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 Landstraße in Richtung Era

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Hashihime Mia

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BeitragThema: Landstraße in Richtung Era   Di Nov 06, 2012 7:06 pm

das Eingangsposting lautete :

Erster Post:

breite sandige Landstraße führt aus dem hohen Gebirge, rund um das Land und die Stadt Era. Diese Landstraße führt durch einen dichten Wald, durch den ein recht breiter Fluß fliesst. Um über diesen Fluß zu gelangen müssen die Reisenden über eine große Brücke gehen.

An einen rauen großen Baum genau neben der alten Brücke saß die blond haarige Mia gelehnt. Ihre augen waren geschlossen und ihre Atmung ging langsam. Ihre Körperhaltung verriet das sie schlief, denn diese war sehr entspannt und kein Muskel war angespannt. Ihr hände hatte sie in ihrem Schoß gebettet und ihre Beine waren leicht zur Seite angewinkelt.
Mia war die ganze Nacht gelaufen und hatte wieder bitterlich geweint. Aus Erschöpfung war sie an diesem Baum zusammen gebrochen und eingeschlafen.
Wohin sie unterwegs war wusste Mia selber nicht, aber ihr Proviant wurde allmälig zu wenig und sie brauchte unbedingt Geld um sich neue Nahrungsmittel zu kaufen. Da kam ihr eine Stadt ganz recht. Jedoch schaffte sie es an diesem Tag nicht mehr bis dort hin.
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Zatana
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   So Sep 03, 2017 8:00 pm

Mouh wirkte ein wenig ruhiger, als die Menschen, mit denen sie so sonst zu tun hatte. Sie dachte an die meist aufgeweckte Luna, dem unterhaltsamen und etwas tollpatschigen Wave und ihre beste Freundin Diana, welche manchmal überhaupt nicht schwieg. Mouh war eher das genaue Gegenteil, es stellte sich als schwierig heraus ganze Sätze aus ihm heraus zu bekommen. Zatana sah es aber eher als Herausforderung, als Hindernis, also dachte sie nicht im entferntesten daran ihn in Ruhe zu lassen. Sie lächelte... eine durchaus interessante Abwechslung zu ihrem sonstigen Leben. Er verhielt sich auch irgendwie komisch... aber sie konnte noch nicht sagen, woran sie das merkte.
Ihr fiel auf jeden Fall auf, dass er eine besondere Beziehung zu seinen Kühen pflegte... ob es überhaupt? "Ist das deine Kuherde?", fragte sie nun weiter, um ihn kennen zu lernen und einschätzen zu können. Sie zog die Augenbrauen hoch, weil er wirklich ihr Interesse geweckt hatte. Sie sah sich ein wenig in der Umgebung um. Es war noch ein ganz schönes Stück bis nach Era, ihrer momentanen Heimatstadt. Aber hier war auch sonst niemand zu sehen. Zatana und Mouh waren alleine, mit seiner Kuhherde.
Sie beobachtete wie ihr Gegenüber nun seine Handfläche betrachtete. Etwas war seltsam daran, doch aus der Entfernung konnte sie nicht erkennen was. Ihre Augen wurden zu misstrauischen Schlitzen. Was erwartete er in seiner Hand zu erkennen? Er beantwortete ihre Frage auch nicht wirklich, wich ihr eher aus. Statt dessen stellte er eine Gegenfrage. "Ich hatte die Veranlagung zu Magie, man wird mit ihr im Körper geboren. Jedoch erlernte ich sie durch meinen Lehrmeister damals und verfeinere sie durch hartes Training und weiteren Lehrern... ich trainiere sehr viel für meine Stärke, denn sie ist mir sehr wichtig. Andere zu beschützen ist mir sehr wichtig... die Leute die mir etwas bedeuten, mein Rudel." Das erste Mal gegenüber Mouh ließ sie nun einer ihren üblichen Wolfs-Phrasen fallen. Sie sah ihn nun durchdringend an, gespannt auf seine Reaktion.

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Moe
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Di Sep 05, 2017 4:50 am


  Die letzte Frage hatte Moe auf gut Glück gestellt und war erfreut, wie bereitwillig die Frau sie beantwortete. Wenn es tatsächlich Magie gewesen war, die er  vorhin eingesetzt hatte, hatte er die Begabung dazu also bereits sein Leben lang in sich getragen. Hatte es eines anderen Magiers bedurft, um seine Fähigkeiten zu wecken? Die Magierin erwähnte einen Lehrmeister. Das schien diese Vermutung zu bestätigen. Moe begann, sich zu fragen, wie viele Magier es wohl gab. Er konnte sich nicht entsinnen, in seinem bisherigen Leben jemals einem begegnet zu sein, und jetzt liefen ihm gleich zwei an einem einzigen Tag über den Weg. Sicher war er sich nur in einem. Um sich gegen einen weiteren magischen Angriff zur Wehr setzen zu können, musste er lernen, seine eigene Magie bewusst einzusetzen.
  Doch seine Überlegungen wurden durch das letzte Wort des Menschen unterbrochen. Rudel. Das war kein Wort, das Menschen verwendeten, um ihre Gemeinschaft zu beschreiben. Sie war ein Raubtier. Jeder Zweifel, den er daran noch gehabt haben mochte, löste sich augenblicklich in Luft auf.

  Mouh richtete sich zu voller Größe auf, während die restliche Anspannung aus seinen Schultern wich. Sein Gegenüber sollte sich im Klaren darüber sein, dass er keine leichte Beute abgeben würde. Mwoun reagierte sofort und senkte die Hörner. Mouh hoffe, dass sie sie nicht würde einsetzen müssen. Bisher war die Frau ihnen gegenüber friedlich geblieben und schien aufrichtig an Mouh interessiert zu sein. Dieses Interesse war ihm zwar unangenehm, aber er beschloss, das Beste daraus zu machen. Nun, da Mwoun wusste, dass sie es mit einem Raubtier zu tun hatten, war seine Zeit begrenzt. Seine Leitkuh wollte das Gespräch so bald wie möglich beenden.
  „Diese Herde ist mein Rudel“, sagte er sowohl, um der Frau in ihrer eigenen Wortwahl zu verdeutlichen, dass er seine Familie erbittert verteidigen würde, als auch, um ihre Neugier ein wenig zu befriedigen.
  „Wie bist du zu einem Lehrmeister gekommen?“, fragte er weiter. Vielleicht konnte er auf die gleiche Art einen finden. Um noch ein wenig mehr Zeit bittend, berührte er Mwoun leicht an der Schulter. Sie gewährte sie ihm widerstrebend.




Zuletzt von Moe am So Okt 29, 2017 10:19 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Di Sep 05, 2017 7:59 pm

Zatana bemerkte wie sich die Haltung von Mouh veränderte, als sie fertig gesprochen hatte. Nun sah sie überrascht drein und wusste nicht so recht wie sie sich verhalten sollte, da sich auch die Haltung einiger Kühe verändert hatte. Sie verschränkte die Arme und spielte sich mit einem Finger an den Spitzen ihrer Haare, die ihr über die Schultern teils hingen. Sie sah nach aussen hin noch relativ entspannt aus und wirkte so, als würde sie nur Plaudern. Aber innerlich war sie nun allzeit bereit sich zu verteidigen wenn es sein musste... falls einer dieser verrückten Kühe auf die Idee kam sie umzurennen, würden sie erleben, dass sie auch gut gegen eine Kuh klar kam, nicht nur gegen Magier...
"Ich verstehe", sagte Zatana und nickte nur, als Mouh ihr erklärte, dass diese Herde sein Rudel war. Sie verstand ihn sehr wohl, wenn er es schon versuchte in ihren Worten auszudrücken. Diese Kühe standen ihm wohl sehr nahe, wenn er so für sie sprach. Und sie waren wohl mehr als nur Tiere für ihn. "Ich hab nicht direkt einen Lehrmeister gesucht... dazu muss ich weiter ausholen. Er hat mich damals gefunden und aufgezogen. Ich lebte damals im Wald als Kind, nicht wissend das ich ein Mensch bin und mein Ziehvater und gleichzeitig auch späterer Lehrmeister hat mich aus meinem gewohnten Leben gerissen, um mich unter meine 'Art' zu bringen... nun ich habe gelernt mit der Situation zu leben und einige Dinge aus diesem Leben habe ich zu lieben gelernt", sie seufzte und zuckte kurz mit den Schultern. Hoffentlich verstand Mouh nun worauf sie hinaus wollte, da sie seine Frage nicht direkt beantwortet hatte. "Und ich habe jetzt so viel schon über mich erzählt, wie steht es mit dir? Du könntest auch mal von dir erzählen?"

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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Mi Sep 06, 2017 8:48 pm


  Die erhoffte Information blieb aus. Mouh bezweifelte, dass es die Regel war, als wild lebendes Kind aufgegriffen zu werden.  Und wenn er eines nicht wollte, war das, aus seinem jetzigen Leben gerissen zu werden. Die Traurigkeit, die sich kurzzeitig in die Stimme der Frau geschlichen hatte, konnte er nur zu gut nachempfinden. Unwillkürlich wechselte er das Gewicht auf sein anderes Bein, sodass er nun auf dem gleichen stand, wie sein Gegenüber. Mwoun tadelte ihn mit einer leichten Berührung durch ihr rechtes Horn und Mouh richtete sich wieder auf.
  Er würde wohl auf andere Weise lernen müssen, mit seiner Magie umzugehen. Doch wo sollte er anfangen? Den einzigen Anhaltspunkt bot immer noch die Magierin vor ihm. Die Magie, mit der die Frau ihre Waffen handhabte, schien der seinen zu ähneln. Zumindest insofern, dass sie Gegenstände aus dem Nichts hervorholte und sie wieder verschwinden ließ. Aber es konnte ebenso gut sein, dass das nur für sein ungeübtes Auge so aussah. Solange Mwoun das Gespräch andauern ließ, war es zumindest einen Versuch wert. Doch gerade, als er dazu ansetzte, eine weitere Frage zu ihrer Magie zu stellen, forderte die Frau ihn auf, von sich selbst zu erzählen. Sollte er dieser Bitte nicht nachkommen, würde er ihr wahrscheinlich keine weiteren Informationen entlocken können.
  „Ich bin Rinderhirte“, begann Moe und verfiel dabei wieder in seine übliche Rolle,  „Wir sind unterwegs zur Sommerweide.“
  Vor einem halben Jahr war es die Winterweide gewesen. Die Richtung hatten sie nicht geändert. Er umfasste mit der Rechten die Glocke, die noch immer an seinem Unterarm baumelte, bevor er fortfuhr: „Außerdem bin ich Magier. Ich kann diese Kuhglocke erscheinen lassen.“
  Er hatte das Wort „erscheinen“ mit Bedacht gewählt. Denn er wusste nicht, ob er sie nur von irgendwo herbeigerufen oder sie sogar erschaffen hatte. Dass diese Glocke auch als Schild fungierte, ließ er weg. Wenn sie auf den ersten Teil nicht einging, brauchte die Frau den zweiten nicht erfahren. Er hoffte nun inständig, dass sie mehr Interesse an seiner Magie zeigen würde als an seinem angeblichen Beruf.


Zuletzt von Moe am So Okt 29, 2017 10:23 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Sa Sep 09, 2017 1:26 pm

Da keine weitere große Reaktion zu ihrer Antwort kam... Mouh reagierte sowieso eher weniger. Irgendwie hatte seine Mimik und Gestik nicht mal was menschliches, irgendwie seltsam und Zatanas Finger zuckten vor Aufregung. Vielleicht hatte er ihre Erklärung einfach nur nicht verstanden, dass ihr Ziehvater ihr Lehrmeister gewesen war.
Die eine Kuh berührte ihr Gegenüber nun leicht mit dem Horn, als wäre es eine vertraute Geste und würde mehr bedeuten. Doch hinter die Bedeutung kam Zatana nicht, es wirkte jedoch mehr als nur etwas was eine Kuh zu ihrem Hirten machen würde... Viel mehr wirkte in dieser Szene die Kuh als Tonangeber und Mouh als Teil der Herde. Plötzlich glättete sich ihr Gesicht und ihre Haltung wurde wieder lockerer, ihre Arme waren nicht mehr verschränkt. Sie glaubte langsam zu verstehen, äußerte sich dazu jedoch nicht weiter. "Ihr braucht wirklich keine Sorge haben, dass ich euch verletzen werde", sagte Zatana nun, doch ihr Blick war nun abgewandt und galt der Kuh, die Mouh angestupst hatte. Die Geschichte mit dem Rinderhirten glaubte Zatana nun Mouh nicht mehr, nach der Szene mit dem Hornstupser. Ob sie unterwegs zur Sommerweide waren, konnte sie nicht sagen, aber Mouh war viel mehr Teil der Herde, als ihr Hirte... als 'Mensch' würde sein Geruch sich auch viel mehr von den Kühen unterscheiden. Sie wollte die Kühe nicht weiter nervös machen, doch sie wollte das Mouh sie verstand... vielleicht waren sie sich gar nicht mal so unähnlich.
Zatana nickte, als Mouh eine Erklärung zu seiner Kuhglocke ablegte. "Du nutzt eine Form der Requip-Magie. Diese beherrsche ich auch, wobei meine Magie eher Waffen, Rüstungen und Schilde herbei ruft, als eine Kuhglocke. Weißt du, in der allgegenwärtigen Magierwelt gibt es manchmal Magier, die Tieren näher stehen als Menschen...", machte sie nun eine vorsichtige Andeutung, damit die Kuh sie nicht wieder falsch verstand.
Ob er ein Tiermensch war? Zatana hatte noch nicht oft welche getroffen, aber sie wusste das es sie gab. Aber dazu fehlten ihm eigentlich die tierischen Merkmale... Aber vielleicht hatte er sie auch gut verborgen, Mittel und Wege gab es.

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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   So Sep 10, 2017 2:01 pm


  Mouh fühlte sich ertappt. Irgendwo war dieses Gespräch aus dem Ruder gelaufen. Während er noch zu erklären versuchte, dass er ein Rinderhirte war, hatte sich die Frau direkt an Mwoun gewandt. Seine Kommunikation mit letzterer war wohl doch nicht so unbemerkt geblieben, wie er angenommen hatte. Seine Leitkuh nahm die veränderte Köperhaltung der Raubtierfrau mit Wohlwollen auf und entspannte sich ebenfalls. Hinter ihm lockerte sich der Herdenverband. Die zierliche Nwarh blieb zwar weiterhin zum Schutz in der Mitte, aber auch aus ihr wich die Anspannung. Mouh fragte sich, ob ihr Gegenüber erwartete, dass Mwoun auch dessen  Worte verstand. Aber da diese mit der friedlichen Haltung übereinstimmten, konnten sie auch an Mouh gerichtet gewesen  sein.
  Auf jeden Fall erklärte sie ihm jetzt tatsächlich die Art seiner – und auch ihrer – Magie. Besonders hilfreich war das zwar immer noch nicht, aber ein Anfang. Konnte er vielleicht von ihr lernen?
  Ihre nächste Aussage hingegen beunruhigte ihn wieder. Sie bestätigte nicht nur seine Vermutung, dass Magier sehr viel verbreiteter waren, als er bisher angenommen hatte. Auch ihre Andeutung, dass einige von ihnen Tieren näher standen als Menschen, kam der Wahrheit über ihn ein wenig näher als ihm lieb war. Oder meinte die Frau sich selbst? Immerhin roch sie nach Raubtier und hatte als Kind ihren Angaben nach nicht als Mensch gelebt. Er fragte sie nicht danach. Vielleicht ließ auch sie dann von diesem Thema ab. Ein anderes interessierte ihn ohnehin viel brennender.
  Mouh kratzte sich kurz am Hals, versicherte sich bei Mwoun, dass er wieder freie Hand hatte, und beschloss, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Er hatte kaum eine andere Wahl. Wenn er sich diese Gelegenheit entgehen ließ, ging die nächste Begegnung mit einem Magier vielleicht nicht so glimpflich aus. Er schnaubte noch einmal nervös aus.
  „Wie nutze ich Magie?“, fragte er dann und hielt der Magierin die Glocke auf der offenen Handfläche hin, „Das war ein Versehen.“
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Di Sep 12, 2017 1:37 pm

Wieder beobachtete Zatana einen besonderen Augenblick zwischen Mouh und der einen Kuh, die wie die Anführerin wirkte... war sie die Leitkuh? Wenn ja, dann konnte Zatana ein wenig nachvollziehen, wie das Verhältnis zwischen ihr und Mouh war. Sie dachte an ihren Rudelführer und lächelte... beinahe schon verlegen. Wo er sich wohl gerade aufhielt und was er tat? Sie ging einen oder zwei Schritt auf Mouh zu, vorsichtig und langsam, wollte sie doch nicht das Missfallen der Kühe erwecken. "Ich hoffe ich darf mit deiner Herde kommunizieren", sagte Zatana zu der scheinbaren Leitkuh. Sie verstand Herden- beziehungsweise Rudelhierachie. Selbst wenn Mouh mit ihr reden wollte, was im Moment noch nicht so wirkte, dann würde die wahrscheinliche Leitkuh das Gespräch mit einer Geste sicherlich jeden Moment unterbrechen können. Deswegen blieb sie höflich und sprach direkt zu der Kuh... sie kam sich dabei nicht einmal seltsam vor.
Jetzt stellte Mouh ihr eine Frage und gab seine Neugierde damit Preis. Er schien nicht sonderlich viel von Magie zu verstehen, seinen Worten nach zu Folge. Scheinbar hatte er seine Magie emotional in einer gefährlichen Situation verwendet. "Meistens so wie du sie benutzt hast gerade, vermute ich, aus einem Gefühl heraus, aus deinen Emotionen. Man muss Magie spüren. Um sie aktiver einsetzen zu können, bedarf es ansonsten nur Training. Du besitzt eine kleine Dimension, mit endlos viel Platz. Jeder Requip Magier hat so etwas... dort lagern die Gegenstände die man beschwören kann, angefüllt mit eigener Magie... so hab ich es zumindest mal gelernt", erklärte Zatana nun was er gefragt hatte, doch versuchte sie es so einfach wie möglich zu machen.

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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Mi Sep 13, 2017 9:59 pm


  Mouh beobachtete leicht amüsiert die Kommunikationsversuche der Frau, die diese an Mwoun richtete. Ihre Worte und Taten wollten einfach nicht zueinander passen. Einerseits fragte sie höflich, ob sie ihr Gespräch fortführen durfte. Andererseits näherte sie sich beinahe schleichend und beanspruchte den Platz, den Mouh einnahm. Dieser wich bereitwillig zurück. Obwohl ihre Art, sich zu bewegen, ihn wieder an das Raubtier in ihr erinnerte, glaubte er nicht, dass sie absichtlich feindselig war.
  Mwoun hingegen fühlte sich gereizt. So nah an ihrer Herde wollte sie die Frau nicht haben. Zudem störte sie sich an dem anhaltenden Blickkontakt, den diese mit ihr hielt. Zur Warnung senkte die Leitkuh leicht den Kopf und schlug mit ihren Hörnern in die Luft. Langsam bezweifelte Mouh seine Annahme, dass die Magierin als Raubtier aufgewachsen war. Gerade unter Raubtieren war direkter Augenkontakt in der Regel Teil einer aggressiven Haltung. Vielleicht lebte sie aber auch einfach schon zu lange unter Menschen und hatte sich dadurch eine andere Körpersprache angewöhnt. Er wusste nur eins. Wenn sie Mwouns Aufforderung, sich wieder zurückzuziehen, nicht nachkam, war das Gespräch auf jeden Fall beendet. Daher entschloss Mouh sich dazu, das Missverständnis aufzuklären, bevor er auf die Erläuterungen der Frau zur Magie einging.
  „Tritt zurück“, sagte er ruhig, aber bestimmt. Dabei trat er selbst einen Schritt vor. Da sein Gegenüber Mwoun anscheinend als Leitkuh erkannt hatte, fügte er an: „Das ist Mwoun.“ Er legte seiner Leitkuh die Hand auf die Schulter, damit die Frau wusste, wer gemeint war. Gleichzeitig diente dies als beschwichtigende Geste, um auch bei Mwoun das Missverständnis zu erklären.
  „Sie versteht deinen Körper. Nicht deine Worte. Du hast gesagt: ‚Geh weg.‘“
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Zatana
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Fr Sep 15, 2017 6:21 pm

Mouh wich zurück als Zatana ihm näher kam, eigentlich nicht das was sie damit bezwecken wollte. Sie wollte ihn eigentlich vom Nahen ansehen und nicht verjagen, wollte einen genaueren Blick auf ihn werfen, doch das ganze ging eher nach hinten los.
Die angesprochene Kuh reagierte... nun wie eine Kuh nicht wie ein Mensch. Und Zatana hatte den Fehler begangen... sie hatte eine Kuh wie einen Menschen angesprochen. Sie wirkte nun aggressiv und machte Drohgebärden.
Mouh hingegen sagte ihr, dass sie zurück treten sollte. Er ging wieder ein Schritt vor, sodass Zatana ihn tatsächlich mal näher betrachten konnte. Er stellte die Kuh, vermutlich die Leitkuh, als Mwoun vor. Die nächsten Worte von Mouh trafen Zatana wie ein Blitz. Sie verhielt sich hier gerade wie ein Mensch, in ihrer ganzen Art... sie war viel zu viel unter Menschen gewesen. Sie hielt sich für ein wildes Tier, doch war sie ein handzahmer, weicher Mensch... Sie erbebte und wich tatsächlich einen ganz schönen Satz zurück. Ihre Haltung wurde offener, ihr Blick richtete sich zu Boden, so als würde sie Respekt zeigen. Ihr Atem ging ruhig und entspannt und sie vermittelte hoffentlich den gewünschten Eindruck.
"Ich bitte um Entschuldigung, mein Verhalten war sehr unhöflich", richtete sie ihre Worte an Mouh. "Ich wollte dich nur einfach mal aus der Nähe betrachten. Zum Beispiel sah ich vorhin etwas in deiner Handfläche...", gab sie ihre Neugierde zu und erklärte ihre Handlung. Das sie sich so sehr wie ein Mensch verhalten hatte, passte ihr gar nicht... So war auch ihre Tonlage fast schon winselnd. Ihre Haltung war aber eher als Entschuldigung an Mwoun gedacht, da diese es nur so verstehen würde.

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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Fr Sep 15, 2017 9:03 pm


  Die Frau wirkte fast schon verschreckt, als sie einen Satz rückwärts machte. Ob der plötzlichen Bewegung setze Mwoun ihr nach. Sobald dessen Körperhaltung jedoch passiv und offen wurde, ließ sie von dem Menschen ab und beobachtete ihn nur distanziert. Auch Mouh betrachtete den Menschen aufmerksam. Zatana schien wie ausgewechselt. Selbst ihre bisher so selbstbewusste Stimme klang kleinlaut, als sie sich für ihr Verhalten entschuldigte. Und sie schien ihren Körper jetzt wieder bewusst zur Kommunikation einzusetzen. So als hätte sie nur für einen kurzen Moment vergessen wie das ging.  Dieses Wechselspiel zwischen menschlichen und tierischen Verhaltensweisen, das ihn zu Beginn verwirrt hatte, faszinierte Mouh nun. Er lachte leise, ein tiefes kehliges Brummen.
  Mwoun hingegen verlor das Interesse. Die Raubtierfrau stellte offensichtlich keine unmittelbare Gefahr dar und Mouhs Aufmerksamkeit war ausreichend Schutz für die Herde. Die Leitkuh wandte sich ab und begann zu grasen. Der Großteil der Herde tat es ihr nach und begann, sich langsam im Weidetempo in verschiedene Richtungen zu entfernen. Nur Hrrmmo leistete seinem Freund weiterhin wachsame Gesellschaft und Frrhy ließ die angestaute Anspannung in ein paar Bocksprüngen entweichen. Während Zatana fortfuhr, ihr Verhalten zu erklären, reckte der Jungbulle seinen Hals nach dem Menschen aus. Er teilte Mouhs Interesse. Er wollte wissen, was dort für ein seltsames Wesen bei ihnen im Wald aufgetaucht war.
  „Du bist merkwürdig“, bemerkte der Kuhmensch, „Du bist Tier und Mensch zugleich.“
  Wie er selbst. Und doch anders. Während er seine Familienzugehörigkeit schon vor langer Zeit entschieden hatte, schienen menschlicher und tierischer Teil bei ihr im Wettstreit zu liegen. Er lachte erneut und betrachtete seine von ihr erwähnte Handfläche. Am Handgelenk hing immer noch die Glocke.
  „Hier ist nichts“, sagte er und hielt Zatana die leere, offene Hand hin.
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Mo Sep 18, 2017 4:52 pm

Zatana blickte etwas verwirrt drein, als Mouh nun scheinbar lachte. Hatte ihr Verhalten ihn so sehr amüsiert? Die scheinbare Leitkuh wandte sich allerdings ab und fing an Gras zu fressen. Der Rest der Herde tat es ihr größtenteils nach. Nur ein Mitglied von der Herde blieb bei Mouh und streckte nach Zatana seinen Hals aus. Sie ließ ihn einfach machen, denn scheinbar war dies ein Bulle mit dem sie hier zu tun hatte. Aber vielleicht wollte er nur harmlos und neugierig schnuppern, nichts was sie groß störte.
Zatana hörte aufmerksam zu, als Mouh wieder etwas zu ihr sagte. Er meinte sie war seltsam, irgendwie Tier und Mensch zugleich. Damit traf er mit seinen Worten ihr Wesen so sehr, dass konnte er ja gar nicht ahnen... "Damit liegst du wohl richtiger, als du es vermutlich denkst", gab sie als Antwort zurück, "in dir sehe ich viel mehr aber ein Tier als ein Mensch, du siehst zwar aus wie ein Mensch... aber du verhältst dich eher wie eine Kuh aus dieser Herde. Vor allem riechst du eben auch wie eine Kuh..."
Dann zeigte Mouh seine Handfläche, was er kommentierte, indem er sagte, dort war nichts. Doch Zatana sah misstrauisch drein, als er seine Handfläche betrachtete. "Du hast dort eine Narbe mit einer besonderen Form. Woher hast du das?" Es sah dem Gildensymbol ihrer Gilde sehr ähnlich und doch war es eine Brandnarbe. Mouh wirkte nicht so als wäre er ein Teil einer Gilde, viel mehr eher weltfremd... Die schwarzhaarige richtete sich nun wieder vollständig auf und nahm eine neutrale Haltung ein. Sie drehte Mouh den Rücken zu und hob ihre Haare an, sodass er einen Blick auf das Symbol in ihren Nacken werfen konnte. Eine Brandnarbe, die seiner sehr ähnelte...

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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Mo Sep 18, 2017 7:40 pm


  Mouh betrachtete die Brandnarbe im Nacken der Frau und verglich sie mit seiner eigenen.  Bis auf kleine Unregelmäßigkeiten an der Form in seiner Handfläche waren sie identisch. Sie wollte wissen, woher er seine hatte, aber Mouh schwieg dazu. Zatana war kein gewöhnlicher Mensch. Ihren Andeutungen zufolge war sie wahrscheinlich sogar wie er ein halbes Tier. Dennoch hielt sich sein Vertrauen in Grenzen. Sie war eine Fremde und er wusste nicht, wem sie von ihm erzählen würde. Er konnte ihr nicht verraten, woher er kam. Je weniger Personen davon wussten, desto besser. Mouh bezweifelte nicht, dass die Menschen auf der Rinderfarm auch weiterhin Besitzansprüche auf ihn und seine Herde erhoben. Der Geruch von verbranntem Haar und versengter Haut stieg ihm in die Nase, gemischt mit dem beißenden Gestank von glühenden Eisen. Er hörte die Schreie panischer Kälbchen. Ein jedes von ihnen hatte er sterben sehen. Wut stieg in ihm auf. Seine Gesichtszüge wurden hart. Seine Narbe brannte.
  „Folter.“
  Seine Stimme klang rau und tonlos. Er fühlte das glühende Brandeisen mit dem falschen Ende in seiner Faust, spürte die Schulter des Farmarbeiters unter seinem Schlag brechen. Die Angst des kleinen Wesens hinter ihm. Kräftige Finger an seinem Hals. Schmerz in seiner Hand. Wut. Angst. Nie wieder.
  „Ein Versprechen.“
  Er konnte es nicht halten. Ätzend umgab ihn der Geruch nach heißem Metall. Wieder und wieder grub sich das glühende Zeichen in zarte Haut. Wieder und wieder und immer lauter gellten die Schreie in seinen Ohren nach. Hilflos stand er da. Gelähmt.

  Ein sanftes Maul holte ihn in die Gegenwart zurück. Liebevoll leckte Hrrmmo ihm über Wange, Ohr und Hals. Dankbar vergrub Mouh sein Gesicht im Fell seines Freundes und strich ihm mit der Hand über den Unterkiefer. Sein Herz raste. Er atmete schwer. Hrrmmo war hier. Seine Herde. Außer Gefahr. Mouhs Puls beruhigte sich. Erst jetzt nahm er auch Zatana wieder wahr.
  Die Kuhglocke gab einen leisen Ton von sich. Ohren zuckten. Nwarh hob den Kopf. Die hilflose Wut von damals verwandelte sich in feste Entschlossenheit. Er würde sein Versprechen halten.
  „Lehr mich Magie.“


Zuletzt von Moe am Di Sep 26, 2017 8:48 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   So Sep 24, 2017 2:13 pm

Mouhs Reaktion war eigentlich schon eindeutig genug für sie. Sie sollte nicht weiter in Wunden stochern, die auf seiner Seele lagen, dass konnte sie nur allzu gut verstehen. Als sie ihn nämlich gefragt hatte, woher diese Narbe stammte, wirkte er etwas... abgelenkt, vielleicht auch in Gedanken. Jedenfalls war er nicht mehr ganz hier bei ihr und irgendwas hatten ihre Worte in ihm ausgelöst, was man ihm deutlich ansehen konnte. Erst als er wieder ansprechbar wirkte und meinte, dass er die Narbe durch Folter hatte, nickte Zatana. "Schon gut, ich werde nicht weiter neugierig sein, es geht nur dich etwas an."
Er meinte noch etwas von 'Ein Versprechen'. Ein Versprechen wofür? Wollte er jemand beschützen, oder sich selbst beschützen? Vielleicht hatte er ein hartes Leben hinter sich und befand sich auf der Flucht... oder er reiste durch das Land um so weit weg wie möglich von dem Ort weg zu kommen, wo er misshandelt worden war. Denn an seiner Reaktion konnte sie erkennen, dass er die Brandnarbe nicht freiwillig erhalten hatte, so wie sie. Er wirkte fest entschlossen seine Herde zu beschützen, doch mischte es sich mit der wilden Angst von damals. Zatana biss sich auf die Unterlippe, sie wollte keine Schmerzen in ihm auslösen, es tat ihr leid...
Erst als die Kuh, oder Bulle? So sehr kannte sich Zatana nicht mit Farmangelegenheiten aus... jedenfalls erst als das eine Tier sich Mouh näherte und ihm über die Wange leckte, schien der Mann aus seinem Traum geweckt zu werden. Es wirkte noch immer so, als würden Wellen der Erinnerung über ihn hinweg fegen, dich nicht mehr mit solch einer Intensität. Die Frau hingegen zog überrascht die Augenbrauen hoch, als Mouh ihr nun die Frage stellte, dass sie ihm Magie bei bringen sollte. Ein leichtes Klingeln seiner Kuhglocke durchstreifte die Luft.
"Nun ich werde dir Magie bei bringen, wenn das dein Wunsch ist. Wille ist dazu in erster Linie von Nöten, aber an einem starken Willen zweifel ich bei dir sicherlich nicht. Was willst du mit deiner Ausbildung erreichen? Stärker werden? Andere Beschützen? Die Herde deiner Leitkuh beschützen?", stellte Zatana erst einmal ein paar neutrale Fragen, um ihn nicht gleich zu überfordern. Er wirkte recht unerfahren, was die Welt der Magie betraf. "Ich denke nicht, dass es dir bewusst war, aber mit deiner Brandnarbe, beziehungsweise meiner, bekenne ich mich zu einer Magiergilde. Ein Verbund von Magiern, die sich gegenseitig helfen... dein Symbol scheint nun mehr ein unglücklicher Zufall zu sein, aber könnte hierbei weiter helfen, wenn es wrklich dein Wunsch ist... aber", sie lächelte nun ihr wölfisches Lächeln, "ich bin eine strenge Lehrerin."

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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Sa Sep 30, 2017 8:23 pm


  Mouh nickte, als Zatana ihm mögliche Ziele seiner Ausbildung vorschlug.
  „Letzteres“, sagte er. Mehr hätte er auch gar nicht anfügen können, denn die Frau hatte nur Luft geholt und sprach auch schon weiter.
  Sie erklärte ihm die Bedeutung ihrer Narbe, erzählte ihm von einer Gemeinschaft von Magiern, einer sogenannten Gilde, und dass sie sich zu einer solchen bekannte. Was genau das hieß, wusste er nicht. Und er trug ebenso wie sie das Zeichen dieser Gilde auf der Hand. Diese Form hatte seine Narbe eigentlich durch reinen Zufall erhalten. Jetzt sollte sie plötzlich von größerer Bedeutung sein. Zatana schien sie auf jeden Fall für hilfreich zu halten.
  Ihre Erklärungsansätze führten Mouh vor Augen, wie wenig er von der Welt verstand, an deren Schwelle er stand. Eine Welt der Magier mit Strukturen und Machtverhältnissen, die er nicht kannte. Eine Welt, die er hinter Zatanas Ausführungen nur erahnen konnte. Ob er wollte oder nicht, war er seit seinem Zusammentreffen mit dem kleinen Magier ein Teil dieser Welt. Mouh hatte keine andere Wahl als sich auf Zatana zu verlassen, die unter Magiern Zuhause war.
  Die Magierin hatte ein Glitzern in den Augen, als sie betonte, eine strenge Lehrerin zu sein. Mouhs Herzschlag beschleunigte bei diesen Worten. Vor seinem inneren Auge zuckte eine Peitschenspitze und hinterließ rote Striemen. Er hoffte, dass ihre Vorstellung eines strengen Lehrers von der seinen abwich. Mouh schnaubte. Sein Puls beruhigte sich. Für seine Herde würde er selbst seine allerersten Ausbilder noch einmal ertragen.
  „Ich bin bereit“, sagte er, „Wann willst du beginnen?“


Zuletzt von Moe am Fr Nov 17, 2017 6:10 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Do Okt 19, 2017 12:27 pm

Mouh wollte die Herde seiner Leitkuh beschützen, dies war auch der plausibelste Grund, warum Zatana denken würde... das dieser Magiefremde Mann solch etwas auf sich nehmen würde... er schien den Kühen sehr nahe zu stehen, etwas was vermutlich über menschliches Verständnis hinaus ging. Sie beobachtete, während er scheinbar ihre Worte verdaute. Kurz darauf sagte er entschlossen, dass er bereit war. Die Frage war nun, wann sie beginnen würde. Sie legte einen Finger an ihr Kinn, eine nachdenkliche Geste. Sie ordnete die Schritte in ihrem Kopf, wie sie Mouh am besten eine kleine Einführung in ihre Welt geben würde. "Am besten wir gehen zuerst in die Stadt Era, ich weiß nicht wie gut die städtisches Leben kennst, aber Era ist sehr... städtisch. Falls du deine Herde ausserhalb der Stadt lassen willst, finde ich sicherlich eine Möglichkeit, dass sie sehr sicher sind. Wenn du sie mit hinein nehmen willst, kann man das auch regeln." Sie machte eine kurze Pause, damit Mouh darüber nach denken konnte. Sie beobachtete sein Gesicht, viel war von seiner Mimik meist nicht abzulesen. "In Era befindet sich das Gildenhaus der Gilde, der ich angehöre, Violent Phoenix. Zu dieser Gilde gehört auch das Symbol der Narbe. Du kannst dir eine Gilde ein bisschen wie eine Herde vorstellen und wir müssen den Gildenmeister aufsuchen, um deinen Beitritt offiziell zu machen... eine Menge politisches und Behördenunsinn, was leider nötig ist. Der Gildenmeister ist mein Rudelanführer und ich vertraue ihm blind", erklärte sie. "Als Anfänger der Magie wirst du sicherlich als C-Rang Magier eingestuft, sozusagen die schwächste Stufe die man als Magier in einer Gilde belegen kann... danach steigt man Stufen auf, wenn man stärker ist. Dem C-Rang folgt der B-Rang und danach der A-Rang, dass ist womöglich der erste Schritt, den wir bei dir anpeilen sollten, der A-Rang... danach sehen wir weiter... bis hierhin schon irgendwelche Fragen?", ging Zatana nun auf Mouh ein, damit dieser auch Gedanken los werden konnte. Ihre Augen ruhte zwischendurch auf der Leitkuh, mit einem respektvollen Blick.

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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Mo Okt 23, 2017 8:51 pm


  Mouh blinzelte. Diese Flut von Fakten musste er erstmal verdauen. Was die Ränge anging nickte er das einfach mal ab. Damit konnte er sich auch später noch auseinandersetzen. Die Aufnahme in eine Gilde war schon interessanter. Zatana tat sie als Formalität ab, Mouh hingegen wollte zunächst wissen, worauf er sich da einließ. Auch wenn die Magierin blindes Vertrauen zu ihrem Meister hatte, war Mouh nicht gewillt, ihm dieses Vertrauen ebenfalls entgegenzubringen, ohne ihn zu kennen.
  „Welche Pflichten übernehme ich mit dem Eintritt in die Gilde?“, fragte er daher. Das größte Problem stellte die Stadt Era dar. Mwoun würde ihre Herde nicht in eine Stadt führen und erst recht nicht Zatana die Führung überlassen.
  „Müssen wir unbedingt in die Stadt hinein?“, fragte er weiter. Er wollte sich auch nicht von seiner Herde trennen. Zum einen fühlte er sich ohne sie ausgeliefert. Zum anderen war das einzige, was sie bisher vor sämtlichen Besitzansprüchen geschützt hatte, seine vermeintlich menschliche Anwesenheit. Hrrmmo bemerkte die Unentschlossenheit seines Freundes und schnupperte fragend an Mouhs Gesicht.
  Währenddessen interessierte sich Frrhy eher für das lange Haupthaar der Frau. Vorsichtig tastete sie sich von hinten an diese heran. Mit den Vorderbeinen machte sie gerade einen weiteren Schritt auf die Magierin zu und reckte den Hals. Mouh fragte sich, ob er einschreiten sollte.
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Do Okt 26, 2017 10:29 pm

Zatana hatte erst ein wenig Sorge das Mouh erst nicht verstand, was sie von ihm wollte. Allerdings nickte er trotz der Faktenflut und stellte auch Fragen, welche Verständnis signalisierten. Er war wohl klüger als er auf den ersten Eindruck wirkte, doch Zatana hatte oft gelernt, dass man sich von dem ersten Eindruck nicht täuschen lassen sollte.
Sie hörte ihm zu, damit sie ihn auch nicht falsch verstand, doch seine Fragen waren ziemlich eindeutig. Von den Kühen, die ihr teilweise recht nahe auf die Pelle rückten, ließ sich Zatana im Moment noch nicht stören, dafür war das Gespräch, was sie hier gerade führte, ihr viel zu wichtig. Immerhin ging es um einen neuen Rekruten für die Gilde, in welche sie Herz und Seele steckte.
"Wie ich schon sagte, du kannst dir eine Gilde wie eine Herde vorstellen. Man passt aufeinander auf und jeder geht verschiedenen Aufgaben nach. Wir unterstützen uns gegenseitig und helfen, durch verschiedene Dinge... es gibt die unterschiedlichsten Dinge in einer solchen Gilde zu tun..." Sie zuckte mit der Schulter, besser konnte sie das Leben in einer Gilde auch nicht verstehen. "Ja, wir müssen zum Hauptgebäude von Violent Phoenix, da dort der Gildenmeister oft anzutreffen ist. Von daher müssen wir auch in die Stadt Era, denn dort ist dieses Gebäude. Wenn deine Kühe ein Problem sind, kann ich Wächter aufstellen lassen oder so?", schlug Zatana vor und zeigte so Verständnis für Mouhs Anliegen.

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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   So Okt 29, 2017 10:10 am


  Zatana versuchte, seine Fragen ausführlich zu beantworten, aber wirklich schlauer war Mouh hinterher nicht. Eines wusste er aber ganz sicher: „Keine Wachen. Keine Zäune.“
Das erinnerte sie alle nur allzu sehr an Gefangenschaft. Da seine vorherige Frage nach seinen Pflichten eine sehr allgemeine Antwort zur Folge gehabt hatte, beschränkte Mouh sich nun auf den Aspekt, der ihm am meisten Sorgen bereitete.
  „Muss ich bei der Gilde in der Stadt leben?“, fragte er.
  Sollte das der Fall sein, würde er nicht beitreten. Dann musste er sich den Umgang mit seiner Magie eben doch selbst beibringen. Er konnte seine Herde schließlich nicht vor Magiern schützen, wenn er nicht bei ihr war. Und es war nur eine Frage der Zeit, bis sie dem nächsten über den Weg liefen. Zeit…
  Seine Herde war nun vorgewarnt und würde einen Menschen nicht noch einmal unterschätzen. Einen halben Tag könnte sie in ständiger Wachsamkeit überstehen. Doch spätestens dann würde Mwoun eine Ruhepause einlegen. Bis dahin müsste er also zurück sein. Es wäre sicher nicht einfach, Mwoun diesen Plan zu erklären, doch ihm sollte da schon was einfallen. Vorausgesetzt natürlich, dass der von Zatana als Behördenunsinn bezeichnete Vorgang nicht zu viel Zeit in Anspruch nahm.
  „Wie lang dauert diese Aufnahme?"
  Mouhs Überlegungen wurden von Frrhy unterbrochen, die sich einen weiteren Schritt vorgewagt hatte.
  „Frrhy spielt –“, setzte Mouh an. Doch bei diesem Wort schnappte die junge Kuh schon nach einer Strähne von Zatanas Haaren und zog. Einen Augenblick später galoppierte sie bereits buckelnd davon.
  „– mit dir“, beendete Mouh seinen Satz.
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   So Okt 29, 2017 8:52 pm

Keine Wachen, keine Zäune - das war eine sehr bestimmende Antwort von Mouh und sie nickte. "Verstehe", sagte sie knapp, vermutlich hatten sie eine Vergangenheit in Gefangenschaft? Vielleicht auch mit Schmerzen durch zogen? Sie beließ es bei der knappen Antwort.
Als Mouh nun fragte, ob er dann auch bei der Gilde in der Stadt leben musste, konnte Zatana sich ein breites grinsen und ein Kichern nicht verkneifen. Sie schüttelte energisch den Kopf: "Ich selbst bin sogar nur die wenigste Zeit in der Gilde anwesend, auch wenn ich dort einen hohen Rang annehmen. Nie würde ich mir die Freiheit nehmen lassen einfach durch die wilde Natur zu streifen und dort den Großteil meines Lebens zu verbringen. Ich hab zwar auch ein Zimmer in der Gilde, aber die meiste Zeit übernachte ich eher im Wald, als dort." So erklärte sie ihr Verhalten in der Gilde... vermutlich würde Mouh mit dieser Antwort zufrieden sein, er sah nicht unbedingt wie ein Stadtmensch aus.
"Eine Gildenaufnahme? Höchstens ein paar Minuten, mehr nicht. Vielleicht wird der Gildenmeister dir ein paar Fragen stellen, aber da ich ein Wort für dich einlege, dürfte es sehr unkompliziert ablaufen. Wir können danach dann auch wieder gehen, sobald wird durch sind... und zum Beispiel mit dem Training anfangen?", schlug Zatana vor und versuchte Mouh mit ihren Worten zu beruhigen.
Plötzlich fühlte Zatana einen Zug in ihren Haaren. Sie drehte sich ruckartig um und sah kurz böse in die Richtung der davon springenden Kuh... doch bei diesem Anblick konnte Zatana gar nicht böse sein... irgendwie fand sie das sogar süß. Sie fing an herzhaft zu lachen und wandte sich dann wieder an Mouh. "Die Herde scheint durchaus von interessanten Charakteren besiedelt zu sein... meinst du sie ließe sich von mir kraulen?", fragte sie und sprach damit Frryh an.

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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Mo Nov 13, 2017 6:09 pm


  Frrhy wandte sich zu der lachenden Frau um und sah sie erwartungsvoll an, bereit sich bei der kleinsten Regung seitens Zatanas wieder in Bewegung zu setzen. In Mouhs Augen stahl sich ein Lächeln. Als kleines Kälbchen war Frrhy kaum zu bändigen gewesen. Auf Zatanas Frage, ob sich die Kuh von ihr streicheln ließe, antwortete er daher nur: „Wenn du sie zu fassen kriegst.“
  Während er die beiden beobachtete, wandte er sich wieder dem Gildenproblem zu, das nach Zatanas Ausführungen gar nicht mehr so groß erschien. Sofern Mwoun einwilligte, in Richtung Era zu ziehen, stand der Aufnahme in die Gilde eigentlich nichts mehr im Weg. Sollte Mwoun heute überhaupt noch weiterziehen wollen. Nach der Unterbrechung ihrer Weidezeit würde es auf jeden Fall noch eine Weile dauern, bis sich die Herde wieder in Bewegung setzte. Wenn man einmal von Frrhy absah.

  „Ich komme mit dir“, sagte Mouh schließlich, nachdem die junge Kuh sich ausgetobt hatte, „Noch nicht.“
  Er versuchte die Zeit in menschlichen Dimensionen abzuschätzen, die Stunden und keine Mageninhalte verwendeten, und scheiterte. Er fand einen Kompromiss und zeigte durch das Blätterdach in die Richtung, in der die Sonne am frühen Abend stehen würde.
  „Wenn die Sonne dort steht.“
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Di Nov 14, 2017 8:09 pm

Zatana wandte sich zu der Kuh um, welche mit ihr spielte. Mouh sprach die Namen der Kühe immer etwas muhend aus, sollte sie das vielleicht auch mal versuchen? Sie kam sich bei dem bloßen Gedanken ziemlich albern dabei vor und ließ es also gleich bleiben. Ob sich Frrhy wirklich von ihr streicheln ließ, oder wie die Kuh hieß, würde sich gleich zeigen. Zatana drehte sich nun vollständig zu der Kuh um, eine wirklich Hübsch, wenn man das im Sinne vom Kuhbetrachten bewertete... dann war es soweit. Die Kuh zuckte mit den Ohren, während Zatana sich langsam zu ihr vor bewegte. Ihre Muskeln waren angespannt... das konnte Zatana sehen. Noch langsamer als ihre restlichen Bewegungen streckte Zatana nun die Hand nach ihrem Gegenüber aus um sie an der Schnauze zu berühren, als sie nahe genug war. Bevor Zatana sie aber berührte, schnupperte die Kuh kurz an ihrer Hand und sprang kurz danach wieder, Bocksprünge machend, hinfort, so als würde sie tatsächlich ein Spiel mit Zatana spielen. Mouh beobachtete das ganze und er wirkte dabei tatsächlich irgendwie... fröhlich fand Zatana, auch wenn sie kaum zu erkennen war.

Eine Weile danach, Mouh schien endlich überlegt zu haben was er machen wollte, meinte er nun das er mitkommen würde. Aber noch nicht jetzt, sondern etwas später, wenn die Sonne ihre Position gewechselt hatte. "Ist in Ordnung für mich, im Moment gibt es kaum jemand der auf mich warten würde... vielleicht meine Kameradinnen von anderen Quests, aber soweit ich weiß, sind sie gerade selbst unterwegs. Oder mein Hausferkel Hans könnte warten, aber man kümmert sich um ihn...", gab Zatana belanglos von sich und setzte sich ins Gras, damit sie warten konnte.
Als die Sonne dann ihre Position verändert hatten gingen sie nun los. Zatana wartete einfach einen Moment und schaute, wo die Herde sie bei sich gehen lassen würde. Als sie dann in Richtung Era unterwegs waren, fragte Zatana nun Mouh: "Hast du sonst noch irgendwelche Frage oder willst du etwas sagen? Schließlich soll ich dich ausbilden und das gehört eben dazu, dass man Wissen auch mit seinem Schüler teilt..."

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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Mi Nov 15, 2017 4:56 pm


  Als Zatana sich zur vereinbarten Zeit wieder aus dem Gras aufrichtete, rupfte sich Mouh noch ein paar junge Ahornblätter von dem Baum, an dem seine Schaufel lehnte, und klaubte sein Werkzeug im Vorbeigehen auf. Unter Zatanas Führung entfernten sie sich von der Herde, kamen jedoch nicht sehr weit, bis Mwoun fragend den Kopf hob. Der Kuhmensch machte Halt, schwankte leicht von einem Bein auf das andere und bekräftigte seinen Wunsch, weiterzuziehen, noch mit einem Kopfnicken. Seine Leitkuh zögerte nur kurz, bevor sie ihrer Herde das Signal zum Aufbruch gab.
  Während die Kühe und Hrrmmo allmählich das Grasen einstellten, schloss Mwoun zu Mouh auf. Letzterer wies die Richtung, die Zatana eingeschlagen hatte, als sichere Route aus, während die Frau neben ihm geduldig abwartete. Die Leitkuh schien dagegen keine Einwände zu haben. Sie bedeutete Mouh nur, den Menschen etwas auf Abstand zu halten und ihn ja nicht aus den Augen zu lassen, bevor sie sich an der Spitze ihrer Herde in Bewegung setzte.
  „Komm mit“, meinte Mouh und schob sich zwischen Zatana und die rechte Flanke der Herde.

  Nachdem Kühe, Bulle, Kuh- und Raubtiermensch ihren Reiserhythmus gefunden hatten, fragte Zatana ihren neuen Schüler schließlich, ob er Fragen hatte.
  „Viele“, antwortete Mouh. Vor allem fragte er sich, wo er anfangen sollte. Bei der Dimension, die er mit seiner Art der Magie – Zatana nannte sie Requip – besaß? Bei den Gegenständen, die dort lagerten? Wie waren sie dort hineingelangt? Wer hatte noch Zugriff auf dieselbe Dimension? Wie griff er selbst darauf zu? Aus einem Gefühl heraus, hatte Zatana gesagt. Man müsse Magie spüren. Mouh wechselte die Schaufel auf seine linke Seite, um mit seiner Rechten die Kuhglocke zu ergreifen. Nachdenklich wog er letztere in der Hand. Er spürte dort nichts Ungewöhnliches, obwohl ihr doch eine eigene Magie innewohnen sollte. Es war eine einfache Glocke aus Messing mit einem schönen weichen Klang, den er noch immer im Ohr hatte. Da sie außerdem der einzig greifbare Bestandteil seiner Magie war, hielt er sie für einen guten Startpunkt.
  „Wie erspüre ich die Magie dieser Glocke?“
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Gestern um 4:37 pm

Zatana hatte Mouh grasen sehen und nun rupfte er sich auch noch Blätter vom Baum, um sie beim Gehen zu Essen. Sie zog fragend eine Augenbraue hoch doch nun setzten sie sich erst mal in Gang. Die Herde, beziehungsweise die Leitkuh, blieb erst einmal zurück doch nachdem Mouh ein Signal gab, setzte sich auch diese in Bewegung. Irgendwann folgte Zatana nun der Herde, nicht umgekehrt, aber sie mussten ja auch nur den Weg folgen, dieser führte ja nach Era. Sie hielt die Position die man ihr zugeteilt hatte.

Während sie nun gingen fragte Zatana ob Mouh fragen hatte und dieser antwortete 'Viele'. Doch von seinen vielen Fragen stellte er nur eine und das erst nach einer ganzen Weile. Er fragte wie er die Magie seiner Glocke spürte und Zatana antwortete: "Da es deine Magie ist, musst du mir das sagen...", sie wusste das ein Magier das verstehen würde, aber Mouh? Sie bezweifelte es und holte noch einmal mehr aus: "Jeder Magier erspürt seine Magie auf eine andere Art und Weise, deswegen ist das Lernen von Magie meist auch ein jahrelanger Prozess... wenn man es mit Lehrmeister macht. Erlernen ohne Lehrer ist meist unmöglich oder sehr Kräftezehrend. Sag mir kannst du etwas von der Glocke wahrnehmen? Selbst wenn es quasi belanglos wirkt, wenn es irgendetwas ist, dann sag es mir, dass hilft mir weiter um einen Ansatzpunkt für dein Training zu finden." Nach einer Weile zeigte Zatana auf das Gras am Wegesrand. "Sag, kannst du Gras verdauen? Du hast vorhin welches gegessen... und Menschenmägen vertragen Gras meist nicht so..." Sie zweifelte langsam sehr daran, dass Mouh das war, was er vorgab zu sein: Ein Mensch.

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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   Gestern um 6:50 pm


  Zatanas Erklärungen zur Magie folgend betrachtete Mouh seine Glocke. Er wendete sie hin und her, wickelte das dunkle Leinenband, von seinem Handgelenk und ließ es durch seine Finger gleiten. Es war einfach gewebt, sodass das Leinen mit mehreren kleinen Knötchen durchsetzt war, und unregelmäßig in einem dunklen Rotton gefärbt. Mouh schnupperte am Metall, am Stoff. Nichts. Mit halbem Ohr nahm er wahr, dass die Magierin sich auch für sein Verdauungssystem zu interessieren schien. Er antwortete mit einem schlichten Ja. Dass er kein normaler Mensch war, hatte sie bereits gerochen. Es gab daher keinen Grund, ihr keine Auskunft zu geben.
  Mouh konzentrierte sich wieder auf die Glocke, ließ sie frei an ihrem Band hängen und betrachtete sie auf eine Armlänge Entfernung. Nichts. Mit einem Ruck zog er sie in die Höhe, sodass sie in einem kleinen Bogen wieder in seiner Hand landete. Dabei stieß der Klöppel an und erzeugte einen kurzen Ton. Mouh stutzte.
  „Das klingt falsch“, teilte er Zatana mit. Dann schwang er die Glocke einmal hin und her und erhielt zwei weitere schnarrende, harte Töne. Mwoun und einige andere drehten ein Ohr danach. Der Kuhmensch entwarnte durch einen leisen, entschuldigenden Laut, bevor er der Magierin erklärte, was er meinte.
  „Jetzt klingt sie anders. Härter. Flacher“, fuhr er fort, „Nicht wie vorhin.“
  Diese Klänge stimmten überhaupt nicht mit demjenigen überein, an den er sich erinnerte: sanft, unaufdringlich und klar. Er hatte ihn während seines Gesprächs mit der Magierin nicht einmal bewusst wahrgenommen und doch war ihm der Klang der Glocke so unverwechselbar im Gedächtnis geblieben, dass er fast schon überzeugt war, nun eine andere in der Hand zu halten. Doch es war dieselbe. Dessen war er sich sicher. Vielleicht konnte sich Zatana einen Reim darauf machen.
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BeitragThema: Re: Landstraße in Richtung Era   

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Landstraße in Richtung Era
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