziel, dessen Aufenthaltsort ihr mir nachweisen könnt, die übliche Summe. Wer den oder die Anführer ausfindig macht, kriegt das doppelte wie sonst. Und geht umsichtig vor, die Ziele sind gefährlich, vor allem wenn sie irgendwann heraus bekommen, dass jemand hinter ihnen her ist und sie systematisch abschlachtet."
Nachdem jeder eine kurze Bestätigung abgegeben hatte, fing Touma an die Daten in eigenen, knappen Worten durch zu geben. Als er fertig war, wurde die Verbindung der Lacryma-Platte getrennt und Touma legte sie wieder weg. Den kleinen Notizblock legte er einfach auf einen kleinen Tisch in der Nähe. Damit war das auch geklärt. Die Lebensdauer dieser Sekte maß sich von nun an nur noch maximal in Wochen, vielleicht sogar nur Tagen. Er hatte auf jeden Fall nicht vor, sonderlich viel Gnade zu zeigen.
Nicht allzu lange später schien man dann jedoch fertig zu sein, da die Frauen anfingen, ihre Sachen zusammen zu packen und die Kabine wieder abzubauen. Sofort stand Touma aufrecht da, die Arme verschränkt, und wartete ab, bis er einen guten Blick auf Marisa erhaschen konnte.
Eben diese fragte dann auch schon, wie sie aussah und ob er einen Spiegel parat hatte. Er lächelte vorerst nur und ging auf sie zu, musterte sie von oben bis unten und machte auch eine kurze Runde um sie herum. Er inspizierte das Werk seiner Angestellten genauestens, welche inzwischen an der Seitenlinie standen und auf ein Urteil warteten. Schließlich wandte er den Blick kurz zu den Frauen.
"Das gibt diesen Monat eine saftige Prämie und ein paar zusätzliche Urlaubstage, ausgezeichnete Arbeit, meine Damen.", gab er schließlich von sich. Alle bedankten sich auf der selben Sprache und waren sichtlich erfreut über seine Zufriedenheit, ehe sie sich von dannen machten und Marisa und Touma alleine ließen.
Dieser wandte nun den Blick wieder zu ihr, während er zu einem riesigen, abgedeckten Spiegel marschierte. Dabei gab er ihr endlich die ersehnten Antworten.
"Wüsste ich nicht, wer du bist, meine Teure, würde ich dich nicht erkennen. Und ich muss sagen, was die Damen aus dir gemacht haben, ist beinahe atemberaubend. Es ist Schade, dass du deine Augen verbergen musst, aber auch so siehst du einfach umwerfend aus. Und nun ... zur Eigenbewertung."
Er zog an der Abdeckung, so dass diese anfing quälend langsam vom Spiegel zu rutschen. Während der Wartezeit trat Touma hinter Marisa und legte ihr sanft die Hände auf die Schultern. Dann fiel die Abdeckung schließlich mit einem Ruck zu Boden und gewährte von einem Augenblick auf den nächsten einen vollständigen Anblick von Marisas neuem Ich.
"Was ich vor mir habe, ist eine frisch erblühte, wunderschöne und zarte Blume, wie ich sie ehrlich gesagt bisher selten gesehen habe. Und glaub mir, ich habe schon viele hübsche Frauen vor mir stehen gehabt. Nur die wenigstens wären es überhaupt wert, mit dir auf eine Stufe gestellt zu werden."
Nach diesen Worten ließ er wieder ihre Schultern los um ihr die Möglichkeit zu geben, sich auch ein wenig mehr zu drehen und von den Seiten anzuschauen. Nebenher legte er noch einen zweiten Spiegel frei, welcher ihr erlaubte, sich im ersten Spiegel auch von hinten zu sehen, damit sie einen vollständigen Rundum-Eindruck hatte.
"Und abgesehen von deinem zweifellos wunderschönen Äußeren, bietet dieses nun auch eine äußerst gute visuelle Tarnung und ist, wenn ich so frei sein darf, mit eni wenig Übung sehr leicht wieder selbst zu erstellen. Du musst also keine Angst haben, dass du nach einer unruhigen Nacht, in welcher du dich zu viel herumwälzt, Probleme damit haben könntest, wieder genau so auszusehen. Ich denke ich kann bereits jetzt alle Handgriffe und dergleichen sehen, um dich in kürzester Zeit wieder in eben genau diesen Zustand zu bringen.  Das einzige, was dir jetzt noch helfen könnte, noch schwerer erkannt zu werden, wäre das Auftragen von Parfüm, das geplante, verbesserte Auftreten in der Öffentlichkeit und vielleicht ein wenig Kontrolle über deine Stimmlage, um nach Wunsch auch nicht mehr so zu klingen, wie früher. Und bei allem drei kann und werde ich dir helfen, wenn du es wünschst. Auf das du ein noch größeres Meisterwerk und ein noch wundervolleres Mädchen wirst, als ohnehin schon."
Verblüffenderweise, wie Touma selbst feststellte, waren seine unzähligen Schmeicheleien kein bisschen übertrieben. Er fand wirklich, dass sie eine wundervolle Person von geradezu berauschender Schönheit war, nun wo man ihr die Möglichkeit gab, ein wenig mehr zu erblühen. Er hatte schon zuvor gedacht, sie sei ein hübsches Mädchen, doch nun, wo alles noch unterstrichen wurde, war er regelrecht begeistert von ihr. Er musste wohl oder übel zugeben, dass er selten Menschen getroffen hatte, welche seine ihm so kostbare Zeit derart wert gewesen wären, wie Marisa.

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Mi Apr 05, 2017 8:58 pm

Marisa blieb sehr still stehen während die Frauen ihre Sachen einpackten und sie beobachtete wie Touma sich nun langsam auf sie zubewegte. Er hatte die Arme verschränkt und musterte sie ziemlich deutlich. Erst schwieg er und danach sagte er wieder etwas in seiner Muttersprache zu den Frauen, so wie es sich anhörte. Aber auch hier verstand Marisa nichts. Sie hatte eigentlich gedacht das sie ein paar Brocken dieser Sprache verstand, doch wenn Touma so schnell sprach, konnte sie nicht folgen. Er lächelte, doch sie wusste das nicht einzuschätzen, aber die Frauen machten sich nun von dannen, um die beiden alleine zu lassen.
Irgendwie traute sich sie erst nicht, sich zu bewegen, sie fühlte sich wie ein Kunstwerk. Doch dann schmunzelte sie bei seinen Worten, dass er sie nicht erkennen würde, wenn er es nicht wusste wer sie war. Das war ja auch der Sinn der Sache. Und nun meinte der Sänger, dass sie bei nahe atemberaubend war und umwerfend... Und dann kam die Eigenbewertung und er holte einen Spiegel hervor, beziehungsweise er lüftete eine Abdeckung, deshalb hatte Marisa den Spiegel nicht als solchen erkannt. Touma stellte sich hinter sie und legte seine Hände auf ihre Schultern, während sie quälend langsam ihr Spiegelbild erblickte.
Dann zog Marisa laut die Luft und als sie nun ihr Spiegelbild sah und sie konnte erst keine Worte finden. Statt dessen fand Touma weitere Lobeshymnen zu ihrem Äusseren. Marisa war sonst nicht auf den Mund gefallen doch sie fand einfach keine klaren Worte in ihre Kopf. Kein Mensch hatte es je geschafft Marisa so oft sprachlos zu machen wie Touma, faszinierend. Der Mann verglich sie mit einer Blume und meinte, dass er nur selten so schöne Frauen gesehen hatte. Und dann ließ Touma sie los und sie konnte ihr Antlitz von allen Seiten bewundern. Er meinte auch, dass es wohl nicht schwer war sich so zu tarnen, was Marisa kaum glauben wollte, aber er würde es ihr noch zeigen müssen. Alles was zur Tarnung noch fehlte, wie er meinte, war Parfüm und ein anderes Auftreten, zweiteres war wohl das schwerere. Ach und die Stimme sollte man nicht vergessen... Aber Touma war Sänger, Training in der Richtung konnte er vermutlich im Schlaf geben.
Dann fand Marisa endlich wieder Worte: "Ich wusste gar nicht das ich so wunderschön sein kann...", meinte Marisa etwa atemlos, "aber richte deinen Angestellten ein Lob von mir aus, ein riesengrosses. Durch Transformation kann ich auch jederzeit mein altes Aussehen wieder annehmen. Ich weiss ehrlich gesagt kaum was ich sagen soll, da ich regelrecht begeistert bin, da finde ich nicht mal deine Lobeshymnen über trieben..." Marisa wirkte immer begeisterter, während sie sprach. "Und ist das mit der Augenfarbe deine Absicht gewesen? Ich meine lila? Dein ganzes Schiff ist in dieser Farbe gehalten", vermutete sie. Sie hielt dabei einen Finger unter ein Auge und inspizierte die Kontaktlinse auf ihrer Hornhaut, während sie ganz nahe vor dem Spiegel stand. Wen sie es nicht besser wüsste, hätte sie sich auch nicht wieder erkannt. Dann fing ihr Magen leise an zu knurren und sie wurde etwas rot vor Scham...

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Do Apr 06, 2017 8:27 pm

Es war schön für ihn, dass Marisa sich so freute. Er hatte nicht viel gemacht, aber zumindest hatte er ihre Veränderung organisiert. Und sie schien geradezu begeistert. Sie steigerte sich regelrecht in ihre Freude hinein, hinterfragte jedoch die Wahl der lilanen Kontaktlinsen. Auf ihre Äußerung hin lächelte Touma breit.
"Das war alles andere als schwer zu erraten, nicht ? Ich hatte jedoch auch noch andere Gedanken dabei."
Ver steckte locker die Hände in die Hosentaschen und lehnte sich an einen Sessel an, während seine Augen sie weiterhin musterten. Sie war ein wundervoller Anblick.
"Kontaktlinsen können gewisse Probleme mit sich bringen, wenn sie falsch gefertigt sind, wie ja jeder weiß. Und die richtige Fertigung, um sie so lange wie möglich nutzen zu können, ohne Nachteile zu haben, lässt sie ein wenig transparent sein. Demnach brauchten wir eine Farbe, die gelb gut überdeckt, also etwas dunkles, und dennoch auch durch rot nicht verfälscht wird. Da blieben nur die Möglichkeiten von schwarz oder dunkelgrau, dunklerem lila oder braun. Und da lila davon am besten zu dem weiß-silbrigen Ton deiner Haare passt, wurde sich kurzerhand dafür entschieden."
Er stieß sich nun jedoch von dem Sessel ab und verschränkte die Arme vor der Brust.
"Ich bin jedoch froh, dass es dir gefällt. Was zu tun bleibt ist also nun noch ein wenig weitere Anpassung deiner Person und, falls es denn notwendig wird, schon mal ein paar Argumente für ein Gespräch mit zwei der besten Mitglieder von Raging Fenrir bereit zu legen, welche dich ganz zufällig bei sich aufgenommen haben. Oder fällt dir sonst noch etwas ein, was du zu deinen ersten Schritten in einen neuen Abschnitt deines Lebens tun musst, tun möchtest oder benötigst ?"
Interessanterweise fing, direkt nach seiner Frage, ihr Magen an leise zu knurren. Während sie ein wenig rot wurde, lächelte er nachsichtig.
"Denk ein wenig darüber nach, wir reden später weiter. Ich gehe los und schaue, wie es denn um Essen steht. Allzu lang dürften meine Köche ja nicht benötigen, aber wer weiß das schon genau ?"
Kaum hatte er ausgesprochen, ging er schon zur Tür und marschierte heraus. Er war schon gespannt auf das weitere Gespräch, doch er würde sie sicher nicht hungrig herumsitzen lassen. Also hieß es in der Tat erst einmal, dass er etwas zu Essen besorgen musste. Oder zumindest eine klare Ansage der Köche, dass es nicht mehr lange benötigen würde.

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Do Apr 06, 2017 9:22 pm

Marisa nickte nur... hier geschah selten etwas, was Touma nicht so oder so ähnlich geplant oder erwartet hatte. Deswegen freute sie sich bei den Malen ein Stück, wo er ihn verblüffen konnte... sie würde sich noch bemühen ihn viel öfter zu verblüffen.
"Verstehe", sagte sie nun, nachdem Touma erklärt hatte, warum er unter anderem die lila Kontaktlinsen ausgewählt hatte. Sie deckten sowohl das Gelb, als auch das Rot sehr gut ab und waren zudem angenehm zu tragen, dies ergab durchaus Sinn und deswegen leicht zu verstehen. "Ja ich finde auch, dass lila sehr schön passt und ich kann nicht sagen, dass es mir nicht gefällt", meinte Marisa nun lächelnd und zwinkerte Touma frech zu, als sie sich ihm zu wandte... nun betrachtete sie sich nicht mehr im Spiegel und sah Touma am Sessel stehen. "Der Stil der Kleidung ist recht ungewöhnlich, nicht viele Menschen laufen so herum... eigentlich nur die wenigsten. Ist das so geplant, dass ich sehr auffallen soll?", vermutete Marisa nun weiter zu ihrem neuen Aussehen.
Dann sagte Touma noch ein paar Sachen, wo Marisa zuhörte und gleich etwas zu sagen wollte und er fragte sie, ob sie noch etwas brauchte... aber ihr Magen übernahm das Antworten und dieser Knurrte ziemlich laut sogar. Sie sollte weiter über eine Antwort nach denken, während er nun los ging und nach dem Essen sah... ja Marisa hatte dies wohl bitter nötig... sie setzte sich wieder auf den Stuhl von vorhin und überlegte weiter über ihre Antworten. Als Touma dann zurück kam, erwartete sie ihn mit einem entspannten Lächeln, Marisa sah inzwischen aus wie das blühende Leben, von Anspannung keine Spur. Marisa antwortete pflichtbewusst: "Lass das mit meinen Zieheltern mal vorerst meine Sorge sein. Wenn sie nicht auf meine Worte hören wollen, werde ich dich hinzuziehen... so zufällig wie du glaubst war das gar nicht... wobei naja, schon irgendwie, aber es hat halt irgendwie gepasst... Was ich bevorzugen würde, mich auf meine Erziehung konzentrieren, ich bin sehr lernwillig und würde so schnell wie möglich damit anfangen wollen... Ich bin sehr gespannt, was genau du da geplant hast. Denn Verhalten kippt man nicht so schnell um 180 Grad." Sie lächelte Touma gespannt an, während sie antwortete und fragte sich, wie es mit dem Essen stand.

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Fr Apr 07, 2017 8:55 pm

Zu Marisas Frage, ob er geplant hatte, dass sie so auffallen sollte, gab er keine Antwort. Sein Lächeln und der Blick seiner Augen sagte jedoch mehr als Worte es jemals gekonnt hätten. Natürlich war das geplant gewesen. Wie konnte man jemanden, der sich immer verborgen gehalten hatte, besser verstecken, als indem man besagte Person einfach dermaßen offensichtlich machte, dass niemals jemand eine Verbindung vermuten würde ?
Danach ging er schließlich los, um sich um Nahrung zu kümmern. Es dauerte nur wenige Minuten, bis er bei einem seiner Köche nachgefragt hatte. Das Ergebnis war, dass sie in der Tat nur noch ein paar Minuten zu warten hatten. Mit einem einzigen, kleinen Snack als Appetitanreger machte sich Touma also auf den Rückweg. Und kaum betrat er seine Räumlichkeiten wieder, sah er, dass Marisa nun in der Tat ziemlich locker zu sein schien. Es war gut zu sehen, dass sie es sich so gut gehen ließ, wie es im Moment möglich war.
Ohne, dass er auch nur ein einziges Wort sagen musste, antwortete sie auf seine vorhin gestellte Frage. Und er hatte zumindest einen Teil davon erwartet, was er hier zu hören bekam. Wobei ihn die Situation, wie sie von den beiden aufgenommen wurde, doch sehr interessierte. Er hatte bereits eine Menge von Kuraiko und Aeon gehört, wobei man sagen musste, dass er sich ja auch gezielt nach den besten Mitgliedern der Gilde umgehört hatte. Was er jedoch gehört hatte, ließ die beiden äußerst gefährlich, aber wohl auch sehr vernünftig wirken. Er fragte sich allerdings, wer von beiden gefährlicher war ... Aeon war, laut dem was er wusste, äußerst mysteriös und hatte eine unglaubliche mächtige Magie, welche jedoch scheinbar nicht allzu viele Leute kannten, er selbst eingeschlossen. Kuraiko hingegen war, zumindest in seiner Branche, das genaue Gegenteil. Er hatte sogar überlegt, ob er sie früher oder später aufsuchen sollte, um von ihr zu lernen. Jeder Attentäter ging anders vor, also würde er sicher noch eine Menge von ihr erfahren können, um seine Fähigkeiten zu bessern.
Von diesen Personen aufgenommen zu werden war zweifellos nichts, was einfach so passierte. Ein weiterer Punkt, welcher Marisa für ihn äußerst interessant machte.
Doch nun war es erst einmal an der Zeit, dass er ihr antwortet und sie über die Nahrungsmittelbeschaffung aufklärte.
"Das Essen ist in ein paar Minuten fertig. Ich habe dir etwas mitgebracht, um die Zeit ein wenig zu überbrücken."
Locker warf er ihr einen Apfel zu, durch seine Präzision in einem perfekten Bogen, so dass er in ihrem Schoß landen würde, wenn sie ihn nicht auffing. Dann lehnte er sich an die Wand neben der Tür und verschränkte erneut die Arme.
"Meine Pläne sind recht einfach. Ein paar Dinge kann ich dir zwar noch nicht erzählen, aber ich habe vor, dir erst einmal ein paar Dinge im theoretischen beizubringen, was wohl ein oder zwei Tage dauern könnte, je nachdem wie schnell du lernst. Ich würde vorschlagen, dass du in der Zeit hier auf meinem Schiff übernachtest, damit keine Zeit verloren geht und wir schauen können, dass du alle benötigte Energie ins lernen steckst. Danach gehen wir über drei Schritte, die an sich ziemlich simpel sind. Sobald ich dich für bereit ansehe, wirst du erst einmal den schwersten Schritt machen müssen, da wir von da an sehr öffentlich auftreten werden, gemeinsam. Da du, ein hübsches Mädchen, mit mir unterwegs bist, wird das sehr viel Aufmerksamkeit auf dich ziehen, vor allem nunmal von meinen weiblichen Fans. Es wird viel Gerede geben, vermute ich, was jedoch genau dem Plan entspricht, da ich dir dadurch zeige, dass dich selbst dann niemand einfach so durchschaut. Der zweite Schritt wäre dann, dass du übst von dir aus sogar absichtlich Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen. Es wird denke ich eine menge Überwindung kosten, zumindest am Anfang, aber da dieses Verhalten vollständig entgegen deines vorherigen Musters geht, wird das die Tarnung nur noch verbessern. Den letzten Schritt behalte ich jedoch erst einmal für mich. Der würde dir zu viel Kopfzerbrechen bereiten, wenn du jetzt davon wüsstest. Da musst du mir also erst einmal vertrauen und dich auf anderes konzentrieren. Sobald die Zeit reif ist, sage ich dir was Sache ist."

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   So Apr 09, 2017 2:22 pm

Auch Marisa schenkte Touma einen vielsagenden Blick, da dies seine einzige Antwort war, warum ihr neues Aussehen aus der Masse heraus stechen würde. Sie sagte dazu einfach nichts.
Dann war Touma kurz essen holen und als er zurück kam, antwortete Marisa auf seine Fragen. Marisa musste aber nicht viel machen, um den Apfel aufzufangen, den Touma warf. Er landete einfach perfekt und Marisa musste Grinsen. Der Apfe war besser als nichts für den Anfang und Touma sagte immerhin, dass das Essen bald fertig war. Sie biss herzhaft in den Apfel und strich sich kurz über den Mund, da dieser sehr saftig war.
Nun hörte Marisa Touma sehr aufmerksam zu, genau wie sie es immer tat, denn sie wollte nichts verpassen. Jeden Kleinigkeit wurde von Marisa aufgenommen und in ihrem Kopf zerlegt und analysiert. Touma meinte, dass er ihr einige Sachen noch nicht sagen konnte, was er vor hatte... so was sollte das sein? Marisa konnte sich darunter nichts vorstellen. Dann meinte Touma, dass er noch etwas in der Theorie bei bringen wollte. Marisa nickte und meinte kurz, als Zwischeneinwurf: "Es dürfte kein Problem dar stellen, dass ich hier übernachte. Bisher hab ich immer im Gildenhaus geschlafen, also werden meine Zieheltern vermutlich davon ausgehen, dass ich es wieder mache... die sind eh viel unterwegs." Außerdem war Marisa ziemlich aufgeregt bei dem Gedanke, in diesem Luxus hier zu leben.
Dann erklärte Touma drei Schritte. Sie sollten erst viel öffentlich Auftreten, gemeinsam. Da sie ein hübsches Mädchen war, würde sie in seiner Nähe vermutlich sehr auffallen, schließlich war er berühmt und hatte sehr viele Fangirls. Es würde Gerüchte und Gerede über sie geben... Marisa verzog das Gesicht, dass konnte man ihr gut ansehen... es gefiel ihr nicht, aber da musste sie wohl durch. Vor allem, was sollte sie machen wenn diese Fangirls aggressiv gegenüber ihr wurden? Das würde sie dann schon noch sehen... aber sie glaubte nicht, dass diese besagten Fangirls gerne Bekanntschaft mit einem Dinosaurier machten. Der zweite Schritt war, dass sie anfangen musste, selbst Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dies gefiel ihr natürlich auch nicht. Sie verzog nur mehr das Gesicht, aß aber brav ihren Apfel weiter... es würde schwierig werden, aber was hatte sie erwartet? Aber es würde schon klappen, hoffte sie.
Über Schritt drei wollte Touma wieder nichts sagen, was Marisa nur neugierig machte.... extrem Neugierig, sie mochte es absolut nicht, wenn ihr Wissen verborgen blieb. "Ich bin sehr gespannt, vor allem auf Schritt drei. Du kannst vielleicht ahnen, dass ich es nicht mag, wenn ich etwas nicht weiß. Aber ich werde es mit schwerem Herzen akzeptieren... Über die Theorie-Punkte könnte man sich bereits unterhalten oder? Immerhin ist Theorie meist nur reden und das kann man auch hier, dass machen wir schließlich die ganze Zeit."

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   So Apr 09, 2017 2:58 pm

Es war sehr von Vorteil, dass Marisas Abwesenheit garnicht erst auffallen würde. Damit ersparte man sich lästige Gespräche. Und im Gegensatz zu vielen anderen Leuten, würde er wohl diejenigen, die mit Marisa zu tun hatten, nicht einfach abwimmeln können, so wie die Familien und Freunde seiner Fans.
Wie sehr seine Pläne Marisa missfielen, war während er Sprach absolut nicht zu übersehen. Dennoch sagte sie kein Wort dagegen. Scheinbar war sie wirklich fest entschlossen, diese Aktion durchzuziehen, egal wie schwer es werden würde.
Nachdem er fertig war, akzeptierte sie auch seine Entscheidung, ihr nicht alles zu verraten, wenngleich sie auch betonte, dass sie es schweren Herzens tat. Er lächelte ihr entschuldigend zu und nickte dann auf ihre darauf folgenden Worte.
"Das stimmt, in der Tat. Ich habe nicht vor viel Zeit zu verschwenden, sondern dir jedes bisschen, was du beachten musst, gnadenlos in deinen hübschen Kopf zu pressen. Ich betone noch einmal, dass ich ein strenger Lehrer bin. Wie streng, wirst du ja selbst merken. Zuerst jedoch möchte ich, anhand deines deutlichen Unmuts, noch einmal eine Sache in Erinnerung rufen. Egal was ich für dich geplant habe, solange du an meiner Seite bleibst, wird dir nichts passieren. Selbst wenn du dich fragst, wie ich das machen will, wo ich doch an sich nur Strategien zu bieten habe und nicht unbedingt wie der stärkste Kämpfer wirke, vertrau mir einfach. Ich habe Mittel und Wege."
Nach diesen Worten gab er ihr eine Weile Zeit um sich alles noch durch den Kopf gehen zu lassen und zu Antworten, während er sich von der Wand abstieß und zu einem Bücherregal herüber ging, dort einen kurzen Blick hinein warf und dann eines der Bücher heraus zog.
Mit langsamen Schritten ging er zu Marisa herüber, während er kurz das Buch aufschlug. Als er gefunden hatte, was er suchte, zog er dort das Band hinein, welches als Lesezeichen diente, und schlug es dann wieder zu. Er legte es in Marisas Schoß und lächelte bedeutungsvoll.
"Ein militärisches Lehrbuch von Bellum. Von der markierten Stelle an etwa siebzig Seiten zur Tarnung bei verdeckten Missionen in großen Menschenmengen. Ein paar davon dürften ganz nützlich für dich sein, da sie sich damit beschäftigen, wie man vorgehen soll, wenn man ein leicht erkennbares Äußeres hat. Und verlier darüber am besten kein Wort, dieses Buch an Leute, die nicht aus Bellum stammen, weiter zu geben, zieht doch recht schwere Strafen nach sich. Und ich möchte nicht unbedingt öffentlich ausgepeitscht werden.", erklärte er mit recht leiser Stimme. Dann ging er zu seinem Lieblingssessel herüber und nahm Platz.
"Ansonsten, was die Theorie betrifft, werde ich dir eine menge Regeln und dergleichen einbläuen. Und ein kleines bisschen Übung in bestimmten Dingen wird auch mit inbegriffen sein. Immerhin solltest du ein paar kleine Dinge können, wenn du dann glaubwürdig sein willst. Selbstsicherheit ist in etwa absolute Pflicht, und so etwas muss sich auch in deinem Gesicht, deiner Gangart und überhaupt deiner Haltung widerspiegeln. Jegliches Zögern, jede Unentschlossenheit und vor allem solche Dinge, wie stockendes Reden, sind von Nachteil für dich. Und der Schlüssel dazu, ist äußerst simpel. Du wirst dir vielleicht auch schon denken können, dass ich nicht einfach ohne Grund beschlossen habe, mich persönlich um deine Entspannung zu kümmern, anstatt einfach jemanden zu holen, um das zu übernehmen. In der Tat ist Entspannung das, was du brauchst. Wenn du angespannt bist, machst du Fehler. Als Beispiel ist das der Hauptgrund, warum ich besser bin als viele andere Leute, die man auf der Bühne findet: ich gebe mir nicht alle Mühe und setze all meine Kraft in Perfektion, sondern ich stehe entspannt dort und mache einfach das, worauf ich gerade Lust habe und was mir in den Sinn kommt. Ich mache eine gute Stimmung unter dem Publikum, da ich selbst gute Laune habe und mich einfach vollständig gehen lasse und entspanne ... ich bin übrigens so frei und behaupte, dass du das beizeiten selbst zu Gesicht bekommen wirst. Ich habe in drei Tagen einen kleinen Auftritt und möchte, dass du mich begleitest um zu sehen, wie ich mich auf der Bühne verhalte. Anhand deiner grundsätzlichen, analytischen Fähigkeiten, nehme ich an, dass du allein vom zusehen bei etwas derartigem, eine menge Tricks und dergleichen für dich selbst herausfiltern kannst. Und gleichzeitig wirst du dich bei einer solchen Situation in der Nähe einer Menschenmasse wiederfinden, welche du niemals vollständig überblicken kannst. Zwei Fliegen mit einer Klappe, wenn man so möchte."

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   So Apr 09, 2017 8:00 pm

Marisa hatte keine Vorstellung davon, was Touma mit strenger Lehrer meinte, aber sie war sich selbst immer ein sehr strenger Lehrer gewesen. Sie war also sehr gespannt, ob er sie selbst überbieten konnte. Dann lächelte sie, als sie hörte, dass auch Touma keine Zeit verschwenden wollte, dass war sehr gut. Marisa mochte es nicht Zeit zu verschwenden. Sie nickte, als er meinte, dass sie ihren Unmut vergessen sollte, schließlich würde ihr nichts passieren, solange er bei ihr war. Wie er das anstellen wollte, weil er eher wie ein reiner Stratege wirkte, anstatt eines Kämpfers, wollte er partout nicht verraten. "Dann versuch ich dir jetzt zu vertrauen, denke ich", meinte sie zuversichtlich, "und du wirst sehen, ich bin ein ebenso guter Schüler, wie du ein Lehrer, deswegen freue ich mich mehr auf die Sache, als das ich mich dazu schlecht fühle", meinte Marisa ziemlich ernst gemeint.
Dann beobachtete Marisa, wie Touma zu seinem Bücherregal ging und ein Buch aussuchte. Er schlug es auf und suchte scheinbar gezielt eine Stelle raus. Als er wieder zu ihr zurück kam, fiel ihr zum ersten Mal auf, wie er sich bewegte. So... elegant, fast so als würde er mit jedem Schritt einen Tanzschritt setzen. Dann stand er bei ihr und ließ das Buch auf ihren Schoß fallen. Marisa schlug sofort die Seite nach, die er mit einem Lesezeichen markiert hatte und überflog eine Seite recht flink. Dann hörte sie sich seine Erklärung an und warf ihm einen fragenden Blick zu. Sie zog sogar eine Augenbraue hoch, so verwirrt war sie. "Meine Lippen sind versiegelt, aber... wie soll mir das helfen, die Seiten zu lesen? Ich dachte meine Aufgabe wäre es Auffällig zu sein, nicht auffällig unauffällig... Ich frage mich... gibt es in Bellum Leute, die in Massen vollkommen untergehen können? Bellum klingt sehr spannend", erklärte sie ihr verwirrtes Gesicht. Nun fing sie dennoch an die erste Seite genauer durch zu lesen, während sie kurz danach wieder Touma zu hörte. Er hatte wieder Platz genommen und sprach vom Regeln und Verhaltensänderungen. Vor allem ein selbstbewusstes Auftreten musste her. Sie nickte kurz und hörte weiter zu, dann grinste sie in sich hinein... Sie wusste schon, wie sie ihn gleich überraschen konnte.
Aber dann erklärte er, wie er immer so ein perfektes Auftreten hinbekam, er ging an alles so vollkommen entspannt ran. Und er schlug vor, dass sie ihn mal in wenigen Tagen zu einem Auftritt begleiten sollte, wo sie ihn dann auf der Bühne analysieren konnte und sie selbst einer öffentlichen Situation ausgeliefert war. "Ich verstehe, klingt nach einer guten Idee", meinte Marisa und plötzlich stand sie auf und legte das Buch zur Seite. Sie schloss die Augen um sich zu konzentrieren. Was Touma nicht wusste, in ihrem Inneren lauerte ein alter Ego, der selbstbewusste gnadenlose Informationsdealer sondergleichen, der Benefactor... Dieses innere Ich krempelte sie nun nach draussen und lächelte Touma kurz darauf, mit wieder geöffneten Augen selbstbewusst an. Sie wollte ihn richtig überraschen und ihm zeigen, wozu sie in der Lage war. Sie ging Hüften schwingend zu Touma rüber und versuchte verführerisch drein zu schauen. Dann setzte sie sich prompt auf seinen Schoss und schmiegte sich an ihn. Sanft schob sie ihm eine Hand unter das Kinn und zog sein Gesicht in ihre Richtung, während sie hauchte: "Na bin ich dir selbstbewusst genug?" Kurz darauf zwinkerte sie ihm zu und streckte ihm die Zunge frech raus.

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   So Apr 09, 2017 9:24 pm

Vertrauen war es in der Tat, was er im Moment brauchte. Er würde seine Pläne nicht durchziehen können, wenn sie nicht alles in seine Hände legte. Das Vorwissen über die ihr noch unbekannten Teile seiner Pläne, würde unter Umständen für viel zu viele Bedenken sorgen, als dass sie sich noch auf ihr Ziel konzentrieren konnte. Und genau das durfte nicht passieren. Sie musste mit vollem Einsatz bei der Sache sein und gleichzeitig ruhig und locker genug sein, damit sie alles richtig hinbekam.
Auf ihre Frage, welche wohlgemerkt durchaus berechtigt war, warum sie ein Buch lesen sollte, welches ihr dabei half unauffällig zu sein, obwohl sie doch unbedingt auffallen sollte, gönnte er ihr ein Lächeln, welches sehr zu seiner nun aufkommenden Rolle als ihr Lehrer passte. Und schließlich gab er ihr auch eine ziemlich klare Antwort.
"Das ist korrekt, du sollst auffällig sein. Aber wenn man auffällig ist, zieht man hin und wieder auch die Aufmerksamkeit von Personen auf sich, deren Aufmerksamkeit man nicht will, sei es nun etwa von Kriminellen oder einfach nur von Leuten, die du nicht leiden kannst oder dergleichen. Je auffälliger du bist, desto wichtiger ist es auch zu wissen, wie man in der Masse abtaucht und von diesen Leuten weg kommt, bevor sie die Chance haben, überhaupt nah genug an jemanden heran zu kommen. Durch die Auffälligkeit sorgst du dafür, dass man dich nicht als dein altes Ich erkennt. Und durch die Lehren, die du aus dem Buch ziehst, wirst du, wenn es einmal sein muss, perfekt abtauchen können. Und um deine Neugier zu beschwichtigen, eine meiner besten Freundinnen beherrscht die Kunst des Untertauchens in der Masse absolut meisterhaft. Selbst aus der Luft hat man Probleme, sie im Blick zu behalten. Aus der Masse selbst ist es theoretisch unmöglich, sie länger als für einen Wimpernschlag zu sehen. Man könnte meinen, dass sie das genaue Gegenteil von mir ist. Ich suche die Masse um aufzufallen und sie um darin zu verschwinden. Und 'spannend' ist wohl das passende Wort für Bellum. Ein sehr kriegerisches Land, wo gefühlt jeder Zweite in irgend einer Verbindung zum Militär lebt. Und dennoch erstaunlich friedlich und schön."
Er blickte ein paar Augenblicke ins Leere und schwelgte in Erinnerungen an seine Heimat. Deshalb bekam er auch nur so halb mit, dass Marisa sich aufrichtete. Erst als sie näher kam, blickte er ein wenig verwirrt zu ihr und bemerkte sofort den verblüffend geübt wirkenden Hüftschwung. Einen Augenblick später saß sie auf seinem Schoß, sorgte dafür, dass er ihr auch ja aus dieser Nähe ins Gesicht schaute, welches äußerst verführerisch dreinblickte, ehe sie fragte, ob sie selbstbewusst genug für ihn war. Langsam aber sicher hob sich eine seiner Augenbrauen, während sein Lächeln von sanft und verträumt zu einem Gemisch von anzüglich und stolz wechselte. Als sie dann zwinkerte und ihm die Zunge heraus streckte, gab er schließlich eine Antwort. Doch diese Antwort kam nicht alleine, denn gleichzeitig damit legte er ihr einen Arm um die Taille, um sie auch ja an der aktuellen Position zu halten.
"Selbstsicher genug, ja. Aber sei vorsichtig mit so etwas ... es gibt Leute ... die könnten auf die falschen Gedanken kommen ... oder die richtigen, je nachdem ...", brachte er immer mit gedehnter Stimme hervor, immer wieder kurze Pausen einlegend, ehe seine noch freie Hand urplötzlich über den Ansatz ihres Halses und ihr Schlüsselbein strich, bis er schließlich mit einem einzelnen Finger am oberen Rand ihres Ausschnitts ankam.
"Eine dieser Personen könnte sogar ich sein. Wenn du so auf mich zukommst, könnte ich doch in der Tat schwach werden, meine Liebe.", gab er in verführerischem Ton von sich. Dann war es jedoch an ihm, sie nun frech anzugrinsen.
"Aber natürlich würdest du selbst nie auf so Gedanken kommen, nicht wahr ? Wo wir doch so viel vor uns haben. Da bleibt doch gar keine Zeit für ... andere Beschäftigungen, oder ?"
Mit seinem ziemlich dreisten, herausfordernden Grinsen saß er nun da, Marisa auf dem Schoß, während seine Hand von ihrer Taille doch nun in der Tat ein Stück herunter wanderte und beinahe an ihrem Gesäß ankam, wirklich nur ein winziges Stück noch entfernt. Ob sie jetzt immernoch so selbstsicher sein konnte, wo er es nun selbst auch so sehr darauf anlegte ? Sie musste immerhin auch unter Belastung locker und ruhig bleiben können. Und wenn er Glück hatte, dann sprang für ihn ja sogar noch etwas dabei heraus, wer wusste das schon ?

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   So Apr 09, 2017 10:21 pm

Touma sagte nun, warum sie auch lernen musste, trotz Auffälligkeit in der Masse untergehen zu können. Sie verstand und nickte, denn es klang einleuchtend. Denn man sollte sich auch vor Leuten tarnen können, welche einem unangenehm waren oder einfach nur Verbrecher. Und Touma erzählte ein wenig von Bellum und einer Freundin, die diese Fähigkeit perfekt beherrschte. Und Bellum war ein sehr friedliches Land, trotz der direkten Bindung zum Militär. "Bellum klingt sehr spannend", meinte Marisa zuletzt noch dazu.
Als Touma dann, als sie sich auf seinem Schoss, seinen Arm um ihre Hüfte legte, erschreckte sie sich kurz. Doch sie war gerade im selbstbewussten alten Ego-Modus, deswegen versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen. "Ja, vorsichtig bin ich doch", gurrte sie als Antwort, "ich mach das doch nur bei den richtigen Leuten mit den richtigen Gedanken, nicht bei den falschen Leuten mit den falschen Gedanken..." Sie hielt immer noch still... sie hatte bereits schon einmal bewiesen, dass sie bei solchen Dingen ziemlich unbarmherzig sein konnte, mit sich selbst. Wenn sie erst mal diesen Schritt getan hatte, dann wich sie nicht mehr quietschend zurück. Auch nicht, als Touma mit seinen Fingern an ihrem Ausschnitt angelangt war.
Oho? Er könnte bei ihrem verführerischen Ich also schwach werden? "Ist das so?", fragte Marisa neugierig nach, dass wäre natürlich ein netter Selbstbewusstseinsschub... "bin ich denn so unwiderstehlich, wenn ich hier einfach nur sitze, mh? Und wer sagt das du zu den falschen Personen gehörst?" Sie musste kurz durch atmen, um weiter so ruhig zu bleiben, wo doch seine Hand fast an ihrem Gesäß war. Sie spürte dennoch einen beschleunigten Herzschlag bei sich, immerhin war sie bisher nur einmal einem Mann so nahe gewesen... noch viel näher... Und die Gedanken daran ließen sie kurz schlucken. Und dann ließ sie die Bombe platzen und meinte: "Och, ich habe gelernt, dass solche Beschäftigungen doch sehr lehrreich sein können..." Sie war schließlich längst nicht so unerfahren, wie Touma sicher von ihr dachte...

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   So Apr 09, 2017 10:55 pm

Die Situation entwickelte sich doch äußerst überraschend. Marisas Worte, gepaart mit ihrem Tonfall und der Tatsache, dass sie hier auf seinem Schoß saß und nichts dagegen machte, dass er sie beinahe an unsittlichen Stellen anfasste, war doch äußerst ausschlaggebende dafür, dass er im Moment am liebsten eine Einladung in das angrenzende Schlafzimmer getätigt hätte ... doch ihn hielt etwas zurück, wie er selbst verblüffend fand.
Er fand es dennoch äußerst interessant, was sie hier erzählte. Sie tat sowas nur bei den richtigen Leuten mit den richtigen Gedanken, hm ? Traute sie ihm wirklich so sehr über den Weg, dass sie fand, dass er einer der richtigen für so etwas war ? Zugegebenermaßen, er war jemand der die meisten Leute stets gut behandelte, doch er war nicht unbedingt dafür bekannt, dass er jemandem sein Herz schenkte. Und Marisa machte durchaus nicht den Eindruck, als wäre sie eines der Mädchen, welches sich einfach nur eine Bettgeschichte suchte und dann ihrer Wege ging.
Vor allem wäre sie ihm für so etwas sogar zu Schade. Sie war eine viel zu seltene Blume in dieser trostlosen Welt, als dass er sie einfach behandelte, wie jede andere die er haben konnte.
Auf ihre kleine Suche nach einer Bestätigung, ob er das mit dem schwach werden ernst meinte, gab er ein zustimmendes Brummen von sich. Ihre Worte, wer denn sagte, dass er zu den falschen Personen gehörte, verpasste ihm jedoch einen leichten Stich.
Wer das sagte ? Er selbst.
Und dann sagte sie auch noch etwas, was ihn in der Tat nun ein wenig überraschte. Er hatte nicht erwartet, dass sie so offen zugab, dass sie doch schon gewisse Erfahrungen gesammelt hatte.
Dann lächelte Touma jedoch auf einmal nachsichtig ... und wenn man genau hinschaute, sah man sogar ein wenig niedergeschlagenheit in seinen Augen.
"Ich hoffe du weißt, dass ich gut beobachten kann. Du schluckst schwer. Und überleg mal wo meine Hand ist. Ich spüre deinen Herzschlag. Alles spricht dafür, dass du kurz davor bist, mehr abzubeißen, als zu schlucken kannst. Und das weißt du. Und wer behauptet, dass ich zu den falschen Personen gehöre ? Ich sage das."
Er lehnte sich ein wenig weiter zurück, behielt jedoch den Arm um sie gelegt, nun jedoch etwas höher wieder. Seine andere Hand nahm er weg um sich durch die Haare zu fahren.
"Ich bin nicht unbedingt genau der, der ich zu sein scheine, wenn man so will. Ich denke du bist klug genug um zu wissen, dass ich nicht der Typ dafür bin, irgend jemanden abzulehnen, der sich mir für ein wenig Spaß anbietet, auch ohne dass man es dir explizit sagen muss. Ich habe mehr in diese Richtung getan, als du dir vermutlich überhaupt vorstellen kannst. Und wenn es alleine nach mir gehen würde, hätten wir schon längst ein wenig Zeit in meinem Schlafzimmer verbracht, aber ich will nicht, dass du im Nachhinein irgend etwas bereust. Ich bin sicherlich der letzte, der dich davon abhalten würde, aber sei dir im klaren, dass du mir nichts schuldig bist. Ich sehe dich als eine Freundin an. Und von den paar Freunden, die ich habe, möchte ich nicht, dass sie Dinge tun, die sie sich nicht ganz genau überlegt haben."
Nach seinem kleinen Monolog deutete er also nun erst zu einer von insgesamt drei Türen im Zimmer, ehe er mit dem Finger auf den Stuhl zeigte, wo Marisa gesessen hatte. Dabei sprach er noch ein paar abschließende Worte.
"Das ist die Tür zu meinem Schlafzimmer. Du hast jetzt die Wahl, ganz für dich alleine, ob du lieber dort Zeit verbringen willst, oder hier, wo wir uns über die nähere Zukunft unterhalten, die auf dich zukommt. Fühl dich zu nichts verpflichtet, aufgefordert oder sonstiges, entscheide für dich selbst. Alles liegt an dir und dem, was du möchtest."
Damit hatte er nun alles in die Hände von Marisa gelegt. Sie sollte entscheiden. Ob man es glaubte oder nicht, er hatte in der Tat auch kein Problem damit, im Moment zu verzichten. Die Theorie für ihre zukünftige Veränderung war sehr wichtig, da wollte er nicht derjenige sein, der sie davon abhielt, zu lernen. Im Gegenteil, er war ja sogar ihr Mentor in diesem Fall. Und er hatte nicht gelogen, er hatte sie in der Tat als richtige Freundin ins Herz geschlossen. Er hoffte zwar auf ein kleines Dankeschön, aber er wäre niemals so dreist, eines zu erwarten.
Jetzt war die Frage, wofür sie sich entschied. Er war gespannt und dennoch geradezu die Ruhe selbst.

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Mo Apr 10, 2017 9:38 pm

Marisa konnte sich nicht helfen, dass Lächeln was Touma plötzlich an den Tag legte, wirkte ziemlich traurig. Was dem jungen Mann wohl gerade durch den Kopf ging? Sie hörte ihm erst mal wieder aufmerksam zu, bevor sie irgendwas sagte und währenddessen saß sie recht still auf seinem Schoss herum.
Er meinte, dass er ein guter Beobachter war und das wusste Marisa. Schließlich erkannte ein guter Beobachter wie Marisa auch einen guten Beobachter. Und er hatte auch die Symptome bemerkt, die auf Aufregung von Marisa schließen ließen... damals hatte Marisa dies aber nicht aufgehalten, als sie ihr kleines Abenteuer auf der Wiese erlebt hatte. Und er sagte auch, dass er zu den falschen gehörte, seiner Meinung nach... was er kurz darauf erklärte, nachdem er seine Pose entschärft hatte.
Er meinte, dass er nicht immer der war, der er zu sein schien. Sie nickte, als Touma vermutete, dass sie längst erkannt hatte, dass er nicht der Typ Mensch war, der ein wenig Spaß ablehnte, wenn man es ihm anbot. Er gab zu, dass er mehr in dieser Richtung getan hatte, als sie sich vorstellen konnte und das er längst mit Marisa Zeit in seinem Schlafzimmer verbracht hätte, wenn es nach ihm ginge. Dennoch wollte er nicht, dass sie am Ende etwas bereute, wenn es zu spät war. Wenn Marisa nicht gerade vollkommen ernst gewesen wäre, hätte sie jetzt eingeschnappt die Wangen aufgeblasen... sie hatte auch das mit dem Abenteuer in freier Natur nie bereut... Nun zeigte er abschließen auf seine Schlafzimmertür und auf ihren früheren Stuhl... er erklärte ziemlich eindeutig, dass sie nun die Wahl hatte zwischen Schlafzimmeraktivitäten und weiterem Lernstoff...
Marisa lächelte Touma zu, dann seufzte sie und dann holte sie tief Luft, damit sie ihm antworten konnte. Während sie nun Aufstand und lief, fing sie mit ihren ersten Worten an: "Nun, wo wir doch über Entspannung geredet haben, diese Sachen können sehr entspannend sein...", sie ging erst Richtung Tür, doch im letzten Augenblick dreht sie ab und setzte sich auf ihren Stuhl zurück. "Ein wenig aufgeregt zu sein, mag normal sein, vor allem in so einer Situation, wenn man nicht so viel Erfahrung hat, wie du vermutlich..." Dann saß sie wieder auf ihrem Stuhl und strich sie einige Haare aus dem Gesicht. Sie sah Touma wohlwollend an. "Egal wer du auch vorgibst zu sein, ich mag dich dennoch ziemlich gerne und vertrau dir weiterhin. Denn genau das was du gesagt hast, aus unserer Beziehung entwickelt sich allmählich eine Freundschaft und das muss man ja nicht kaputt machen, indem man etwas überstürzt oder? Aufgeschoben ist ja auch nicht aufgehoben...", Marisa schlug vielsagend ihre Beine übereinander und warf Touma einen gut gewählten Blick zu, während sie ihm zuzwinkerte. "Aber ich würde mich im Moment doch lieber auf meine Ausbildung konzentrieren, dass halte ich im Moment für Lebenswichtiger... ich bin ja nicht dumm, wie du dir sicherlich denken kannst..." Und Triebgesteuert war Marisa noch lange nicht, sie war kein leichtes Mädchen... und auch kein Fangirl von Touma. Damit hatte sie aber ihre Antwort gegeben und schon hatte sie das Buch wieder in der Hand, wie eine unschuldige Schülerin, und las darin...

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Di Apr 11, 2017 6:04 pm

Touma hob ein wenig verwundert eine Augenbraue, als Marisa auf die Tür zuging und meinte, dass so etwas durchaus sehr entspannende sein konnte. Wem erzählte sie das ? Wenn es irgendjemand wusste, wie entspannend so etwas war, dann er. Wobei es auch durchaus Dinge gab, die man machen konnte, die alles andere als entspannend waren.
Dann drehte sie jedoch urplötzlich ab und marschierte wieder auf ihren Stuhl zu. Sein Lächeln zeigte ein wenig Stolz auf sie, als er sah, dass er sich nicht in ihr getäuscht hatte.
Ihre darauf folgenden Worte wurden von ihm regelrecht aufgesaugt, so neugierig war er, was sie zu sagen hatte, wo sie ihm nun klar gemacht hatte, dass darauf nun nichts wurde.
Nicht viel später hatte sie das Buch wieder zur Hand genommen und las weiter, brav und unschuldig, als wäre nie etwas passiert. Touma lachte kurz unterdrückt in sich hinein.
"Schön, dass ich mich bei dir nicht geirrt habe. Es tut gut auch mal jemanden um sich zu haben, wo nicht nur alles auf körperliche Dinge hinaus läuft. Ihne ein wenig Abwechslung wird das Leben langweilig."
Er machte eine kurze Pause und nahm sich nun einen Notizblock und Stift zur Hand. Locker lehnte er sich ein Stück weiter zurück und fing an etwas nieder zu schreiben. Doch dabei sprach er auch noch weiter.
"Was die Aufregung betrifft, mag das zwar sein, aber du solltest immer bedenken, dass Aufregung in vielen Fällen zu Problemen führen kann. Es gibt zweifellos Situationen, wo die Ausschüttung von Adrenalin durchaus praktisch sein kann, aber zum falschen Zeitpunkt bringt es dich eher ins Grab als sonstwo hin. Solange du ruhig bleiben kannst, bist du sicher. Ich weiß zwar nicht wie es in bestimmten Situationen aussieht, aber wenn es in ein paar davon genau so ist wie eben, dann kannst du dich bereits verraten. Es gibt Leute, die können den Herzschlag von Lebewesen magisch verfolgen.", erklärte er ruhig, in keiner Weise tadelnd, sondern eher merklich als simplen, guten Rat gemeint. Und in der Tat wusste er, dass vor allem Blutmagier zu so etwas in der Lage sein konnten. Und Blutmagier waren gern gesehene Mitglieder von so manch einer Sekte. In der Hinsicht lebte Marisa durchaus gefährlich, wenn sie schnell aufgeregt wurde.
Zu ihren weiteren Worten betreffend seiner Person sagte er zwar nichts, doch zu dem Satz "aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben" gab er jedoch eine amüsierte, absolut unmissverständliche Antwort.
"Ich nehme dich übrigens beim Wort. Wenn du denkst das es nicht mehr überstürzt sondern wohlüberlegt ist, lass es mich wissen."
Nach diesen Worten schwieg er jedoch dann und ließ Marisa erst einmal ein wenig lesen. Sobald das Essen da war, würden sie dabei noch die Möglichkeit haben sich zu unterhalten. Perfekte Nutzung der Zeit, die ihnen zur Verfügung stand, war absolute Pflicht in seinen Augen.
Und eben deshalb nutzte er auch die Zeit, wo sie beschäftigt war, um ein paar Dinge aufzuschreiben. Sein Grinsen dabei machte klar, dass es ihn ziemlich freute oder amüsierte, was er da nieder schrieb, doch er verlor kein einziges Wort darüber.

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Mi Apr 12, 2017 5:05 pm

Marisa lächelte verlegen und strich eine Haarsträhne zurück, als Touma sich sichtlich darüber freute, wie Marisa sich entschieden hatte. Und sie beobachtete, wie er nun etwas in ein Notizblock schrieb. Marisa war halt anders, als die meisten Menschen, aber dazu sagte sie vorerst nichts weiter.
"Ich finde es aber recht schwer, unaufgeregt zu sein, ich bin innerlich meist ein ziemliches Chaos, auch wenn ich nach aussen hin oft nicht so wirke. Was dir sicherlich nicht entgangen ist", antwortete Marisa, als sie kurz vom Buch aufblickte, "seine Gefühle und Emotionen zu kontrollieren finde ich sehr schwer. Vor allem wenn man so instinktive Magie wie ich benutzt, Tiere lassen sich immer nur von ihren Gefühlen leiten, nicht von ihrem Kopf... und wenn man die meiste Zeit seines Lebens ein Tier war... nimmt man einige Eigenschaften an", sagte sie nun, "vermutlich ein weiterer Punkt, warum es von Vorteil ist, mehr in menschlicher Form Zeit zu verbringen." Und das es Magier gab, die Herzschläge verfolgen konnten, wusste Marisa durchaus, weshalb sie auch wusste, dass es gefährlich war.
Dann nickte sie lächelnd und zwinkerte Touma zu, sie würde ihn sicher wissen lassen, wann sie es nicht mehr überstürzt fand. Sie warf ihm einen Blick zu, der dies Ausdrückte, bei ihm hielt sie es oft für Überflüssig sich mit Worten zu unterhalten, wo er doch so oft auch ihre Blicke und Gesten verstand.
Als dann das Essen kam, unterhielten sie sich noch eine Weile und Marisa las noch eine Menge in dem Buch. Sie lernte rein theoretisch eine ganze Menge, doch ob sie es auch umsetzen konnte in der Praxis war fragwürdig. Der Tag ging auch irgendwann zu Ende...

TBC: ???

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BeitragThema: Re: Toumas Yacht   Fr Jun 16, 2017 1:56 am

cf: Hügel nahe Hargeon Town


Marisa hatte noch ein wenig geredet und nachgefragt, bevor sie wegen der Kälte schließlich den Rückweg antraten. Während sie so gingen, antwortete Touma ihr dann auch. Er hatte lediglich wenig Sinn dabei gesehen, noch länger in der Kälte zu verweilen, wenn sie doch genauso gut auf dem Weg sprechen konnte.
"In der Tat gibt es nicht allzu viele, die in ihrem Fachgebiet mit ihr mithalten können. Sie gehört zu den besten Kämpferinnen des Reichs und hat das schon mehrmals unter Beweis gestellt. Ohne mich wäre sie aber aufgeschmissen, möchte ich behaupten, da sie nie die beste in sachen Planung war. Wenn es nach ihr gehen würde, dann würde sie wohl in jeder Situation einfach an die Front stürmen und alles niederschlagen, was ihr in die Quere kommt. Darin ist sie jedoch erstaunlich gut, sollte man hinzufügen. Und wenn man ihr einen Plan erklärt, dann kann sie auch sehr koordiniert vorgehen. Und was das mit Sprachen betrifft ... sagen wir es so, sie ist fähig sich normal zu verständigen, aber sie hat teilweise doch ein paar Wortfindungsprobleme und im Gegensatz zu mir hört man bei ihr auch an einem starken Akzent, dass sie nicht von hier kommt."
Und schließlich, nach all diesen Worten, konnte Touma es sich nicht verkneifen, noch ein Kommentar zu Marisas Worten mit dem Fell zu bringen.
"Und keine Sorge, da wir wohl recht unterkühlt ankommen, was meine Bediensteten sofort sehen werden, dürften wir sehr schnell in einer derartigen Hitze sein, dass du weder Fell, noch Kleidung tragen willst, glaub mir."
Und in der Tat, nach ihrem doch recht langen Rückweg war es kein Wunder, dass selbst Touma ein wenig gerötete Ohren und Nase hatte, obwohl er an kühlere Temperaturen gewöhnt war, als die hier in Fiore. Eine Tatsache, die, gemeinsam damit, dass Marisa seine Jacke trug, für unendliche Empörung bei seinen Bediensteten sorgte. Sofort geleitete man die beiden hinein, bugsierte sie ohne umschweife in Toumas Räumlichkeiten, und versicherte, dass man sich um wohlige Wärme kümmern wurde. Und das bedeutete im klartext: der Ofen im Raum, welcher als Ersatz für einen Kamin dastand, wurde auf seine maximale Leistung angefeuert, der Koch bereitete eine kräftige, heiße Suppe vor und nach kürzester Zeit stand eine große Kanne mit Tee und eine weitere mit Kakao auf dem Tisch, beides natürlich frisch zubereitet und kochend heiß.
Es war nur eine Frage von Minuten, bis die heißen Getränke und die Temperatur im Raum dafür sorgten, dass Touma ein paar Knöpfe seines Hemds öffnete, um nicht allzu schnell wie in einer Sauna zu schwitzen.
"In meiner Branche muss man halt immer darauf achten, dass man auch ja nicht krank wird. Eine verschnupfte oder kratzige Stimme wären eher weniger praktisch, wenn ich auf der Bühne stehe.", gab er irgendwann als kleine Erklärung ab. Und in diesem Punkt ließen die Bediensteten auch nicht groß mit sich reden, das erkannte man alleine schon daran, dass Touma garnicht erst versuchte Widerworte vorzubringen.

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